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Reisefinder - Friaul-Julisch Venetien - A_FRIZDV27

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Friaul-Julisch Venetien

Italienische Kulturschätze zwischen Bergen und Meer

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 07.05. - 13.05.2027
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Die wenig bekannten Landschaften im Nordosten Italiens überraschen mit spektakulären Kunstschätzen, einer reichen Geschichte und idyllischen Winkeln! Das vielfältige Kulturerbe von Römern, Langobarden, Venezianern und Habsburgern ist bis heute sichtbar. So war die Hafenstadt Triest im 19. Jahrhundert Österreichs Tor zur Welt: reich, prächtig und geprägt von einem kosmopolitischen Kaufmannsgeist. Ganz in der Nähe ließ Erzherzog Maximilian sein Traumschloss Miramare erbauen, und die prächtige Villa Manin war Residenz des letzten Dogen von Venedig.
Von venezianischer Herrschaft geprägt ist auch die verwinkelte Altstadt von Udine. Den gotischen Dom und den Palast der Erzbischöfe schmücken kunstvolle Fresken von Tiepolo. In der einstigen Hafenstadt Aquileia zeugen ausdrucksstarke Fußbodenmosaiken vom Glauben der frühen Christen. Sie sind Meisterwerke spätantiker Handwerkskunst, die in der Mosaikschule von Spilimbergo bis heute gepflegt wird. Im Schloss Duino, mit herrlichem Blick über die Karstküste, verfasste Rainer Maria Rilke seine berühmten Elegien. Kulinarische Genüsse versprechen der hauchzarte Schinken von San Daniele und die hervorragenden Weine von den sanften Hügeln des Collio.


1. Tag Düsseldorf – Venedig – Udine

Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Venedig (andere Abflughäfen auf Anfrage). Die Fahrt nach Udine bietet erste Eindrücke von einer Region, die von alpinen Landschaften, venezianischen Einflüssen und einer vielschichtigen Kultur geprägt ist.
Unterwegs machen Sie einen Stopp in der Villa Manin bei Codroipo. Die barocke Landvilla aus dem 17. Jh. wurde im Auftrag des letzten Dogen von Venedig errichtet und zählt zu den bedeutendsten Adelssitzen im Friaul. Die weitläufige Anlage vermittelt einen Eindruck vom Repräsentationsanspruch und Lebensstil des venezianischen Adels auf dem Festland (Außenbesichtigung aufgrund von Renovierungsarbeiten). Besichtigung des Parks und der Kirche.
Anschließend Weiterfahrt zu Ihrem modernen Hotel bei Udine. Nach dem Zimmerbezug für 2 Übernachtungen werden Sie im Restaurant des Hotels zum Abendessen erwartet.

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2. Tag Bezauberndes Udine, Cividale del Friuli und die Weinberge des Friauls

Nach dem Frühstück widmen Sie den Vormittag der reizvollen Universitätsstadt Udine. Die einstige Residenz der Patriarchen von Aquileia entwickelte sich zu einem bedeutenden Kunst- und Kulturzentrum des Friauls. Über Jahrhunderte stand die Stadt unter dem Einfluss der Republik Venedig, was noch heute im Stadtbild deutlich sichtbar ist. Die elegante Piazza della Libertà zählt zu den schönsten venezianisch geprägten Plätzen des italienischen Festlands. Hier zeigt sich der Einfluss besonders deutlich an der im Stil der venezianischen Gotik errichteten Loggia di Lionello. (Außenbesichtigung).
Sie besuchen den Dom Santa Maria Annunziata mit seinen bedeutenden Werken des venezianischen Malers Giambattista Tiepolo. Im ehemaligen Erzbischöflichen Palast begegnen Ihnen im Diözesanmuseum weitere Meisterwerke des Künstlers. Die farbenprächtigen Fresken zählen zu den Höhepunkten des venezianischen Spätbarocks im Friaul. Auch die dekorativen „Grotesken“ von Giovanni da Udine, einem Schüler Raffaels, zeugen vom künstlerischen Reichtum der Region.
Am Nachmittag fahren Sie nach Cividale del Friuli. Die von Julius Cäsar als „Forum Iulii“ gegründete Siedlung gab der Provinz Friaul (ital. Friuli) ihren heutigen Namen. Eine kulturelle Blüte erlebte die Stadt als Sitz des ersten langobardischen Herzogtums in Italien. Die vom 6. bis 8. Jh. geschaffenen Kunstwerke zählen seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei einem Rundgang durch die Gassen des weitgehend mittelalterlich geprägten Stadtkerns blicken Sie auf die Fassaden historischer Paläste und besuchen das kleine Dommuseum mit bedeutenden Kunstwerken aus der Zeit der Langobarden. Besonders wertvoll sind der Ratchis- Altar und das Taufbecken des Callixtus. Ein kurzer Spaziergang führt weiter zum berühmten Tempietto Langobardo mit seinen ebenso zauber- wie rätselhaften Skulpturen. Genießen Sie den herrlichen Panoramablick auf den Natisone, der zwischen steilen Uferwänden dahinfließt.
Zum Ausklang des Tages fahren Sie auf ein Weingut in den Friuli Colli Orientali. Die sanften Hügel an der Grenze zu Slowenien gehören zu den renommiertesten Weinlandschaften Nordostitaliens. Bei einer Verkostung lernen Sie ausgewählte Weine der Region kennen. Mit einem rustikalen Abendessen auf dem Weingut klingt der erlebnisreiche Tag aus.
Nach einem geselligen Abend Rückfahrt zum Hotel.

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3. Tag Antike und frühes Christentum

Zum Auftakt des Tages erwartet Sie mit dem Besuch von Aquileia ein weiterer Höhepunkt Ihrer Reise. Die Ausgrabungen der einstigen Hauptstadt der römischen Region Venetia et Histria gehören zu den wichtigsten archäologischen Stätten Norditaliens und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders interessant ist die frühchristliche Anlage im Bereich der Basilika mit einem einzigartigen Mosaikfußboden aus dem 4. Jh. Es gilt als das bedeutendste frühchristliche Mosaikkunstwerk Europas!
Sie fahren weiter nach Grado, dessen Altstadt malerisch auf einer mit dem Festland verbundenen Laguneninsel liegt. Bei einem gemeinsamen Spaziergang besuchen Sie den Dom Santa Eufemia mit einem wertvoll vergoldeten Silberretabel und geometrischen Fußbodenmosaiken sowie die frühchristliche Basilika Santa Maria delle Grazie aus dem 6. Jh., deren Architektur an syrische Vorbilder erinnert. Ergänzt wird der Rundgang durch einen Besuch des Museo del Tesoro del Duomo, das kostbare sakrale Kunstwerke und liturgische Schätze aus der Geschichte Grados bewahrt.
Im 4-Sterne-Grand Hotel Astoria in Grado beziehen Sie Ihre Zimmer für die verbleibenden 4 Übernachtungen. Das Hotel liegt in der Fußgängerzone des beliebten Ferienortes, nur wenige Meter von der Promenade entfernt. Von dort bietet sich ein schöner Ausblick über das Meer auf den Golf von Triest.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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4. Tag Elegantes Triest und Muggia

Gemeinsam erkunden Sie am Vormittag das historische Zentrum von Triest. Die ehemalige Hafenstadt der Habsburgermonarchie beeindruckt mit zahlreichen Prachtbauten des 19. Jh. und ihrem unverwechselbaren mitteleuropäischen Flair. Über Jahrhunderte trafen hier italienische, österreichische, slowenische und jüdische Einflüsse aufeinander und prägten das Bild einer kosmopolitischen Handels- und Hafenstadt. Heute ist Triest die weltoffene Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien.
Erstes Ziel ist das Castello di San Giusto, das hoch über dem gleichnamigen Hügel thront. Von den Festungsmauern eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer Triests bis zum Golf von Triest. Anschließend besuchen Sie die benachbarte Kathedrale San Giusto. Sie entstand im 14. Jh. durch die Vereinigung zweier romanischer Kirchen und zählt mit ihren prachtvollen Mosaiken zu den bedeutendsten Sakralbauten von Triest. Beim Abstieg vom Colle di San Giusto erreichen Sie die Piazza dell’Unità d’Italia, einen der größten zum Meer hin offenen Plätze Europas. Umrahmt von repräsentativen Gebäuden der habsburgischen Epoche bildet sie das eindrucksvolle Herz der Stadt. Individuelle Mittagspause.
Am Nachmittag flanieren Sie durch das historische Zentrum vorbei an prächtigen Palästen rund um die Piazza Verdi und widmen sich der traditionsreichen Kaffeehauskultur Triests. Allen voran lädt das geschichtsträchtige Caffè Tommaseo an der Uferpromenade zu einem Besuch ein. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1830 gilt es als beliebter Treffpunkt von Kaufleuten, Künstlern und Intellektuellen.
Anschließend fahren Sie mit dem Linienschiff zur kleinen Hafenstadt Muggia, der einzigen Gemeinde auf der Halbinsel Istrien, die bis heute zu Italien gehört. Bummeln Sie ein wenig durch die malerischen Gassen, genießen Sie einen Kaffee in einem der zahlreichen Bars und erleben Sie das typische italienische Flair.
Rückfahrt mit dem Bus zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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5. Tag Fürstenresidenzen mit Meerblick

Am Morgen Fahrt zum Schloss Miramare, das malerisch auf einem Felsvorsprung am Meer liegt. Es war das „Liebesnest“ von Maximilian von Habsburg und Charlotte von Belgien. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten der junge österreichische Erzherzog Maximilian, der Bruder von Kaiser Franz Joseph, und seine Gattin Charlotte ihre Liebe zur Triestiner Riviera. Maximilian überwachte die schwierigen und enorm kostspieligen Bauarbeiten persönlich. Zum Schloss gehören ein wunderschöner kleiner Hafen und ein weitläufiger Park. Bühnengerecht thront es auf einem Felsvorsprung direkt am Meer. Genießen Sie den herrlichen Blick auf die reizvolle Küste.
Im Anschluss besichtigen Sie das auf einem Karstfelsen hoch über dem Meer gelegene Schloss Duino. Die ursprünglich mittelalterliche Anlage ist bis heute mit der Familie Thurn und Taxis verbunden.
Von den Terrassen eröffnen sich weite Ausblicke auf die Adria und die Karstküste. Danach bietet sich die Gelegenheit zu einem Spaziergang auf dem malerischen Rilke-Weg. Seinen Namen verdankt er dem Dichter Rainer Maria Rilke, der während seiner Aufenthalte auf Schloss Duino wichtige Anregungen zu seinen berühmten „Duineser Elegien“ erhielt.
Rückfahrt nach Grado und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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6. Tag Spilimbergo und San Daniele

Lassen Sie sich heute von Spilimbergo, einem der schönsten Orte des Friauls, verzaubern! Sie spazieren durch den malerischen Borgo Vecchio, dem Altstadtkern, zu dem nahegelegenen Schloss mit dem wunderschön mit Fresken von Bellunello bemalten Palazzo Dipinto (Außenbesichtigung). Danach besichtigen Sie den romanisch-gotischen Dom Santa Maria Maggiore mit einem imposanten Innenraum mit Spitzbogenarkaden und Fresken aus dem 14. Jh. sowie einer historischen Orgel, deren Gehäuse im Jahr 1525 von Pordenone bemalt wurde.
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Scuola Mosaicisti del Friuli. Die berühmte Mosaikschule wurde vor genau 100 Jahren gegründet und setzt eine Tradition fort, die sich bis ins 17. Jh. zurückverfolgen lässt. Bis heute besuchen Schüler aus aller Welt das Institut und erlernen die alten Handwerkstechniken. Lassen Sie sich bei einer Führung von den filigranen Arbeiten der Mosaikkünstler begeistern!
Eine kurze Fahrt führt weiter nach San Daniele del Friuli. Die Kleinstadt ist weit über die Grenzen Italiens hinaus berühmt für ihren feinen, luftgetrockneten Schinken. Bei der Besichtigung einer Schinkenfabrik erfahren Sie interessante Details über den Herstellungs- und Reifeprozess dieser regionalen Spezialität. Bei einer Verkostung können Sie sich vom Geschmack des Schinkens überzeugen. Ein gutes Glas Wein, Brot und Grissini runden den kulinarischen Genuss ab.
Die kleine spätgotische Kirche Sant’Antonio Abate beherbergt einen der größten Schätze der Renaissancemalerei im Friaul: die farbenfrohen Fresken von Pellegrino da San Daniele. Sie zeigen u. a. Bilder der Kreuzigung, der Propheten und der Evangelisten.
Rückfahrt nach Grado.
Mit einem gemeinsamen Abschiedsabendessen im Hotel klingt der Tag aus. Genießen Sie ein letztes Mal die gute Küche der Region!

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7. Tag Treviso und Heimreise

Am Vormittag machen Sie einen Stopp in der verträumten und malerisch zwischen Wasserläufen gelegenen Stadt Treviso. Bei einem Rundgang sehen Sie die Piazza dei Signori mit ihren belebten Straßencafés und die imposanten Palazzi, wie den Palazzo della Podestà mit seinem charakteristischen Uhrturm (Außenbesichtigungen). Der Duomo San Pietro vereint massive romanische Backsteinmauern mit Elementen des Klassizismus und der Renaissance.
Anschließend Transfer zum Flughafen von Venedig und Rückflug nach Düsseldorf.

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Bildnachweis:

Schloss Miramare Pixabay Content License bogitw
Turm von Udine CC BY-SA 2.5 Sandra Schachner
Cividale del Friuli Pixabay Content License alex1965
Blick über die Collio-Weinregion CC BY-SA 4.0 Naturpuur
Mosaik in Aquileia CC BY-SA 3.0 Wolfgang Sauber
Kanal in Triest Pixabay Content License vasile_pralea
Piazza dell'Unita d'Italia CC BY-SA 4.0 Joergsam
Aussicht vom Schloss Miramare Pixabay Content License bogitw
Schloss Duino Pixabay Content License jkijewski
San Daniele Schinken CC BY-SA 3.0 Dorothy61n1
Treviso Pixabay Content License GiuseppeDio

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin
  • Triest: Piazza dell’Unità d’Italia und Kathedrale San Giusto
  • Schloss Miramare und Schloss Duino mit Spaziergang auf dem Rilke-Weg
  • Fresken von Giambattista Tiepolo im Dom von Udine
  • Cividale del Friuli und der Tempietto Langobardo, UNESCO-Welterbe
  • Die berühmten frühchristlichen Mosaiken in Aquileia
  • Lagunenstadt Grado und der Dom Santa Eufemia inkl. Domschatzmuseum
  • Villa Manin, Residenz des letzten Dogen von Venedig
  • Mosaikschule von Spilimbergo und Schinkenverkostung in San Daniele
  • Weinprobe in den Hügeln der Friuli Colli Orientali
  • Malerisches Treviso mit Piazza dei Signori und Dom San Pietro

Schloss Miramare Pixabay Content License bogitw
Turm von Udine CC BY-SA 2.5 Sandra Schachner
Cividale del Friuli Pixabay Content License alex1965
Blick über die Collio-Weinregion CC BY-SA 4.0 Naturpuur
Mosaik in Aquileia CC BY-SA 3.0 Wolfgang Sauber

Reiseverlauf

  1. Düsseldorf – Venedig – Udine
  2. Bezauberndes Udine, Cividale del Friuli und die Weinberge des Friauls
  3. Antike und frühes Christentum
  4. Elegantes Triest und Muggia
  5. Fürstenresidenzen mit Meerblick
  6. Spilimbergo und San Daniele
  7. Treviso und Heimreise


Kanal in Triest Pixabay Content License vasile_pralea
Piazza dell'Unita d'Italia CC BY-SA 4.0 Joergsam
Aussicht vom Schloss Miramare Pixabay Content License bogitw
Schloss Duino Pixabay Content License jkijewski
San Daniele Schinken CC BY-SA 3.0 Dorothy61n1
Treviso Pixabay Content License GiuseppeDio

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Reisebeschreibung


Fachleitung

Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin

Termine

  • 07.05.2027 – 13.05.2027

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