Erweiterte Suche VolltextsucheReisekalender
Advent an der DonauImpressionen zwischen Regensburg und Ingolstadt
Reisetermin: 06.12. - 10.12.2026 |
Standort Ihrer Reise ist ein Vier-Sterne-Hotel im traditionsreichen Kurort Bad Gögging. Schon die Römer schätzten die Heil- und Thermalquellen am Donaulimes. Über Jahrhunderte diente der Strom gleichzeitig als Grenze und Transportweg, geschützt durch Kastelle und Legionslager, aus denen sich wohlhabende Handelsstädte entwickelten. So auch Regensburg, dessen historische Altstadt mit gotischem Dom und Steinernen Brücke zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Die von den Brüdern Asam ausgestaltete Kirche Maria de Victoria in Ingolstadt, gehört wie die Kirche des Klosters Weltenburg zu den schönsten Schöpfungen des bayerischen Rokoko. Versteckt im idyllischen Altmühltal liegt die Bischofsstadt Eichstätt mit ihrer barocken Residenz und der Abtei St. Walburg. Über Kelheim thront die Befreiungshalle und in Abendsberg treffen historische Stadtmauern auf zeitgenössische Hundertwasser-Architektur. Freuen Sie sich auf charmante Städte, gemütliche Weihnachtmärkte und bayerische Gastlichkeit!
1. Tag Köln – Speyer – Bad Gögging
Fahrt im modernen Reisebus von Köln nach Süddeutschland (weitere Zustiege auf Anfrage).
Auf dem Weg machen Sie Halt in der alten Kaiser- und Bischofsstadt Speyer.
Besichtigung der Altstadt von Speyer während eines Rundgangs. Malerische Gässchen und Plätze warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Besonders interessant ist neben dem Rathaus der Altpörtel, eines der größten Stadttore Deutschlands (Außenbesichtigungen).
Den Nachmittag beginnen Sie mit der Entdeckung der imposanten Domkirche St. Maria und
St. Stephan. Die von 1030 bis 1124 erbaute Kathedrale ist die größte erhaltene romanische Kirche der Welt und zählt bereits seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Seit Juli 2021 zählt das jüdische Erbe Speyers, zusammen mit den zwei anderen SchUM-Städten Worms und Mainz, zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nun widmen Sie sich der jüdischen Geschichte der Stadt und besichtigen den Judenhof, der um das Jahr 1100 erbaut wurde. Sie sehen die Ruine der Synagoge und das in Mitteleuropa älteste erhaltene Judenbad (Mikwe), das nahezu unverändert geblieben ist.
Beide Gebäude entstanden etwa zur selben Zeit wie der Dom und lehnen sich architektonisch an seine romanische Formensprache an. Nach diesen ersten Eindrücken fahren Sie weiter zu Ihrem Standorthotel in Bad Gögging. Zimmerbezug für 4 Übernachtungen und gemeinsames Abendessen.
2. Tag Regensburg, die „nördlichste Stadt Italiens“
Im Herzen Bayerns liegt eine jahrhundertealte Kulturlandschaft mit sanften Hügeln und dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Mehr als ein Drittel des weltweit geernteten Hopfens werden in der Hallertau produziert, die auch liebevoll das Herzstück Bayerns genannt wird.
Regensburg ist die größte mittelalterliche Stadtanlage nördlich der Alpen und zählt seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Dom St. Peter, das Hauptwerk der Gotik in Bayern. Seine Türme wurden, wie in Köln, erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s vollendet. Im Rahmen einer Domführung sehen Sie die mittelalterlichen Buntglasfenster, die zu den größten Schätzen der Kirche gehören. Die ältesten Fenster stammen aus dem romanischen Vorgängerbau und wurden als Spolien wiederverwendet. Bei einem anschließenden Rundgang durch die Gassen und über die Plätze der malerischen Altstadt erfahren Sie viele Details aus der zweitausend Jahre langen Geschichte Regensburgs. Sie sehen die Porta Praetoria, das Alte Rathaus sowie Patrizierhäuser und Geschlechtertürme. Genießen Sie das Flair der „nördlichsten Stadt Italiens“!
Danach erreichen Sie die Steinerne Brücke. Mit 16 Bögen und einer Gesamtlänge von über
300 m ist sie die älteste erhaltene Brücke Deutschlands und eines der bemerkenswertesten Beispiele mittelalterlicher Baukunst. Zur Mittagspause empfiehlt sich der Besuch der berühmten Wurstkuchl. Das historische Wirtshaus am Ufer der Donau besteht seit dem Mittelalter und ist für seine hausgemachten Bratwürste bekannt.
Anschließend führt ein Spaziergang gemeinsam mit Markus Juraschek-Eckstein zur ehemaligen Klosterkirche St. Emmeram. Zu den ältesten Teilen des Sakralbaus gehören die Wolfgangskrypta und drei Steinreliefs am Nordportal, die aus dem 11. Jh. stammen.
Bei einer Führung erleben Sie das Schloss St. Emmeram, das seit dem 19. Jh. Residenz der Fürsten von Thurn und Taxis ist. Die Fürstenfamilie prägte nicht nur die Architektur und Ausstattung, sondern spielte auch eine zentrale Rolle im europäischen Postwesen. Nach dem Tod ihres Mannes 1990, übernahm Fürstin Gloria von Thurn und Taxis die Verwaltung des Familienbesitzes.
Den Abschluss bildet der Romantische Weihnachtsmarkt von Thurn und Taxis, der innerhalb der historischen Schlossanlagen stattfindet und auf eine über 400-jährige Tradition zurückblickt. Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.
3. Tag Altmühltal und Ingolstadt
Nach dem Frühstück geht es nach Eichstätt. Malerisch liegt die Universitäts- und Bischofsstadt im Altmühltal. Zu den Glanzlichtern barocker Architektur zählt die fürstbischöfliche Residenz, die für ihr prächtiges Treppenhaus mit dem Kaisersaal bekannt ist, in dem die Deckenfresken Szenen aus der bischöflichen Geschichte zeigen. Im Eichstätter Dom, dessen Ursprünge bis ins 11. Jh. zurückreichen sind die Fresken von Johann Jakob Zeiller und die Altäre aus der Werkstatt der Eichstätter Kunsthandwerker besonders sehenswert. Im 18. Jh. bekam der Dom durch Gabriel de Gabrieli eine barocke Westfassade. Eine Führung gibt Ihnen Einblicke in die Innenräume.
Ein gemeinsamer Spaziergang führt zur Klosterkirche St. Walburg, eine prachtvoll ausgestattete Basilika mit dem Grab der hl. Walburga. Von der Terrasse werfen Sie einen Blick auf die andere Talseite zu der über der Stadt thronenden Willibaldsburg.
Eine kurze Fahrt führt Sie nach Ingolstadt, vielen vor allem als Industriestandort bekannt. Tatsächlich besitzt die oberbayerische Stadt eine charmante und weitgehend erhaltene Altstadt, die Sie bei einem gemeinsamen Rundgang erkunden. Ihre individuelle Mittagspause verbringen Sie auf dem Weihnachtsmarkt im Zentrum.
Eines der größten Sakralbauten und Wahrzeichen der Stadt ist das katholische Liebfrauenmünster. Die größte spätgotische Hallenkirche Bayerns beherbergt einen farbenprächtigen Hochaltar aus dem 16. Jh. sowie kostbare Buntglasfenster. Die Hauptorgel stammt aus der Orgelmanufaktur Klais, die bis heute eine der führenden Orgelbauwerkstätten in Deutschland ist. Das 1977 gebaute Instrument verfügt über 69 Register mit fast 5500 Pfeifen. Freuen Sie sich auf ein Orgelanspiel vom Organisten David Kirschsieper!
Zum Abschluss besuchen Sie die Asamkirche St. Maria de Victoria, ein Meisterwerk des süddeutschen Barocks. Das monumentale Deckenfresko von Cosmas Damian Asam stellt Maria als die Königin des Himmels dar und zählt zu den bedeutendsten barocken Illusionsmalereien nördlich der Alpen.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.
4. Tag Kloster Weltenburg und Kelheim
Gleich am Morgen fahren Sie zum Kloster Weltenburg, das malerisch am Donauufer liegt. Es entstand auf einer seit der Jungsteinzeit besiedelten Kulturlandschaft und wurde erstmals 889 urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrfach zerstört und wiederaufgebaut; sein heutiges barockes Aussehen erhielt es im 18. Jh.
Mit der Klosterkirche besichtigen Sie ein Juwel süddeutscher Barockarchitektur. Das Gotteshaus wurde von den Brüdern Asam prachtvoll ausgestattet. Über dem ovalen Grundriss des Hauptraums befindet sich ein kunstvolles Deckenfresko. Ihr nächster Halt ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg, ein Denkmal König Ludwigs I., das an die siegreichen Schlachten gegen Napoleon erinnert. In der Rotunde beeindrucken überlebensgroße Kriegerstatuen und kunstvolle Reliefs, während von der Kuppelplattform sich ein herrlicher Blick über das Donautal und die Stadt Kelheim eröffnet.
Weiter geht es nach Kelheim. Sie bummeln durch die historische Altstadt mit Resten der Stadtbefestigung aus dem 13. und 14 Jh. und sehen das Rathaus, das Wittelsbacher Amtsschloss sowie den Schleiferturm (Außenbesichtigungen).
Am späten Nachmittag steht das farbenfrohe KunstHaus Abensberg auf dem Programm, welches der Hundertwasserschüler Peter Pelikan entwarf. Danach bietet sich hier noch die Gelegenheit über den Kuchlberger Weihnachtsmarkt zu schlendern.
Rückfahrt zum Heil- und Kurbad Bad Gögging, wo Markus Juraschek-Eckstein Sie durch den Ort führt. Ausgrabungen haben bewiesen, dass schon die Römer die warmen Schwefelquellen nutzten. Auch unter der romanischen Kirche St. Andreas fanden Archäologen die Reste eines antiken Badebeckens mit der dazugehörigen Heizanlage. Die um das Jahr 1200 errichtete Saalkirche wird nicht mehr als Gotteshaus genutzt, der Kirchenraum beherbergt heute das Römische Museum für Kur- und Badewesen.
Im Hotel werden Sie ein letztes Mal zum Abendessen erwartet. Lassen Sie die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren!
5. Tag Heimreise über Seligenstadt nach Köln
Nach einem gemütlichen Frühstück und dem Check-out fahren Sie nach Seligenstadt.
Das ehemalige Kloster Seligenstadt ist eine der wenigen nahezu vollständig erhaltenen Klosteranlagen Hessens mit Klausur- und Wirtschaftsgebäuden sowie einer 700 Meter langen Klostermauer. Fast tausend Jahre lebten hier Benediktinermönche; heute ist die restaurierte Abtei ein herausragendes Beispiel barocker Klosterarchitektur des 17. und 18. Jh.s.
Anschließend erkunden Sie die historische Altstadt mit Fachwerkhäusern, dem Marktplatz und den engen Gassen, die den mittelalterlichen Charakter der Stadt bewahren. Mit vielen neuen Eindrücken treten Sie die Rückreise nach Köln an.
Bildnachweis:
Benediktinerabtei Weltenburg Weltenburger Klosterbetriebe GmbH Gästehaus St. Georg Frater Matthias M. Risse
Speyer Altstadt CCBYSA3.0 BlueBreeze Wiki@wikimedia.commons
Speyer Dom CC0 Pixabay
Steinerne Brücke in Regensburg CC0 Pixabay
Residenz Eichstätt CCBYSA4.0 H. Helmlechner@wikimedia.commons
Ingolstadt Panorama Brian Clontorf Brian Clontorf@wikimedia.commons
Ingolstadt Frauenmünster CCBYSA4.0 Szeder Lazlo@wikimedia.commons
Befreiungshalle Kelheim CCBYSA4.0 Thomas Dreier@wikimedia.commons
KunstHaus Abensberg CCBYSA3.0 Johann Wein@wikimedia.commons
Creative-Commons-Lizenzen: CC BY (Namensnennung) CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)
Höhepunkte
- Fachreiseleitung: Markus Juraschek-Eckstein M.A.
- Standorthotel in Bad Gögging
- Barocke Residenzstadt Eichstätt im Altmühltal mit Dom und fürstbischöflicher Residenz
- Klosterkirche St. Walburg
- Orgelanspiel im Liebfrauenmünster Ingolstadt
- Asamkirche Maria de Victoria mit eindrucksvollem Deckenfresko
- Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch
- Befreiungshalle Kelheim mit weitem Blick über das Donautal
- KunstHaus Abensberg, entworfen von Hundertwasserschüler Peter Pelikan
- Römisches Museum in Bad Gögging
- Ehemaliges Benediktinerkloster Seligenstadt
- Romantischer Weihnachtsmarkt von Thurn und Taxis
Reiseverlauf
- Köln – Speyer – Bad Gögging
- Regensburg, die „nördlichste Stadt Italiens“
- Altmühltal und Ingolstadt
- Kloster Weltenburg und Kelheim
- Heimreise über Seligenstadt nach Köln
Service
ReiseverlaufLeistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen
Reisebeschreibung
Fachleitung
Markus Juraschek-Eckstein M.A. Kunsthistoriker und GermanistTermine
- 06.12.2026 – 10.12.2026

