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Schätze NiederschlesiensEntdeckungen im Südwesten Polens
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Ausgehend von Ihrem Standorthotel in Niederschlesiens Hauptstadt Breslau besuchen Sie die Friedenskirchen von Schweidnitz und Jauer, folgen den Spuren der hl. Hedwig zum Kloster Trebnitz und besichtigen das märchenhafte Schloss Moschen. In Oppeln treffen Sie einen Vertreter der deutschsprachigen Gemeinschaft und auf Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal freut sich die Gutsbesitzerin auf Ihren Besuch.
Dank der guten Kontakte von Margrit Kempgen, die seit Jahrzehnten über die deutsch-polnische Grenze hinweg die Gemeinschaft der evangelischen Schlesier vertritt, bietet sich an vielen Orten die Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen, interessanten Gesprächen und spannenden Einblicken in Gegenwart und Vergangenheit.
1. Tag Köln – München – Breslau (Wrocław)
Linienflug mit Lufthansa von Köln über München nach Breslau (andere Abflughäfen auf Anfrage). Nach der Ankunft begrüßt Sie Margrit Kempgen und begleitet Sie auf dem Transfer zu Ihrem Hotel im Zentrum der Stadt. Zimmerbezug für 6 Übernachtungen. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel klingt der Tag aus.
2. Tag Breslau, die „Perle Schlesiens“
Bei einer Stadtrundfahrt erhalten Sie einen Eindruck davon, wie sich Breslau nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs und nach dem Ende des Sozialismus entwickelt hat. Mit der Jahrhunderthalle aus dem Jahr 1913 sehen Sie ein Meisterwerk moderner Architektur, das seit einigen Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Eines der neuen Wahrzeichen der Stadt ist das 2015 eröffnete Nationale Forum für Musik, der Sitz der Breslauer Philharmonie (Außenbesichtigungen).
Auf der Dom- und Sandinsel begann im 9. Jh. die Geschichte Breslaus. Weithin sichtbar prägen die zwei hohen Türme der Johannes dem Täufer geweihten Kathedrale die Silhouette der Stadt. Das imposante Gotteshaus gehört zu den schönsten gotischen Baudenkmälern. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich mit der unscheinbaren Kirche St. Ägiden, das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Von Licht durchflutet begrüßt Sie die Backsteinkirche Maria auf dem Sande. Auf den schlanken und hohen Säulen des Mittelschiffs ruht ein eindrucksvolles Sterngewölbe.
Nach einer individuellen Mittagspause erkunden Sie bei einem gemeinsamen Spaziergang das historische Zentrum von Breslau. Ausgangpunkt ist der Rynek, der glanzvoll restaurierte Ringplatz im Herzen der Stadt. Sie blicken auf die Fassaden stolzer Bürgerhäuser und sehen das Alte Rathaus mit seinen markanten Giebeln (Außenbesichtigung).
Danach besichtigen Sie die im Jahr 1702 vom habsburgischen Kaiser Leopold I. gestiftete und von Jesuiten gegründete Universität von Breslau. Zu den prachtvollsten Räumen der Hochschule gehören das barocke Oratorium Marianum und die Aula Leopoldina.
Zum Abendessen werden Sie in einem typischen Restaurant in der Breslauer Altstadt erwartet,
3. Tag Der schlesische Landrücken
Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist die Kleinstadt Trebnitz (Trzebnica), die im Katzengebirge im Norden von Breslau liegt. Die Keimzelle der Ortschaft bildete das ehemalige Zisterzienserinnenkloster. Die von Herzog Heinrich I. und seiner Gemahlin Hedwig von Andechs im 13. Jh. gestiftete Abtei war das erste Frauenkloster in Schlesien und wurde zur Grabstätte der 1267 heiliggesprochenen Herzogin. Heute gilt die hl. Hedwig als Schutzpatronin der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen. Sie besichtigen die ehemalige Klosterkirche, eine ursprünglich romanische Basilika, die im 18. Jh. barock umgestaltet wurde.
Anschließend fahren Sie weiter nach Militsch (Milicz). Erstmals erwähnt im Jahr 1136 entwickelte sich aus einer Burg eine Siedlung, in der seit dem 15. Jh. viele Bauern aus Schwaben angesiedelt wurden. In seiner Eigenschaft als König von Böhmen erlaubte Kaiser Joseph I. in Militsch den Bau einer von insgesamt sechs evangelischen Gnadenkirchen in Schlesien, die in den Jahren 1709 bis 1714 als Fachwerkbau errichtet wurde.
Nach der Besichtigung und einer individuellen Mittagspause führt Ihr Ausflug weiter in die Stadt Trachtenberg (Żmigród), die ebenfalls am Ufer der Bartsch (Barycz) liegt. Vom einstigen Schloss ist heute nur noch eine Ruine geblieben (Außenbesichtigung).
Die Stadt ist auch das Tor zum Bartschtal, einem Naturparadies von herausragender Schönheit. Es waren Zisterziensermönche, die für die Fischzucht seit dem 13. Jh. die größte Teichlandschaft Europas schufen. Bis heute ist der Karpfen Wahrzeichen und Spezialität der Region. Bei einer kurzen Wanderung erleben Sie die einmalige Landschaft aus Wäldern, Wiesen und Teichen, die Heimat und Rückzugsort für zahlreiche Pflanzen und Tiere wurde.
Rückfahrt nach Breslau und gemeinsames Abendessen im Hotel.
4. Tag Moschen (Mozna) und Oppeln (Opole)
Am Vormittag fahren Sie zum Schloss Moschen, das der Legende nach eine Gründung der Tempelritter gewesen sein soll. Das heutige Aussehen verdankt die Anlage dem Magnaten Hubert von Thiele-Winkler, dessen Familie im 19. Jh. zu Reichtum und Ansehen gelangte und die ursprünglich barocke Residenz im Stil des Historismus umbauen und erweitern ließ. Das Schloss soll 99 Türme und 365 Zimmer besitzen. Im Rahmen einer Führung sehen Sie die öffentlich zugänglichen Bereiche und hören von der wechselvollen Geschichte.
Weiterfahrt in die kleine Universitätsstadt Oppeln, die heute zusammen mit ihrem Umland das Zentrum der deutschsprachigen Minderheit in Schlesien bildet. Nach einer individuellen Mittagspause auf dem Rynek besuchen Sie die gotische Franziskanerkirche, In dem später barock umgestalteten Innenraum sehen Sie auch die Kapelle der hl. Anna die zu den ältesten Sakralbauten Schlesiens zählt und Grabmäler aus der Dynastie der Piasten beherbergt.
Gleich gegenüber liegt das Staatsarchiv, das die Erinnerung an die Geschichte und Kultur Schlesiens bewahrt. Zu seinen Sammlungen gehören auch zahlreiche alte Kirchenbücher, die einen wertvollen Schatz für die Ahnenforschung darstellen. Gerne geben Ihnen die Mitarbeiter einen Einblick in ihre Arbeit und Aufgaben.
Zum Abschluss treffen Sie einen Vertreter der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelener Schlesien. Die größte Organisation der deutschen Minderheit in ganz Polen setzt sich u. a. für die Aufrechterhaltung der Kultur und der deutschen Traditionen ein. Bei einem Gespräch erhalten Sie interessante Einblicke in die Geschichte Schlesiens, die politischen Aktivitäten und die aktuellen Entwicklungen.
Rückfahrt nach Breslau und gemeinsames Abendessen im Hotel.
5. Tag Evangelische Friedenskirchen
Im Mittelpunkt des heutigen Ausflugs stehen zwei Evangelische Friedenskirchen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde den Protestanten im damals erzkatholischen Schlesien der Bau von neuen Kirchen gestattet, allerdings mit Auflagen. Es durften nur von außen unscheinbare Gebäude aus Holz, Lehm und Stroh errichtet werden, ohne Kirchturm und in Kanonenschussweite zur Stadt. So entstanden die größten Fachwerkkirchen in Europa, deren kostbare Ausstattung vom unerschütterlichen Glauben ihrer Erbauer erzählen.
Zum Auftakt besichtigen Sie die Friedenskirche in Jauer (Jawor), die mehr als 5500 Gläubigen Platz bot. Die Malereien an den Emporen zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Wappen des regionalen Adels.
Im Anschluss werden Sie im gemütlich eingerichteten Café Augusta Victoria zu einem Mittagessen mit polnischen Spezialitäten erwartet.
Am Nachmittag fahren Sie weiter nach Schweidnitz (Świdnica) und unternehmen einen kurzen Spaziergang durch das historische Zentrum. Am Ringplatz sehen Sie das Rathaus sowie den Neptun- und den Atlasbrunnen. Eine der größten Kirchen Niederschlesiens ist die spätgotische Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel mit ihrem mehr als 100 m hohen Turm.
Höhepunkt ist die Besichtigung der inmitten eines romantischen Gartens liegende Friedenskirche. Zur evangelischen Gemeinde pflegt Margrit Kempgen eine langjährige und freundschaftliche Beziehung. So freut sich der Kantor der Gemeinde Dr. Marcin Bator, Sie persönlich zu begrüßen und Ihnen bei einem kleinen Konzert die barocke Orgel vorzuführen.
Nach der Rückfahrt nach Breslau gestalten Sie den Abend und das Abendessen in Eigenregie.
6. Tag Zu Gast im Hirschberger Tal
In kaum einer anderen Region in Europa finden sich auf engstem Raum so viele Schlösser und Gutshöfe wie im Hirschberger Tal am Fuße des Riesengebirges. Die liebliche Landschaft wurde im 18. und 19. Jh. zum bevorzugten Feriendomizil der preußischen Könige und des Hochadels.
Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist das Schloss Buchwald in Bukowiec. Friedrich Wilhelm von Reden, der im Jahr 1785 in den Besitz des Anwesens kam, ließ einen für Schlesien einmaligen Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens anlegen. Zu seinen Gästen zählten u. a. Johann Wolfgang von Goethe und Caspar David Friedrich. Nach einem Spaziergang durch den Park besuchen Sie eine sehenswerte Ausstellung in der heutigen „Künstlerscheune“.
Bei der Weiterfahrt durch Zillerthal-Erdmannsdorf (Mysłakowice) entdecken Sie ein kleines Stück Tirol mitten in Schlesien. Die im typisch alpenländischen Stil errichteten Häuser erinnern an die protestantischen Flüchtlinge, die ihre Heimat aus religiösen Gründen verließen und sich seit dem 19. Jh. hier ansiedelten. In einer Tiroler Gaststätte bietet sich die Gelegenheit zur individuellen Mittagspause.
Am Nachmittag werden Sie auf Schloss Lomnitz in Łomnica erwartet. Ab 1991 erwarb Ulrich von Küster den einstigen Familiensitz und begann mit einer umfangreichen Restaurierung der verfallenen Anlage. Mit viel Engagement entstand ein bemerkenswertes Ensemble, das neben einem Museum auch ein Schlosshotel und weitere Gebäude umfasst. Im Juli 2020 wurde ein historisches Bethaus eingeweiht, das nach Originalplänen rekonstruiert wurde. Nach den Besichtigungen begrüßt Sie Elisabeth von Küster bei einer Kaffeetafel mit Schlesischem Mohnstreusel.
Zurück in Breslau werden Sie in einem Restaurant in der Altstadt zu einem Abschiedsabendessen erwartet.
7. Tag Breslau – Köln
Nach einem gemütlichen Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen von Breslau, wo Margrit Kempgen sich von Ihnen verabschiedet. Rückflug über München nach Köln/Bonn.
Bildnachweis:
Schweidnitz Friedenskirche CCBYSA3.0 Jar.ciurus@wikimedia.commons
Breslau Jahrhunderthalle CCBYSA3.0 Jar.ciurus@wikimedia.commons
Breslau Dominsel CC0 pixabay
Breslau Rathaus CC0 pixabay
Trebnitz Basilika hl. Hedwig CCBYSA3.0 @wikimedia.commons
Militsch Gnadenkirche CCBYSA4.0 @wikimedia.commons
Bartschtal Teichlandschaft CCBYSA4.0 Mos810@wikimedia.commons
Schloss Moschen CCBYSA3.0 Bochnaank@wikimedia.commons
Jauer Friedenskirche CCBYSA3.0 Eyez4yu@wikimedia.commons
Schloss Lomnitz CCBYSA4.0 Dr. Bernd Gross@wikimedia.commons
Creative-Commons-Lizenzen: CC BY (Namensnennung) CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)
Höhepunkte
- Fachreiseleitung: Margrit Kempgen, Oberkirchenrätin i.R. und Leiterin der Geschäftsstelle Evangelisches Schlesien
- Modernes 4-Sterne-Hotel im Zentrum von Breslau nahe der Altstadt
- Die wunderschön restaurierte Altstadt von Breslau mit Dominsel, Rathaus und Ringplatz
- Auf den Spuren der hl. Hedwig in Trebnitz
- Teichlandschaften im Bartschtal, ein einmaliges Naturparadies
- Treffen mit einem Vertreter der deutschsprachigen Minderheit in Oppeln
- Prachvolle Fachwerk-Friedenskirchen, ein UNESCO-Weltkulturerbe
- Privates Orgelkonzert in der Friedenskirche von Schweidnitz
- Parks, Gärten und Schlösser im Hirschberger Tag
- Mittagessen mit polnischen Spezialitäten im Café Augusta Victoria in Jauer
- Schlesische Kaffeestafel auf Schloss Lomnitz mit Eigentümerin Elisabeth von Küster
Reiseverlauf
- Köln – München – Breslau (Wrocław)
- Breslau, die „Perle Schlesiens“
- Der schlesische Landrücken
- Moschen (Mozna) und Oppeln (Opole)
- Evangelische Friedenskirchen
- Zu Gast im Hirschberger Tal
- Breslau – Köln
Service
ReiseverlaufLeistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen
Reisebeschreibung
Fachleitung
Margrit Kempgen, Oberkirchenrätin i.R. Leiterin der Geschäftsstelle Evangelisches SchlesienUrsprünglich aus Westfalen stammend, begann Margrit Kempgen ihren beruflichen Lebensweg als Juristin in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Dieser Lebensweg führt sie und ihre Familie vor 30 Jahren nach Görlitz in den kirchlichen Dienst. Mit großer Freude hat sie seither ihre Kontakte nach Schlesien und Böhmen auf- und ausgebaut, und macht diese gerne für andere nutzbar. Durch ihre Unterstützung der Evangelischen Kulturstiftung Görlitz hat die Trägerin des Sächsischen Verdienstkreuzes dazu beigetragen, Brücken zwischen Polen und Deutschen, zwischen Katholiken und Protestanten sowie zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu bauen.
Termine
- 14.09.2026 – 20.09.2026

