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Farbenfrohes Tunesien

Auf den Spuren von Klee, Macke und Moilliet

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 12.03. - 19.03.2027
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Mediterrane Leichtigkeit, orientalische Souks, römische Ausgrabungen und die faszinierende Lebensweise der Berber: Erleben Sie Tunesien, das alte Kulturland zwischen Wüste und Mittelmeer! Ausgehend vom Norden Afrikas beherrschte das legendäre Karthago die Mittelmeerländer, bevor es von den Römern besiegt wurde. Antike Ausgrabungen, historische Städte und eindrucksvolle Denkmäler zeugen bis heute von der geschichtlichen Bedeutung des Landes.

Auf den Spuren von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet, die auf ihrer Reise im Jahr 1914 das besondere Licht und die intensiven Farben Tunesiens für sich entdeckten, erleben Sie jene Landschaften und Städte, die ihre Kunst nachhaltig zur modernen abstrakten Kunst beeinflussten. Ihre Reise gilt auch als Schlüsselereignis in der Kunstgeschichte des 20. Jh.s

Die besuchten Städte und Landschaften lieferten den Künstlern die Grundlagen ihrer späteren Werke. Tunis mit seiner Medina, deren enge Souks von einem faszinierenden Spiel aus Licht und Schatten geprägt sind, Sidi Bou Saïd mit seinen kubischen weiß-blauen Häusern und Kairouan, wo Paul Klee zu seinem künstlerischen Durchbruch fand.


1. Tag Düsseldorf – Tunis

Flug mit Tunisair von Düsseldorf nach Tunis (andere Abflughäfen auf Anfrage). Nach der Ankunft am Abend Begrüßung durch Ihre örtliche Reiseleitung und Transfer zu Ihrem zentral gelegenen Hotel. Es befindet sich nur wenige Schritte vom Eingang in die historische Medina und den lebhaften Souks, die Macke und Klee in ihren Tagebüchern als überwältigend festhielten.
Zimmerbezug für 4 Übernachtungen und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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2. Tag Tunis und Bardo-Museum

Tunesien, das Tor zu Nordafrika, bietet eine faszinierende Verbindung aus antiker Geschichte und arabischer Kultur. Die Hauptstadt Tunis ist geprägt von einer reichen Vergangenheit, die bis in die Zeit des Karthagischen Reiches zurückreicht. Inspiriert von den leuchtenden Farben und Eindrücken des Landes, fanden Künstler wie Klee, Macke und Moilliet neue Ausdrucksformen in ihrer Kunst.
Zum Auftakt steht eine Besichtigung von Tunis auf dem Programm. Zunächst erkunden Sie die Medina, mit ihren engen Gassen und lebhaften Märkten, die Macke zum Werk „Markt in Tunis“ inspirierte. Die Zitouna-Moschee, die auf Überresten einer Basilika errichtet wurde, ist nach Kairouan die zweitbedeutendste Moschee in Tunesien (Außenbesichtigung).
Am Nachmittag besuchen Sie das Bardo-Museum, eines der bedeutendsten Museen Tunesiens und Nordafrikas. Untergebracht in einem ehemaligen Palast aus dem 19. Jh., zeigt es eine der weltweit größten Sammlungen römischer Mosaiken.
Daneben umfasst das Museum zahlreiche Artefakte aus der punischen, römischen und byzantinischen Zeit, darunter Skulpturen, Keramiken und Münzen, die Einblicke in die politische, wirtschaftliche und religiöse Entwicklung Tunesiens geben. Die Sammlungen dokumentieren die 3000-jährige Geschichte des Landes vom antiken Karthago über die römische Herrschaft bis zu den Dynastien Nordafrikas.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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3. Tag Karthago und Sidi Bou Saïd

Am Vormittag Fahrt nach Karthago, der legendären Stadt der Antike, die einst das Zentrum des mächtigen Punischen Reiches war. Die Karthager mit Hannibal als Feldherr, die von den Römern Punier genannt wurden, waren ein mächtiges Seefahrervolk, das in der Mitte des 3. Jh.s den Mittelmeerraum dominierte. Als Dorn im Auge der Römer wurde diese antike Weltmacht im 3. Punischen Krieg schließlich besiegt.
Zu den Ausgrabungen zählen die Tophet-Opferstätten, in der die Karthager die Götter ehrten. Die Überreste der punischen Häfen, geben Einblicke in das religiöse und wirtschaftliche Leben der Stadt. Zu den römischen Bauten zählen unter anderem das Theater, die Antoniusthermen und der Brysa-Hügel.
Am Nachmittag besuchen Sie Sidi Bou Saïd, das malerische Dorf an der Küste, das im 19. Jh. zum Rückzugsort für Intellektuelle und Künstler wurde. Die charakteristischen weiß-blauen Häuser, engen Gassen und blumengeschmückten Terrassen prägen das Ortsbild. Im Café des Nattes mit seinen markanten Torbögen malte Macke das Motiv „Blick auf eine Moschee“. Hier bietet sich eine individuelle Teepause an. Genießen Sie den berühmten Minztee, der mit Pinienkernen gereicht wird. Von den erhöhten Aussichtspunkten eröffnen sich beeindruckende Blicke auf den Golf von Tunis.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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4. Tag Dougga und Testour

Dougga ist eine der bedeutendsten antiken Städte Nordafrikas und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt entwickelte sich zunächst unter punischem Einfluss und erlebte im 2. Jh. v. Chr. ihre römische Blütezeit. Herausragend sind das römische Theater, die Kapitol-Tempelanlage zu Ehren von Jupiter, Juno und Minerva sowie das Forum als politisches Zentrum. Dougga liegt auf einem sanften Höhenrücken mit weitem Blick über die Medjerda-Ebene – eine strategisch günstige Lage für Verteidigung, Handel und Landwirtschaft.
Testour wurde im 16. Jh. von Mitgliedern der andalusischen islamischen Oberschicht gegründet, die infolge der Reconquista ihre spanische Heimat verlassen mussten, und ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Verschmelzung andalusischer und nordafrikanischer Architekturtraditionen. Die kunstvoll verzierten Minarette, Ziegeldächer und Innenhöfe zeigen, wie religiöse und kulturelle Praktiken in die lokale Baukunst integriert wurden.
Rückkehr zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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5. Tag Küste und Kultur der Halbinsel Cap Bon

Der Tag beginnt an der Ostküste Tunesiens auf der Halbinsel Cap Bon, einer Region, die seit der Antike für ihre strategische Lage und fruchtbaren Böden bekannt ist. In Ezzahra, dem ehemaligen Saint Germain lassen sich Spuren der französischen Kolonialzeit erkennen. Die Küstenlandschaft mit ihren pastellfarbenen Häusern, schattigen Gassen und dem Spiel von Licht und Meer diente Klee als Motiv. Das Aquarell zeigt den Blick vom Landhaus Dr. Jäggi, in dem die Künstler lebten. Die Fahrt entlang der Küste eröffnet immer wieder weite Blicke auf das türkisfarbene Meer, kleine Buchten und Olivenhaine, die das Bild dieser Kulturlandschaft prägen.
Anschließend geht es nach El Haouaria, wo Sie die römischen Steinbrüche besichtigen werden. Hier wurden die Steine für Karthago gebrochen. Weiter führt die Route nach Kerkouane, eine punische Siedlung, deren archäologische Reste Einblicke in die frühe nordafrikanische Kultur geben. Besichtigung der Festung von Kelibia, von deren Mauern sich ein weiter Panoramablick über das Meer und die Küstenlandschaft eröffnet.
Am Nachmittag erreichen Sie Hammamet an der Ostküste Tunesiens. Die Stadt war ein bedeutender Handels- und Fischerort und bewahrt noch heute Spuren dieser Geschichte, etwa in den alten Bastionen und der klar strukturierten Altstadt. Vor den Mauern von Hammamet entstand Klees bekanntes Aquarell „Hammamet mit seiner Moschee“.
Zimmerbezug für 3 Übernachtungen und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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6. Tag Hammamet und Zaghouan

Nach dem Frühstück Fahrt in das nahegelegene Zaghouan am Fuße des Djebel Zaghouan. Besichtigung der römischen Wasserbecken aus dem 2. Jh., die das antike Karthago mit Trinkwasser versorgten. Die gut erhaltenen Aquädukte und der Wassertempel zählen zu den wichtigsten Zeugnissen römischer Ingenieurskunst in Nordafrika.
Hammamet selbst zeichnet sich durch die Verbindung von Küstenlage, historischen Bauwerken und gepflegten Gartenanlagen aus. Die Medina aus dem 10. Jh. mit ihren kolonial geprägten Villen, Souks und kunstvoll verzierten Torbögen gibt Einblick in die historische und kulturelle Entwicklung der Stadt. Die malerische Lage zwischen dem Mittelmeer und den Olivenhainen der Umgebung unterstreicht den besonderen Reiz dieser Küstenstadt.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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7. Tag Kairouan – Historisches Herz Tunesiens

Kairouan wurde im 7. Jh. gegründet und entwickelte sich schnell zum kulturellen und spirituellen Herz Tunesiens. Die Große Moschee von Okba Ibn Nafaâ gehört zu den frühesten Meisterwerken islamischer Architektur und beeindruckt mit ihren weitläufigen Säulenhallen, kunstvoll verzierten Mihrabs und dem jahrhundertealten Minarett, das als Symbol der Stadt weithin sichtbar ist. Die historische Altstadt inspirierte die Künstler Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet, die die besondere Atmosphäre Kairouans in ihren Bildern festhielten.
Die Aghlabidischen Wasserbecken, ein technisches Meisterwerk des 9. Jh.s, zeugen von der fortschrittlichen Ingenieurskunst der damaligen Zeit und der Bedeutung einer verlässlichen Wasserversorgung für die wachsende Bevölkerung. In der Medina verschmelzen religiöse, handwerkliche und kulturelle Traditionen: Teppiche, Töpferwaren und filigrane Metallarbeiten spiegeln das kunsthandwerkliche Erbe Kairouans wider.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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8. Tag Tunis – Düsseldorf

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen von Tunesien. Fahrt zum Flughafen und Rückflug von Tunis nach Düsseldorf.

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Bildnachweis:

Kathargo, Eselreiter, Sidi Bou Said CC0@pixabay, CC0@wikimedia.commons; CC0@pixabay
Panoramablick auf Tunis CC0@pixabay
Mosaikdetail im Bardo-Museum CCBY2.0 Verity Cridland@wikimedia.commons
Karthago CCBYSA3.0 Christian Manhart@wikimedia.commons
Sidi Bou Said CC0@pixabay
Tür in Sidi Bou Said CC0@pixabay
Dougga CCBYSA4.0 Kritzolina@wikimedia.commons
Statue in Dougga CCBYSA4.0 Kritsolina@wikimedia.commons
Paul Klee: View of Saint Germain CC0@wikimedia.commons
Hammamet CCBYSA3.0 E.Selmaj@wikimedia.commons
Moschee von Kairouan CCBYSA2.0 Damian entwistle@wikimedia.commons
Moschee in Kairouan CC0@pixabay

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachleitung: Dr. Christoph Höllger, Historiker
  • Die Medina in Tunis und die lebhaften Souks
  • Wunderbare römische Mosaiken im Bardo-Museum
  • Antikes Karthago – punische Häfen, Thermen und Theater
  • Künstlerdorf Sidi Bou Saïd, romantisches Flair am Golf von Tunis
  • UNESCO-Welterbe Dougga mit Kapitol, Theater und Forum
  • Küstenlandschaften der Halbinsel Cap Bon
  • Punische Siedlung Kerkouane und Festung von Kelibia
  • Römische Steinbrüche von El Haouaria
  • Historische Altstadt von Hammamet
  • Heilige Stadt Kairouan mit Großer Moschee

Kathargo, Eselreiter, Sidi Bou Said CC0@pixabay, CC0@wikimedia.commons; CC0@pixabay
Panoramablick auf Tunis CC0@pixabay
Mosaikdetail im Bardo-Museum CCBY2.0 Verity Cridland@wikimedia.commons
Karthago CCBYSA3.0 Christian Manhart@wikimedia.commons
Sidi Bou Said CC0@pixabay
Tür in Sidi Bou Said CC0@pixabay

Reiseverlauf

  1. Düsseldorf – Tunis
  2. Tunis und Bardo-Museum
  3. Karthago und Sidi Bou Saïd
  4. Dougga und Testour
  5. Küste und Kultur der Halbinsel Cap Bon
  6. Hammamet und Zaghouan
  7. Kairouan – Historisches Herz Tunesiens
  8. Tunis – Düsseldorf


Dougga CCBYSA4.0 Kritzolina@wikimedia.commons
Statue in Dougga CCBYSA4.0 Kritsolina@wikimedia.commons
Paul Klee: View of Saint Germain CC0@wikimedia.commons
Hammamet CCBYSA3.0 E.Selmaj@wikimedia.commons
Moschee von Kairouan CCBYSA2.0 Damian entwistle@wikimedia.commons
Moschee in Kairouan CC0@pixabay

Service

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Leistungen
Termine & Preise
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Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Dr. Christoph Höllger, Historiker

Termine

  • 12.03.2027 – 19.03.2027

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