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Kunst rund um den Gardasee

Zwischen Venetien und der Lombardei



Reisetermin: 04.09. - 11.09.2023
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Der Gardasee liegt an einer Stelle, die immer und in verschiedenster Weise ein Grenzland gewesen ist. Grenzland zwischen der alpinen Welt des Hochgebirges und den Ebenen des Alpenvorlandes, Grenzland zwischen germanischem und romanischem Siedlungsraum, Grenzland zwischen der Republik Venedig und dem Herzogtum Mailand.
Die Liste ließe sich fortsetzen. Dabei war der Gardasee auch immer Verkehrsweg und Lebensraum, der seinen Bewohnern ein reiches Auskommen bot. Nicht umsonst haben sich rund um den Gardasee eine Reihe von bedeutenden Siedlungen etabliert, die im Lauf der Geschichte zu großen Kunstzentren wurden; aber auch die ländliche, bäuerliche Kultur hat rund um den See berühmte Obst- und Weinbaugebiete sowie großartige Zeugnisse der Malerei und der Architektur hinterlassen.
Adel und hoher Klerus schufen glanzvolle Residenzen und ab dem 19. Jahrhundert wird der Gardasee zu einem der beliebtesten Feriengebiete überhaupt, das besonders bei Menschen aus dem deutschsprachigen Raum durch seine wundervolle Mischung aus alpenländischer Gemütlichkeit und italienischem dolce vita immer zu den Sehnsuchtszielen gehörte.


1. Tag Reise an den Gardasee

Am Vormittag individuelle Anreise nach München. Von vielen deutschen Städten gibt es bequeme Bahnverbindungen, gerne beraten wir Sie über passende Möglichkeiten. Um 13 Uhr erwarten Sie Ihr Reiseleiter und ein komfortabler Reisebus am Hauptbahnhof von München zur Abreise nach Italien.
Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch die Alpen erreichen Sie am frühen Abend den ersten Standort Ihrer Reise, Desenzano del Garda.
Mit einem gemeinsamen Abendessen klingt der erste Tag Ihrer Reise aus.

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2. Tag Verona, Stadt an der Etsch

Der ganze Tag gehört heute Verona: Malerisch am Fuße der Voralpen gelegen, prägt die reiche, 2000 Jahre alte Vergangenheit auch heute noch das eindrucksvolle Stadtbild.
Bereits in vorchristlicher Zeit gegründet, dann römische Kolonie und nach vielen weiteren Herrschaftswechseln zuletzt österreichisches Territorium, fiel die Stadt erst im 19. Jh. an das italienische Königreich. Zeitzeugen dieser vergangenen Kulturen sind die heute noch sehr gut erhaltenen archäologischen Funde und Gebäude aus Antike und Mittelalter.
Auch konnte die Stadt ihre zahlreichen Kunstdenkmäler verschiedenster Epochen in höchster Qualität erhalten. So wundert es nicht, dass Veronas Altstadt zum UNESCO-Welterbe zählt. Sie beginnen mit einer Besichtigung der imposanten Arena und dem wundervollen mittelalterlichen Stadtensemble.
Die berühmte Arena von Verona beeindruckt durch ihre unglaubliche Akustik, die bis heute nicht elektronisch verstärkt wird! Ursprünglich als Austragungsort von Gladiatorenspielen errichtet, ist sie heute das weltweit besterhaltene römische Amphitheater und bietet Platz für 22 000 Zuschauer.
Sie widmen sich nun herausragenden Scaliger-Gräbern: Neben der kleinen Kirche Santa Maria Antica liegt der Scaliger-Friedhof, dessen kunstvolle schmiedeeisernen Gitter die prachtvollen Sarkophage der ehemaligen Stadtherren Veronas einrahmen.
Die Reiterstatue von Cangrande I. della Scala, dem vierten Herrscher aus dem Adelsgeschlecht der Scaliger, wurde zum Schutz ihrer Erhaltung in das Castel Vecchio verlegt, dessen hervorragendes Museum Sie ebenfalls besuchen.
Kunsthistorisch interessant ist die Besichtigung einer der schönsten romanischen Basiliken des Landes – die Kirche des San Zeno, achter Bischof von Verona und Schutzpatron der Stadt.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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3. Tag Antike und frühes Mittelalter am Gardasee

Unweit des Gardasees liegt mitten im Weinanbaugebiet Valpolicella der Ort San Ambrogio di Valpolicella mit der romanischen Pfarrkirche Pieve di San Giorgio und ihrem kleinen Museum; hier befinden sich noch einige Bauteile aus langobardischer Zeit.
Historische Artefakte, antike Skulpturen sowie eine Sammlung volkskundlicher Exponate aus der Region zählen ebenfalls zu den besonderen Ausstellungsstücken des Museums im Pfarrgebäude, dessen Grundmauern auf den Überresten eines römischen Tempels errichtet wurden.
Bardolino am Gardasee birgt sehr unbekannte Schätze, zum Beispiel die romanisch-lombardische Kirche San Severo mit einer langobardischen Krypta und großflächigen Fresken von erstaunlicher Farbintensität. Die in ihrer ursprünglichen Form fast vollständig erhaltene Kirche San Zeno stammt aus karolingischer Zeit. Ihr Freskenschmuck aus dem 12. Jh. ist größtenteils erhalten, und sie gilt heute als eines der wenigen Beispiele karolingischer Architektur in Norditalien.
Bei gutem Wetter ist eine kleine Bootsfahrt auf dem See vorgesehen.
Sirmione galt bereits in der Antike als Kurort. Die Römer entdeckten neben der Halbinsel die schwefelhaltige Boiola-Quelle im Gardasee und nutzten die heilenden Kräfte des angereicherten warmen Wassers. Steinerne Zeugen aus dieser Zeit sind die Grotten des Catull, die Ruinen der Villa des römischen Dichters Catull aus dem 2. Jh. In diesem einstigen römischen Anwesen sind die Überreste herrlicher Fresken und prachtvoller Mosaike besonders beeindruckend.
Falls geöffnet, ist der Besuch der kleinen romanischen Kirche San Pietro in Mavino geplant.
Rückkehr ins Hotel und gemeinsames Abendessen.

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4. Tag Stern der Renaissance: Mantua

Einziger Ausfluss des Gardasees ist der Mincio, dessen Seenplatte die einzigartige landschaftliche Einbettung der ehemaligen Residenz der Gonzaga bestimmt.
Das mächtige Adelsgeschlecht der Herzöge von Mantua regierte die Renaissance-Stadt fast vier Jahrhunderte lang, und auch heute noch zeugen zahlreiche Spuren von der reichen Vergangenheit. Aufgrund ihrer architektonischen Bedeutung zählt Mantuas Altstadt zum UNESCO-Welterbe.
Dreh- und Angelpunkt der heutigen Besichtigungen sind zwei außergewöhnliche Museen: Einer der bedeutendsten Architekten seiner Zeit, Giulio Romano, entwarf den Palazzo del Tè, das einstige Lustschlösschen der Gonzaga auf der Isola del Tè. Hier beeindrucken neben dem äußerst dekorativen Interieur auch die aberwitzigen Darstellungen in den Fresken von Giulio Romano. Im grandiosen Komplex des Herzogspalastes Palazzo Ducale sollten die hervorragenden Fresken des italienischen Malers Andrea Mantegna die Herrlichkeit der Herzöge widerspiegeln. In der Camera degli Sposi, dem Hochzeitszimmer, sehen Sie seine familiär-intimen Malereien.
Dazwischen liegt die Stadt, die mit ihren Bauten, Plätzen und Wasserwegen eine ideale Kulisse der Prachtentfaltung des Herzogshauses der Gonzaga in der Renaissance war. Besonders beeindruckt Mantuas Stadtbild mit einer perfekten Komposition von bedeutenden Sehenswürdigkeiten, imposanten Bauwerken und idyllischen Parklandschaften.
Sie beenden diesen interessanten Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.

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5. Tag Schwierige Vergangenheit am Westufer des Gardasees

Die römische Villa von Desenzano war vor fast 100 Jahren einer der archäologischen Sensationsfunde am Gardasee. Im Jahr 1921 entdeckte man hier eines der bedeutendsten altertümlichen Beispiele spätantiker Villen mit eindrucksvollen Mosaikarbeiten, u. a. Jagdszenen und Darstellungen aus der Mythologie.
In Maderno befindet sich mit der Kirche Sant‘Andrea eines der besten Beispiele für romanische Landkirchen im lombardischen Stil. Herrliche Portalskulpturen und Wandmalereien zieren das Gebäude aus dem 12. Jh.
Das Vittoriale degli Italiani von Gabriele d’Annunzio in Gardone Riviera ist eine der am meisten durch Nationalismus und Faschismus belasteten Sehenswürdigkeiten Italiens. Die ursprüngliche Villa Cargnacco wurde nach dem Ersten Weltkrieg von der italienischen Regierung konfisziert. Der Dichter und Patriot d’Annunzio kaufte sie im Jahr 1921 und gestaltete aus seinem „Königreich der Erinnerungen“ ein eklektisches Museumsanwesen, das er schließlich „Siegesdenkmal der Italiener“ nannte.
Um wieviel freundlicher präsentiert sich da am gleichen Ort der botanische Garten der Stiftung André Hellers, der vom Künstler zu einem Zentrum des ökologischen Bewusstseins umgewandelt wurde. Den Besucher erwartet eine besondere Reise in ein Reich der Sinne, in dem der Poet und Chansonnier auf unerwartete Weise Kunst und Natur in Szene gesetzt hat.
In Salò, wo Mussolinis Herrschaft und Leben ihr unrühmliches Ende fanden, überrascht der Dom als eine der wichtigsten Sammlungen religiöser Kunst am Gardasee. Das Äußere von Santa Maria Annunziata, dem einzigen Dom am Gardasee, ist mit der unvollendeten Fassade eher schlicht gehalten und lässt das prachtvolle Interieur mit einem reich besetzten Altar und wertvollen Ölgemälden nicht erahnen.
Nach diesem ereignisreichen Tag kehren Sie in Ihr Hotel zurück und genießen das gemeinsame Abendessen.

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6. Tag Brescia – das Multitalent

Brescia wird von vielen Reisenden immer noch links liegen gelassen, obwohl man hier auf eine erfrischende Verbindung von Monumenten aus Antike, Völkerwanderungszeit, Mittelalter und Renaissance trifft.
Die reizvoll gelegene Provinzhauptstadt präsentiert stolz ihr geschichtliches Erbe – bestehend aus Architektur, Baukunst und Kulturdenkmälern der letzten 2000 Jahre – wie in einem Lehrbuch.
Die beiden Domkirchen und der Museumskomplex San Salvatore – Santa Giulia mit ihren langobardischen Funden (UNESCO Weltkulturerbe) sind die wichtigsten Besichtigungspunkte. Das einst klösterliche Ensemble und heutige Museum beeindruckt durch die außergewöhnliche Architektur der zahlreichen Gebäude, deren Entstehung bis in die römische Zeit zurück reicht. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 753 vom Langobardenkönig Desiderius auf den Resten römischer Stadthäuser.
Das Stadtbild prägen auch Bauten aus der Römerzeit, wie der kapitolinische Tempel und das Theater. An der Piazza del Foro, einem der ältesten Plätze Brescias und früherem Mittelpunkt des gesellschaftlichen sowie des sozialen Lebens, befinden sich die Überreste des Tempels und des römischen Theaters aus dem 1. Jh., das 15 000 Zuschauern Platz bot.
Rückkehr zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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7. Tag Das Ostufer entlang nach Trient

Der Abschied vom Gardasee erfolgt mit einer wunderbaren Fahrt entlang der Ostküste.
Das malerisch am Fuße des Monte Baldo gelegene Malcesine besticht durch sein außergewöhnlich schönes Gesamtbild: Die imposante Scaliger-Burg thront über dem historischen Stadtkern und dem alten Hafen.
Nach einem kurzen Halt geht es weiter zur nächsten Etappe Ihrer Reise, Trient.
In Trient werden im Dom Erinnerungen an die Machtentfaltung der Fürstbischöfe und an das Konzil wach, wobei die Besichtigung des Castello Buonconsiglio mit seinen höfischen Fresken im Adlerturm ein ganz besonderes kunsthistorisches Highlight parat hält.
Der Besuch des Torre dell‘Aquila (Adlerturm) ist heute sicher der Höhepunkt des Tages. Die Wände des Hauptsaals sind mit einem Meisterwerk, dem berühmten „Kalenderzyklus“ („Ciclo dei Mesi“) geschmückt. Die kostbaren Fresken zeigen absolut detailgenau den Wandel der Jahreszeiten und das damit verbundene soziale Leben im Trentino Ende des 14. Jh.
In der Kathedrale San Vigilio – dem Dom zu Trient – die Fürstbischof Ulrich II. im 11. Jh. auf den Überresten eines Tempels zu Ehren des Schutzheiligen San Vigilio erbauen ließ, wurden im 16. Jh. in feierlichen Versammlungen die Dekrete des Konzils von Trient erlassen.
Einst Sitz der Fürstbischöfe aus dem 13. Jh. – heute ein Kunstmuseum – stellt das Castello Buonconsiglio das bedeutendste Burgensemble der Region dar. Die zugehörigen Gebäude aus verschiedenen Stilepochen befinden sich innerhalb einer imposanten Schlossmauer aus dem 16. Jh.
Check-in zur letzten Übernachtung der Reise im Hotel in Trient. Am Abend klingt Ihre Reise mit einem gemeinsamen Abschiedsabendessen in einem Restaurant aus. Genießen Sie noch einmal die italienische Gastlichkeit und lassen Sie die vielen Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren.

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8. Tag Heimreise

Gleich außerhalb von Trient liegt in dem Ort Civezzano die Pfarrkirche Santa Maria Assunta, einer der bedeutendsten Sakralbauten des Trentin.
Der Monumentalbau aus dem 16. Jh., der die Piazza überragt, wurde auf den Fundamenten früherer romanischer Kirchen errichtet. Die eindrucksvolle Orgel wurde im 18. Jh. vom Orgelbauer Bonatti umgebaut und erweitert.
Von hier aus Weiterfahrt nach München, wo der Reisebus gegen 15:00 Uhr eintreffen wird. Von dort individuelle Weiterfahrt zu Ihren Heimatorten.

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Bildnachweis:

Malcesine CC0 pixabay
Gardasee Panorama CC0 Pixabay
Geflügelter Löwe in Verona CC0 Pixabay
Arena von Verona CC0 pixabay
San Severo in Bardolino CC BY 3.0 Wikimedia Commons
Burg von Sirmione CC0 Pixabay
Deckenfresko im Palazzo del Tè in Mantua CC0 Pixabay
Eingangsportal zum Vittoriale degli Italiani CC0 Pixabay
Buddha Statue im André Heller Garten CC0 Pixabay
Kapitolinischer Tempel von Brescia CC0 Pixabay
Malcesine CC0 Pixabay
Castello Buonconsiglio in Trient CC0 Pixabay
Dom zu Trient CC0 Pixabay

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Christoph Höllger, Historiker
  • 4-Sterne-Hotels in Desenzano und Trient
  • UNESCO-Welterbe: Altstadt von Verona
  • Mantua – Stern der Renaissance
  • Archäologischer Sensationsfund: Die römische Villa von Desenzano
  • Das eklektische Museumsanwesen Vittoriale degli Italiani in Gardone Riviera
  • André Hellers Botanischer Garten als Zentrum ökologischen Bewusstseins
  • Brescia – geschichtliches Erbe aus 2000 Jahren
  • Kunsthistorisches Highlight: Die kostbaren Fresken im Adlertum des Castello Buonconsiglio in Trient
  • Die Kathedrale San Vigilio – Schauplatz des Konzils von Trient

Malcesine CC0 pixabay
Gardasee Panorama CC0 Pixabay
Geflügelter Löwe in Verona CC0 Pixabay
Arena von Verona CC0 pixabay
San Severo in Bardolino CC BY 3.0 Wikimedia Commons
Burg von Sirmione CC0 Pixabay

Reiseverlauf

  1. Reise an den Gardasee
  2. Verona, Stadt an der Etsch
  3. Antike und frühes Mittelalter am Gardasee
  4. Stern der Renaissance: Mantua
  5. Schwierige Vergangenheit am Westufer des Gardasees
  6. Brescia – das Multitalent
  7. Das Ostufer entlang nach Trient
  8. Heimreise


Deckenfresko im Palazzo del Tè in Mantua CC0 Pixabay
Eingangsportal zum Vittoriale degli Italiani CC0 Pixabay
Buddha Statue im André Heller Garten CC0 Pixabay
Kapitolinischer Tempel von Brescia CC0 Pixabay
Malcesine CC0 Pixabay
Castello Buonconsiglio in Trient CC0 Pixabay
Dom zu Trient CC0 Pixabay

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Fachleitung

Dr. Christoph Höllger, Historiker

Termine

  • 04.09.2023 – 11.09.2023

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