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Das Paris der Belle ÉpoqueVom Impressionismus bis Art Nouveau
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Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Paris tiefgreifende Veränderungen. Von 1855 bis 1937 fanden insgesamt fünf Weltausstellungen statt, auf denen spektakuläre Innovationen gezeigt wurden. Gleichzeitig revolutionierte eine neue Generation die Kunst und legte den Grund-stein für die Entwicklung ganz neuer Stilrichtungen vom Impressionismus bis zur Art Nouveau, wie der Jugendstil in Frankreich genannt wird.
Begleiten Sie die Kunsthistorikerin Diane Ciesielski auf eine Zeitreise durch 100 Jahre Kunstgeschichte und entdecken Sie die Meisterwerke einer vom Fortschritt geprägten Epoche. Zu den Höhepunkten Ihrer Reise gehören die Renoir-Sonderausstellungen im Musée d’Orsay und die Matisse-Ausstellung im Grand Palais, die einen Bogen in die Klassische Moderne schlägt.
1. Tag Vom Rhein an die Seine
Am Vormittag Bahnfahrt mit Eurostar von Köln nach Paris Nord (andere Bahnverbindungen auf Anfrage). Nach Ihrer Ankunft um die Mittagszeit begrüßt Sie Ihre örtliche Reiseleitung und begleitet Sie zum Musée Marmottan Monet. Das in einer imposanten Stadtvilla aus dem 19. Jahrhundert untergebrachte Museum liegt in der Nähe des Bois de Boulogne und beherbergt die größte Sammlung der Werke von Claude Monet. Unter ihnen ist auch das berühmte Gemälde „Impression, Sonnenaufgang“, aus dem sich die Bezeichnung
Impressionismus ableitet. Neben der dauerhaften Präsentation bekannter Meisterwerke finden regelmäßig sehenswerte Sonderausstellungen statt.
Auf dem Weg zu Ihrem Hotel entdecken Sie bei einer Stadtrundfahrt die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der französischen Metropole. Sie blicken auf die goldglänzende Kuppel des Invalidendoms, fahren über die Champs-Elysées und bewundern mit dem Eiffelturm das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Darüber hinaus besitzt Paris ikonische Meister-werke moderner und zeitgenössischer Architektur.
Am frühen Abend erreichen Sie Ihr zentral gelegenes Stadthotel. Zimmerbezug für die kommenden 3 Übernachtungen. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel oder einem benachbarten Restaurant klingt der Tag aus.
2. Tag Belle Époque und Impressionusmus
Den Vormittag widmen Sie dem Besuch des Musée d’Orsay. Das imposante Gebäude am Ufer der Seine wurde im Jahr 1900 erbaut und war ursprünglich ein Bahnhof. Heute gehört es zu den führenden Kunstmuseen der Welt und zeigt bedeutende Werke aus dem 19. und 20. Jh sowie eine einzigartige Sammlung französischer Impressionisten.
Im Frühjahr 2026 finden zwei Sonderausstellungen statt, die ausgewählte Werke von Pierre-Auguste Renoir zeigen. In der Ausstellung zum Thema „Renoir und die Liebe“ werden zum ersten Mal seit 1985 einige der größten Meisterwerke des Künstlers zusammengeführt. Eine weitere Ausstellung beleuchtet sein Schaffen als Zeichner mit einer Auswahl bisher noch nie öffentlich gezeigten Leihgaben aus aller Welt.
Im Anschluss an Ihre Besichtigungen fahren Sie mit einer Standseilbahn hinauf auf den Montmartre. In dem beliebten Stadtviertel lebten und arbeiteten in der Belle Époque zu Beginn zahlreiche namhafte Künstler. Aus dieser bewegten Zeit der Pariser Bohème erzählt das kleine Montmartre-Museum. Ehemals befanden sich in den Gebäuden die Ateliers berühmter Maler.
Bei Ihrem Rundgang sehen Sie auch die romantischen Renoir-Gärten, die 2012 nach Vorlagen des Künstlers neu hergerichtet wurden. Darüber hinaus bietet sich ein schöner Blick auf die Weingärten von Montmartre.
Zurück am Boulevard Haussmann werfen Sie einen Blick in das historische Kaufhaus Galeries Lafayette, das für seine Jugendstilarchitektur bekannt ist. Die große Halle im Zentrum des Einkaufstempels gleicht einer Theaterkulisse und wird von einer prachtvollen Glaskuppel überspannt.
Zum Abschluss entdecken Sie eine Auswahl der historischen Passagen von Paris, die versteckt zwischen den Häuserzeilen liegen und sich viel vom ursprünglichen Charme des 19. Jahrhunderts erhalten haben.
Zum individuellen Abendessen empfiehlt sich die traditionsreiche Bouillon Chartier. Im original erhaltenen Interieur der Belle Époque bietet die „Suppenküche“ authentische französische Hausmannskost zu moderaten Preisen. Wer kommt, der kommt; Reservierungen sind bis heute nicht möglich (fakultativ)!
3. Tag Im Herzen der Stadt
Am Vormittag fahren Sie mit der Metro zur Île-de-la-Cité, die seit der Antike die historische Keimzelle der Stadt bildet. Das bekannteste Gebäude auf der Insel ist sicherlich die gotische Kathedrale Notre-Dame, die bei einem verheerenden Brand im Jahr 2019 schwer beschädigt wurde. Mit Hilfe aus aller Welt wurde die mittelalterliche Kirche in etwas mehr als fünf Jahren restauriert und im Dezember 2024 wiedereröffnet.
Anschließend führt ein Spaziergang zur Bourse de Commerce. Die ehemalige Handelsbörse wurde unter Leitung des japanischen Architekten Tadao Ando zu einem Kunstmuseum umgebaut und beherbergt heute die Collection Pinault. Dabei entstand eine gelungene Symbiose aus historischem Gebäude und zeitgenössischer Architektur.
Vorbei am Einkaufszentrum Forum des Halles erreichen Sie zur Mittagspause das Viertel Beaubourg mit dem Centre Pompidou. (Außenbesichtigung). Vor dem Gebäude plätschert der von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely gestaltete Strawinski-Brunnen.
Am Nachmittag besuchen Sie im benachbarten Mara-is-Viertel das Musée Carnavalet, das in einem Adelspalast aus der Renaissance untergebracht ist. Das Museum zur Geschichte der Stadt Paris besitzt eine sehenswerte Abteilung, die sich mit der Transformation der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert beschäftigt. Eine Perle des Jugendstils ist das original erhaltene Juweliergeschäft von Georges Fouquet, das Alfons Mucha für die Weltausstellung 1900 entworfen hat.
Rückfahrt mit der Metro zum Hotel. Zum Abschluss des Tages werden Sie in einem traditionsreichen Res-taurant zum Abschiedsabendessen erwartet. In stilvoller Jugendstil-Atmosphäre klingt der letzte Abend Ihrer Reise aus.
4. Tag Matisse im Grand Palais und Heimreise
Nach dem Frühstück erfolgt der Check-out und Ihr Gepäck verbleibt im Hotel. Mit der Metro fahren Sie zum Grand Palais, dessen kühne Dachkonstruktion aus Glas und Stahl schon von Weitem zu erkennen ist. Der frisch renovierte und erst 2025 wiedereröffnete Ausstellungspalast wurde zur Weltausstellung im Jahr 1900 errichtet und dient derzeit als Ausweichquartier für das Centre Pompidou mit zahlreichen hochkarätigen Ausstellungen.
Von März bis August 2026 beleuchtet eine Ausstellung das künstlerische Schaffen von Henri Matisse in seinen letzten Lebensjahren von 1941 bis 1954. Zu sehen sein werden neben Gemälden, Zeichnungen und Glasfenster auch illustrierte Bücher und Textilien. Freuen Sie sich auf Meisterwerke der Klassischen Moderne!
Bei einem Spaziergang über die prachtvoll dekorierte Pont Alexandre III., ebenfalls eine kühne Eisenkonstruktion von der Weltausstellung 1900, bietet sich ein letzter Blick auf die Seine und zahlreiche Monumente.
Nach der Rückfahrt zum Hotel bleibt noch etwas Zeit für individuelle Unternehmungen. Am frühen Nachmittag erfolgt der Transfer zum Bahnhof Paris Nord. Von dort fahren Sie mit dem Eurostar zurück nach Köln, wo Sie am Abend eintreffen.
Bildnachweis:
Castel Béranger (C) Diane Ciesielsky
Pierre-August Renoir: La Moulin de la Galette CC0 at-wikimedia.commons
Jugendstiltür Avenue Rapp CCBYSA3.0 Pline at-wikimedia.commons
Claude Monet: Sonnenaufgang CC0 Musée Marmottan Monet at-wikimedia.commons
Eiffelturm CC0 pixabay
Musée d'Orsay CC0 pixabay
Montmartre Museum CCBYSA2.0 Pierre André Leclerq at-flickr
Passage des Panoramas CCBY2.0 Bobo Boom at-wikimedia.commons
Notre-Dame Westseite CC0 pixabay
Bourse de Commerce CCBY2.0 Jean-Pierre Dalbéra at-wikimedia.commons
Juweliergeschäft von Georges Fouquet CCBYSA3.0 O.Taris at-wikimedia.commons
Grand Palais Pont Alexandre III CCBYSA4.0 Eric Pihier at-wikimedia.commons
Creative-Commons-Lizenzen: CC BY (Namensnennung) CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)
Höhepunkte
- Kunsthistorische Leitung: Diane Ciesielski M.A., Geschäftsführerin der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V.
- Zentral gelegenes 3-Sterne-Stadthotel in der Nähe der Oper
- Auf den Spuren des Impressionismus im Musée Marmottan Monet und im Musée de Montmartre
- Besuch von zwei Renoir-Sonderausstellungen im Musée d'Orsay
- die gotische Kathedrale Notre-Dame nach der Restaurierung
- Das Erbe der Belle Époque: Grand Palais und Pont Alexandre III
- Jugendstil-Eleganz im Kaufhaus Galeries Lafayette und im Musée Carnavalet
- Spätwerke von Henri Matisse in einer hochkarätigen Werkschau
- Besuch der Collection Pinault in der Bourse de Commerce
- Abschiedsabendessen in einer stilvollen Jugendstil-Brasserie
Reiseverlauf
- Vom Rhein an die Seine
- Belle Époque und Impressionusmus
- Im Herzen der Stadt
- Matisse im Grand Palais und Heimreise
Service
ReiseverlaufLeistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen
Reisebeschreibung
Fachleitung
Diane Ciesielski M.A., Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V.Termine
- 05.05.2026 – 08.05.2026

