Tel. 0221-801952-0 | Mo. - Fr. 9:00 - 17:00 Uhr | Kontakt

Reisefinder - Glaskunst in Frankreich - A_FRGZDVW23

Conti-Reisen / Reisefinder / Busrundreisen / Europa / Frankreich / Glaskunst in Frankreich - A_FRGZDVW23

Reisen-finden Erweiterte Suche VolltextsucheReisekalender


Glaskunst in Frankreich

Eine Zeitreise vom Mittelalter in die Moderne

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 25.06. - 01.07.2023
Jetzt anmelden

Seit Jahrhunderten schmücken sich Kirchen und Kathedralen mit kunstvollen Glasfenstern. Doch erst mit der Entwicklung der gotischen Architektur gelangte das Handwerk der Glasmacher zu einer ungeahnten Blüte und künstlerischen Vielfalt. In leuchtenden Farben verkünden die Buntglasfenster des Mittelalters die Botschaft der Bibel und berichten gleichzeitig anschaulich vom Alltag der Menschen.
Die Faszination dieser einmaligen Kunst ist bis heute ungebrochen. Moderne und zeitgenössische Künstler wie Marc Chagall, Udo Zembok oder Imi Knoebel interpretieren die Glasmalerei neu und setzen die alten Traditionen fort. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche neue Kunstwerke entstanden, die berühmte Kathedralen, stille Klöster und schlichte Dorfkirchen in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Begleiten Sie die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth auf eine spannende Entdeckungsreise zu den Höhepunkten der historischen und zeitgenössischen Glaskunst!


1. Tag Von Köln in die Krönungsstadt Reims

Am Morgen Abfahrt im modernen Fernreisebus in Köln (Vorübernachtung in Köln auf Anfrage). Durch Belgien und die französischen Ardennen erreichen Sie Reims, die Hauptstadt der Champagne.
Nach einer individuellen Mittagspause besichtigen Sie zum Auftakt die gotische Krönungskathedrale Norte-Dame, die einen spannenden Einblick in die Geschichte des französischen Königtums bietet. In der Achsenkapelle des Chors entdecken Sie drei leuchtend blaue Glasfenster, die Marc Chagall im Jahr 1974 für die Kirche entworfen hat. Dazu im Kontrast stehen die abstrakten Glasfenster des Düsseldorfer Künstlers Imi Knoebel. Beeindruckend sind auch seine „Fenster der Versöhnung“ in der Jeanne d’Arc-Kapelle, die im Jahr 2015 eingeweiht wurden.
Anschließend besuchen Sie die Chapelle Saint-Joseph, die zu einer von Jesuiten im 19. Jh. gegründeten Schule gehört. Im Rahmen einer Restaurierung erhielt der Kirchenbau im Jahr 2014 einen fantastischen Zyklus aus 19 zeitgenössischen Glasfenstern, die der französische Künstler Jean-Paul Agosti entwarf. Lassen Sie sich von den abstrakten Darstellungen und den herrlichen Farben begeistern!
Kurze Fahrt zum Hotel im Stadtzentrum und Zimmerbezug für 1 Übernachtung. Mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant klingt der Tag aus.

nach oben

2. Tag Troyes, Hauptstadt der Buntglasfenster

Bevor Sie Ihre Reise fortsetzen, besuchen Sie am Vormittag das Atelier Simon-Marq, eine der weltweit renommiertesten Werkstätten für die Herstellung und Restaurierung von Buntglasfenstern. Hier wurden auch viele der berühmten Fenster von Marc Chagall, Joan Miró und anderen zeitgenössischen Künstlern gefertigt. Bei einem exklusiven Rundgang durch das in einer ehemaligen Kirche untergebrachte Atelier erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Glaskunst im Laufe der Jahrhunderte.
Zahlreiche Fachwerkbauten und verwinkelte Gassen charakterisieren die malerische Altstadt von Troyes. Im Zentrum erhebt sich die gotische Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul, deren Ursprünge sich bis ins 5. Jh. zurückverfolgen lassen. Mehr als 180 historische Glasfenster aus dem 13. – 19. Jh. schmücken das mittelalterliche Gotteshaus.
Ein weiteres Meisterwerk der Hochgotik ist die ehemalige Stiftskirche Saint-Urbain. Als der Schustersohn Jacques Pantaléon im Jahr 1261 als Urban IV. zum Papst gewählt wurde, ließ er an der Stelle der Werkstatt seines Vaters diese Kirche errichten. Die ältesten Glasfenster aus dem 13. Jh. befinden sich im Chor und zeigen Szenen aus der Passion Christi.
Nach langjähriger Restaurierung wird im Frühjahr 2022 die Cite du Vitrail neu eröffnet. Auf einer Fläche von fast 3000 qm dokumentiert das Museum die überragende Bedeutung der Glasmalerei für die Stadt und das Departement Aube. In keiner anderen Region Frankreichs gibt es eine vergleichbare Fülle qualitativ hochwertiger Fensterkunst. Stolz auf diese Tradition bezeichnet sich Troyes daher als „Europas Hauptstadt der Buntglasfenster.“
Zimmerbezug für 2 Übernachtungen und Abendessen im Hotel.

nach oben

3. Tag Moderne Glaskunst im Tal der Seine

Erstes Ziel Ihres heutigen Ausflugs ist das Städtchen Romilly-sur-Seine. In der Kirche Saint-Martin entdecken Sie 14 zeitgenössische Glasfenster, die in den Jahren 2012 – 2017 von Joël Mône geschaffen wurden. Unter dem Thema „Wasser und Licht“ entwarf der in Lyon arbeitende Künstler und Glasmacher einen schillernden Regenbogen von Farben.
Danach besichtigen Sie die Kirche Saint-Laurent im Nachbarort Nogent-sur-Seine. Zu den ältesten Teilen des Gotteshauses gehört der Chor, der aus der ersten Hälfte des 15. Jh.s stammt. Hier erstrahlen seit 2018 drei neue Fenster der Künstlerin Fabienne Verdier. Mit Respekt für die künstlerischen Traditionen des 16. Jh.s kreierte sie eine Komposition, die ausschließlich aus den Farben silbergrau und gelb besteht.
Die Mittagspause verbringen Sie in der mittelalterlichen Festungsstadt Provins, die seit 2001 zum UNSECO-Weltkulturerbe zählt. Die Altstadt ist von einer imposanten und bis heute weitgehend erhaltenen Stadtmauer umgeben. Eines der ältesten Gebäude von Provins ist die Prieuré de Saint-Ayoul, eine ehemalige Benediktiner-Abtei aus dem 11. Jh. Vor wenigen Jahren hat der deutsch-französische Künstler Udo Zembok eine Reihe farbiger Glasfenster entworfen, die eine harmonische Verbindung mit der mittelalterlichen Architektur eingehen.
Zum Abschluss des Tages besuchen Sie die Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul in Villenauxe-la-Grande. Nachdem die Originalkirchenfenster im 2. Weltkrieg durch Bombardierungen zerstört und in den 1950er-Jahren notdüftig ersetzt wurden, bekam die Kirche im Rahmen einer umfangreichen Restaurierung im Jahr 2005 eine komplett neue Verglasung mit 24 zeitgenössischen Glasfenstern. Die Gestaltung der im Atelier Simon-Marq gefertigten Fenster übernahm der englische Künstler David Tremlett.
Rückfahrt nach Troyes und Abendessen im Hotel.

nach oben

4. Tag Von der Seine an die Loire

Auf dem Weg nach Burgund halten Sie am Vormittag in dem kleinen Dorf Eaux-Puiseaux. Inspiriert von der Landschaft hat die in Troyes arbeitende Glaskünstlerin Flavie Vincent-Petit für die Kirche ein Bildprogramm geschaffen, das sich mit dem Ursprung der Welt beschäftigt. In Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern entstand so ein einmaliges Gemeinschaftswerk.
Am späten Vormittag erreichen Sie die am Ufer der Yonne liegende Stadt Auxerre. Weithin sichtbar dominiert die mittelalterliche Kathedrale Saint-Étienne die Silhouette des Ortes. Begonnen im Jahr 1215 ist die dem hl. Stephan geweihte Kirche ein Hauptwerk der burgundischen Gotik. Bei Ihrer Besichtigung sehen Sie auch zahlreiche Glasfenster, die ältesten stammen bereits aus der ersten Hälfte des 13. Jh.s.
Nach einer individuellen Mittagspause fahren Sie weiter nach Charité-sur-Loire. Als wichtige Etappe auf den Pilgerwegen nach Santiago de Compostela gehört die Stadt seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Prioratskirche Notre-Dame und die alten Klostergebäude sind Meisterwerke der cluniazensischen Architektur und erzählen anschaulich aus der Blütezeit im Mittelalter. Für den Kapitelsaal schuf der in New York lebende Künstler Christopher Wool im Jahr 2012 ein stimmungsvolles Ensemble zeitgenössischer Glasmalerei.
Weiterfahrt nach Nevers und Zimmerbezug für 1 Übernachtung. Gemeinsames Abendessen im Restaurant.

nach oben

5. Tag Im Herzen Frankreichs

Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Nevers besuchen Sie die Kathedrale Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte, die sich weithin sichtbar an der höchsten Stelle im Zentrum der Altstadt befindet. Schon vor fast 50 Jahren begann die Ausgestaltung der Kathedrale mit 130 zeitgenössischen Glasfenstern. Namhate Künstler wie Jean-Michel Alberola, Raoul Ubac Gottfried Honegger, François Rouan und Claude Viallat schufen ein in Europa einmaliges Ensemble, das zu einem imposanten „Schaufenster moderner Glasmalerei“ wurde.
Nächstes Ziel Ihrer heutigen Etappe ist Bourges, die alte Hauptstadt des Herzogtums Berry. Zu den bekanntesten Kulturschätzen zählt die Kathedrale Saint-Étienne. Der mittelalterliche Kirchenbau ist ein Meisterwerk der Hochgotik und zeichnet sich durch seine harmonischen Proportionen aus. Eines der bekanntesten der vielen historischen Fenster ist das Verkündigungsfenster aus dem 15. Jh.
Vorbei an Orléans fahren Sie am Nachmittag nach Évry-Courcouronne, eine moderne Vorstadt im Süden von Paris. Dort besichtigen Sie die in den Jahren 1991 –1995 nach Plänen des Schweizer Architekten Mario Botta erbaute Kathedrale der Auferstehung. Auf dem Dach der kreisrunden Bischofskirche wachsen 24 Lindenbäume. Die Glasfenster mit abstrakten Darstellungen der 12 Apostel sind ein Werk des koreanischen Künstlers und Dominikanerpaters Kim En Joong.
Weiterfahrt nach Le-Meé-sur-Seine bei Melun und Zimmerbezug für 2 Übernachtungen. Mit einem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag aus.

nach oben

6. Tag Die Kathedrale von Chartres

Durch die unendlich scheinenden Felder der Beauce, der Kornkammer Frankreichs, fahren Sie am Vormittag nach Chartres. Wie die Menschen im Mittelalter erkennen Sie bereits aus großer Entfernung die gotische Kathedrale Notre-Dame, deren Umriss die Silhouette der Stadt weithin sichtbar beherrscht.
Nach einem verheerenden Brand entstand in nur wenigen Jahren zwischen 1195 und 1220 ein Meisterwerk der gotischen Architektur, das zum Vorbild für viele weitere Kirchenbauten in ganz Europa wurde. Ein besonders schönes Beispiel romanisch-frühgotischer Bildhauerkunst ist das mit Skulpturen geschmückte Königsportal an der Westfassade.
Bei einer ausführlichen Besichtigung des Kirchenraums bewundern Sie die fast vollständig erhaltenen Buntglasfenster. Die ältesten Fenster an der Westseite stammen bereits aus dem 12. Jh. und sind für ihr ungewöhnliches Blau berühmt geworden.
Einen spannenden Kontrast zur mittelalterlichen Glaskunst bildet die „Lichtwand“ von Udo Zembok in der Krypta. Darüber hinaus sollen auch der Kapitelsaal und die Schatzkammer eine neue, zeitgenössische Verglasung bekommen. (Die Fertigstellung dieser Kunstwerke ist zum Zeitpunkt Ihrer Reise noch nicht gesichert.)
Am Nachmittag besuchen Sie das Centre international du Vitrail. Neben einer sehenswerten Dauerausstellung mit Originalscheiben aus der Renaissance widmet sich das Museum in wechselnden Ausstellungen den Werken zeitgenössischer Künstler. Nach Ihrem Rundgang bleibt noch etwas Zeit für individuelle Entdeckungen in Chartres.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen. Lassen Sie am letzten Abend Ihrer Reise die vielen Eindrücke bei einem schönen Glas Wein Revue passieren!

nach oben

7. Tag Von der Seine zurück an den Rhein

Nach dem Frühstück kurze Fahrt nach Varennes-Jarcy und Besuch der kleinen Kirche Saint-Sulpice. Die in Paris lebende und arbeitende Künstlerin Carole Benzaken hat hier eine Serie von 10 Glasfenstern geschaffen, deren florale Komposition das schlichte Gotteshaus mit Farben, Form und Licht erfüllt.
Nächstes Ziel Ihrer letzten Etappe ist das Städtchen Le Raincy im Osten der französischen Hauptstadt. Die von dem Architekten Auguste Perret im Jahr 1923 entworfene Kirche Notre-Dame ist eine eigenwillige Konstruktion aus Stahlbeton und Glas. Die nichttragenden Wände bestehen vollständig aus farbig verglasten Betonformsteinen, die von der Glaskünstlerin Marguerite Huré gestaltet wurden.
Am späten Vormittag beginnt Ihre Heimreise zurück ins Rheinland. Vorbei an Lille und Lüttich erreichen Sie am Abend Köln.

nach oben


Bildnachweis:

Fensterrose in Reims CCBYSA2.0 Patrick at-flickr
Kathedrale in Reims: Fenster der Versöhnung Rob Oo at-wikimedia.commons
Troyes CC0 KBWEi at-wikimedia.commons
Glasfenster in Saint-Urbain CC0 Vassil at-wikimedia.commons
Saint-Martin CCBY4.0 Ville Romilly-sur-Seine at-wikimedia.commons
Prieuré de Saint-Ayoul CCBYSA4.0 Udozembock at-wikimedia.commons
Auxerre CCBYSA4.0 Zairon at-wikimedia.commons
Saint-Etienne in Bourges CCBY sybarite48 at-flickr
Kathedrale von Évry CCBYSA2.0 tongeron91 at-flickr
Glasfenster in Chartres CCBY2.0 Francisco Gonzales at-flickr
Notre-Dame in Le Raincy CCBYSA3.0 PMRMaeyaert at-wikimedia.commons

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin und Expertin für Glasmalerei
  • Historische Glasfenster in den gotischen Kathedralen Nordfrankreichs
  • Marc Chagall und Imi Knoebel in der Krönungskathedrale von Reims
  • Besuch der Glaswerkstätten des renommierten Ateliers Simon-Marq in Reims
  • Das neu eröffnete Museum Cité du Vitrail in Troyes
  • Moderne Glaskunst in beschaulichen Dorfkirchen im Tal der Seine
  • Kathedrale von Nevers: „Schaufenster moderner Glasmalerei“
  • Ein Meisterwerk des zeitgenössischen Kirchenbaus in Évry-Courcouronne
  • Die schönsten Buntglasfenster des Mittelalters in der Kathedrale von Chartres

Fensterrose in Reims CCBYSA2.0 Patrick at-flickr
Kathedrale in Reims: Fenster der Versöhnung Rob Oo at-wikimedia.commons
Troyes CC0 KBWEi at-wikimedia.commons
Glasfenster in Saint-Urbain CC0 Vassil at-wikimedia.commons
Saint-Martin CCBY4.0 Ville Romilly-sur-Seine at-wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Von Köln in die Krönungsstadt Reims
  2. Troyes, Hauptstadt der Buntglasfenster
  3. Moderne Glaskunst im Tal der Seine
  4. Von der Seine an die Loire
  5. Im Herzen Frankreichs
  6. Die Kathedrale von Chartres
  7. Von der Seine zurück an den Rhein


Prieuré de Saint-Ayoul CCBYSA4.0 Udozembock at-wikimedia.commons
Auxerre CCBYSA4.0 Zairon at-wikimedia.commons
Saint-Etienne in Bourges CCBY sybarite48 at-flickr
Kathedrale von Évry CCBYSA2.0 tongeron91 at-flickr
Glasfenster in Chartres CCBY2.0 Francisco Gonzales at-flickr
Notre-Dame in Le Raincy CCBYSA3.0 PMRMaeyaert at-wikimedia.commons

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin

Dr. Elisabeth Peters studierte Kunstgeschichte, klassische Archäologie und französische Literatur in Bonn und Berlin. Seitdem ist sie freiberuflich im Bereich der Kunstinventarisierung für verschiedene deutsche Bistümer tätig. Die moderne Sakralkunst entwickelte sich zu ihrem Forschungsschwerpunkt. Der Glasmalerei und der Textilkunst gilt dabei ihr besonderes Interesse. Gewissermaßen als Ausgleich zu dieser einsamen Inventarisierungstätigkeit in stillen Kirchen liebt sie als Reiseleiterin den Austausch über Kunst, wenn sie Menschen vor allem nach Italien und Frankreich begleitet.

Termine

  • 25.06.2023 – 01.07.2023

nach oben