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Historisches Poitou-CharentesPerlen der Romanik im Westen Frankreichs
Reisetermin: 30.05. - 06.06.2027 |
Die detailreich gestalteten Portale vieler Kirchen und Klöster aus dieser Zeit sind wunderbar erhalten und liebevoll restauriert. Sie gehören zu den Meisterwerken romanischer Steinmetzkunst in Europa.
Ausgehend von Ihrem zentralen Standorthotel in der Hafenstadt La Rochelle besuchen Sie Saintes, die charmante Hauptstadt der Saintonge, entdecken versteckte Dorfkirchen und unternehmen eine Bootsfahrt durch die unberührten Sumpflandschaften des Marais-Poitevin. Zu einer der schönsten und beliebtesten Atlantikinseln vor der Küste Frankreichs gehört die Île-de-Ré mit der malerischen Handels- und Fischerstadt Saint-Martin-de-Ré. Die Zwischenübernachtungen auf der Hin- und Rückreise sind in Blois an der Loire geplant.
1. Tag Blois – Köln
Nach dem Frühstück setzten Sie Ihre Rückreise ins Rheinland fort. Vorbei an Paris und Lüttich erreichen Sie Köln in den Abendstunden.
2. Tag Vom Atlantik an die Loire
Die erste Etappe Ihrer Heimreise führt in die alte Stadt Parthenay, die der Sage nach durch die Zauberkräfte der Meeresfee Melusine entstanden sein soll. Malerisch liegt die Altstadt auf einer vom Fluss Thouet umflossenen Anhöhe. Große Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind bis heute erhalten.
Ein Spaziergang durch die Gassen des historischen Zentrums führt vorbei an windschiefen Fachwerkhäusern. Zahlreiche Kirchen und Hospize erinnern an die Zeit der Jakobspilger, deren Ziel die nicht weniger als 16 Heiligtümer waren, die sich in Parthenay befanden. Sie betraten die Stadt durch die befestigste Porte Saint-Jacques, die nahezu unverändert erhalten geblieben ist.
Am Nachmittag erreichen Sie das Anjou im Tal der Loire und besichtigen mit der königlichen Abtei von Fontevraud, eine der größten Klosteranlagen des Abendlandes. Hier begegnet Ihnen zum Abschluss noch einmal Eleonore von Aquitanien, deren Grabmal sich, zusammen mit dem ihres Gatten König Heinrich II. und ihres Sohns Richard Löwenherz, in der Abteikirche aus dem 12. Jh. befinden. Bei Ihrem Rundgang durch die Klosteranlage sehen Sie auch die in ihrer Form weltweit einmalige romanische Klosterküche.
Vorbei an Tours fahren Sie weiter zu Ihrem Hotel in Blois. Nach dem Zimmerbezug für 1 Übernachtung und dem gemeinsamen Abendessen bietet sich die Gelegenheit zu einem Bummel entlang der Loire zum Stadtschloss. Von der Terrasse genießen Sie einen herrlichen Ausblick auf die Flusslandschaft.
3. Tag Romanische Pilgerkirchen
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen romanischer Architektur. Sie besuchen drei ausgewählte Stationen entlang der Via Turonensis, dem westlichen Pilgerweg, der von der Loire über Poitiers an den Atlantik führte.
Am Vormittag besichtigen Sie die Kirche Saint-Pierre, die umgeben von Zypressen außerhalb von Aulnay liegt. Das im 12. Jahrhundert erbaute Gotteshaus wurde erst kürzlich umfassend restauriert. So erstrahlen die reich verzierten Fassaden in neuem Glanz und bieten einen erstaunlichen Einblick in die Bildsprache des Mittelalters. Detailreich gestaltet sind auch die Kapitelle im Mittelschiff der Kirche.
Weiterfahrt in die kleine Provinzstadt Melle, in deren Umgebung im frühen Mittelalter Silber für die französischen Könige abgebaut wurde. Die bekannteste von insgesamt drei romanischen Kirchen ist Saint-Hilaire, die durch die Jahrhunderte weitgehend original erhalten geblieben ist. Ungewöhnlich ist die Reiterstatue über dem majestätischen Nordportal, die vermutlich Kaiser Konstantin zeigt.
Im benachbarten Celles-sur-Belles besichtigen Sie die Kirche Notre-Dame. Sie war Teil einer Königlichen Abtei, die im 11. Jahrhundert von Augustinern gegründet wurde. Deutlich überragt ein imposanter Glockenturm die Klosteranlage. Hinter dem unscheinbaren Eingang entdecken Sie in der Vorhalle ein romanisches Portal mit orientalischen Einflüssen.
Zurück in La Rochelle werden Sie in einem Restaurant in der Nähe Ihres Hotels zum gemeinsamen Abendessen erwartet.
4. Tag Das Naturparadies Marais-Poitevin
Durchzogen von zahlreichen Kanälen und Deichen zählt das ausgedehnte Sumpf- und Moorgebiet an der Bucht von Aiguillon zu den schönsten Landschaften an der französischen Westküste und gilt als „Grünes Venedig“. Große Teile stehen unter Naturschutz und dienen zahlreichen Pflanzen und Tieren als Rückzugsort.
Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist die am nördlichen Rand des Naturparks liegende Abtei Saint-Vincent in Nieul-sur-l’Autise. Es waren Benediktinermönche, die das Kloster im Jahr 1068 gründeten und damit begannen, die umliegenden Sumpfgebiete trockenzulegen. Bei Ihrer Besichtigung sehen Sie die romanische Klosterkirche und den einzigen vollständig erhaltenen Kreuzgang im Westen Frankreichs.
Auf einer im Mittelalter noch vom Meer umspülten Kalksteininsel im Herzen des Naturparks entdecken Sie die Ruinen der ehemaligen Benediktinerabtei von Maillezais. Bis zu ihrer Zerstörung in den Zeiten der Religionskriege war sie ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum und zeitweise sogar Bischofssitz.
In einem benachbarten Restaurant werden Sie zu einem gemeinsamen Mittagessen erwartet. Danach dürfen Sie sich auf ein besonderes Erlebnis freuen: Auf einer etwa zweistündigen Kahnfahrt durch die Kanäle des Marais Poitevin genießen Sie die einmalige Schönheit des Naturparks hautnah! Still und langsam gleiten Sie über das Wasser und blicken in das urwüchsig schöne Feuchtgebiete mit seiner üppigen Vegetation.
Rückfahrt zu Ihrem Hotel in La Rochelle. Der Abend steht zur freien Verfügung. Zahlreiche Restaurants und Bars säumen die Kais am Alten Hafen und laden dazu ein, den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
5. Tag Im Herzen der Saintonge
Entlang der Atlantikküste und vorbei an Rochefort fahren Sie nach Saintes. Die ehemalige Hauptstadt der Saintonge am Ufer der Charente blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Antike reicht. Eindrucksvolle Reste aus römischer Zeit sind der für Kaiser Tiberius und seine Söhne im 1. Jahrhundert errichtete Germanicusbogen und die Ruinen eines Amphitheaters, das in der Antike mehr als 15 000 Besuchern Platz bot. (Außenbesichtigungen).
Im Mittelalter wurde die Stadt zu einer wichtigen Station auf dem Weg der Jakobspilger nach Santiago de Compostela. Ein Juwel romanischer Architektur ist die Abbaye aux Dames. Die schlichte Abteikirche Sainte-Marie überrascht mit einem reich dekorierten Hauptportal (Außenbesichtigung).
Auf den Fundamenten eines römischen Bauwerks wurde die einstige Kathedrale Saint-Pierre gebaut. Ihr markanter Glockenturm überragt weithin sichtbar die Dächer der Altstadt. Danach bleibt Zeit für individuelle Entdeckungen.
Am Nachmittag besuchen Sie die Dorfkirche Notre-Dame in Rioux. Von beeindruckender Schönheit ist die reich ornamentierte Apsis. Nur wenige Kilometer weiter liegt das Dorf Rétaud. Die romanische Kirche Saint-Trojan ist ein weiteres Beispiel für die mittelalterliche Steinmetzkunst in dieser Region.
Rückfahrt nach La Rochelle und gemeinsames Abendessen in einem Restaurant.
6. Tag La Rochelle und die Île-de-Ré
Den heutigen Tag verbringen Sie an Frankreichs reizvoller Atlantikküste. Bei einem gemeinsamen Spaziergang erkunden Sie das Zentrum von La Rochelle. Seit dem Mittelalter hat die Stadt viel erlebt. Mehrfach wechselte sie den Besitzer, war Hochburg der Hugenotten und diente im Zweiten Weltkrieg als Stützpunkt der deutschen U-Boot-Flotte. Das Herz von La Rochelle schlägt rund um den Alten Hafen, dessen Einfahrt von zwei mächtigen Türmen bewacht wird. Durch den gotischen Uhrenturm führt der Weg in die arkadengesäumten Gassen der Altstadt. Danach bleibt Zeit für individuelle Entdeckungen.
Am Nachmittag führt ein Ausflug auf die für ihre landschaftliche Schönheit bekannte Île-de-Ré. Die der Küste vorgelagerte Insel ist seit 1988 durch eine im-posante Brücke mit dem Festland verbunden und ein beliebtes Ferienziel. Eine Rundfahrt führt bis zum westlichsten Punkt mit dem Phare des Baleines, dem Leuchtturm der Wale. Genießen Sie bei einem Spaziergang den Blick auf die Weite des Atlantiks!
Zum Abschluss besuchen Sie mit Saint-Martin-de-Ré, den Hauptort der Insel, der sein Aussehen aus der Blütezeit des Überseehandels im 17. Jh. bewahren konnte. Wer möchte, kann mit der Fähre nach La Rochelle zurückfahren (fakultativ – Durchführung und Abfahrtszeiten sind witterungs- und gezeitenabhängig).
Am frühen Abend Rückfahrt mit dem Bus nach La Rochelle. Den Abend und das Abendessen gestalten Sie in Eigenregie.
7. Tag Poitiers, die alte Hauptstadt des Poitou
Am Vormittag fahren Sie vorbei an Tours nach Poitiers. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 12. Jh. als Residenz von Eleonore von Aquitanien. Durch ihre Hochzeiten war sie nacheinander Königin von Frankreich und England, Mutter des legendären Königs Richard Löwenherz und damit eine der einflussreichsten Frauen des Mittelalters.
Zum Auftakt besuchen Sie die oberhalb der Altstadt liegende Kirche Saint-Hilaire-le-Grand. Sie ist dem frühchristlichen Bischof Hilarius, dem Lehrer des hl. Martin geweiht und das einzige siebenschiffige Gotteshaus der Welt.
Ein Meisterwerk romanischer Baukunst ist die ehemalige Stiftskirche Notre-Dame-la-Grande. Die reich verzierte Westfassade schmücken zahlreiche Skulpturen, die detailreich aus der Bibel erzählen. (Innenraum wegen Renovierung aktuell geschlossen, Wiederöffnung für Mai 2027 geplant).
Nach einer individuellen Mittagspause führt ein Spaziergang durch die Gassen der Altstadt zur Kathedrale Saint-Pierre. Die gotische Hallenkirche liegt fast ein wenig versteckt und überrascht mit ihren gewaltigen Dimensionen. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich mit dem frühchristlichen Baptisterium Saint-Jean eine der ältesten Taufkapellen Frankreichs (Außenbesichtigung).
Am Nachmittag Weiterfahrt zu Ihrem gepflegten Standorthotel in La Rochelle. Sie wohnen direkt im Zentrum, nur wenige Schritte vom Alten Hafen entfernt. Nach dem Zimmerbezug für die kommenden 5 Nächte klingt der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen in einem benachbarten Restaurant aus.
8. Tag Köln – Blois
Am Morgen Abfahrt im modernen Reisebus in Köln (Vorübernachtung auf Anfrage). Durch Belgien und vorbei an Paris und Chartres erreichen Sie am Abend Ihr Hotel in Blois. Zimmerbezug für 1 Übernachtung und gemeinsames Abendessen.
Bildnachweis:
Grabelege in der Abtei Fontevraud CCBYSA4.0 Stefan Oemisch@wikimedia.commons
Porte Saint-Jacques in Parthenay CCBYSA4.0 Thérèse Gaigé@wikimedia.commons
Saint-Pierre in Aulnay CCBYSA4.0 GO69@wikimedia.commons
Kahnfahrt im Marais Poitevin (C) Vendée Expansion /S. Bourcier
Notre-Dame in Rioux CCBYSA3.0 JLPC@wikimedia.commons
Germanicusbogen in Saintes CCBYSA4.0 Johan_Allard@wikimedia.commons
Notre-Dame-la--Grande in Poitiers CCBYSA4.0 Benjamin Smith@wikimedia.commons
Hafen von La Rochelle CCO pixabay
Creative-Commons-Lizenzen: CC BY (Namensnennung) CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)
Höhepunkte
- Bedeutende Stationen auf dem westlichen Jakobsweg
- Kahnfahrt durch die stillen Kanäle im Naturpark Marais Poitevin
- Meisterwerke romanischer Steinmetzkunst in versteckten Dorfkirchen
- Saintes, die von Römern gegründete Hauptstadt der Saintonge
- Entdeckungen auf den Spuren der legendären Eleonore von Aquitanien
- Poitiers, Schatzkammer mittelalterlicher Architektur und UNESCO-Welterbe
- Ausflug auf die landschaftlich reizvolle Atlantikinsel Île-de-Ré
- Fünf Übernachtungen in einem gepflegten Vier-Sterne-Hotel am Alten Hafen von La Rochelle
- Fachreiseleitung: Dr. Meike Droste, Kunsthistorikerin und Archäologin
Reiseverlauf
- Blois – Köln
- Vom Atlantik an die Loire
- Romanische Pilgerkirchen
- Das Naturparadies Marais-Poitevin
- Im Herzen der Saintonge
- La Rochelle und die Île-de-Ré
- Poitiers, die alte Hauptstadt des Poitou
- Köln – Blois
Service
ReiseverlaufLeistungen
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Reisebedingungen
Reisebeschreibung
Fachleitung
Dr. Meike Droste, Kunsthistorikerin und ArchäologinTermine
- 30.05.2027 – 06.06.2027

