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Kalabrien und die Basilikata

Italiens unbekannter und faszinierender Süden



Reisetermin: 03.10. - 10.10.2022
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Kalabrien und die Basilikata gehören nach wie vor zu den unterentwickelten Regionen des Landes. Fernab vom Massentourismus hat sich hier noch ein Stück Italien erhalten, in dem Ursprung und Tradition noch lebendig sind.
Dabei haben diese Regionen so unendlich viel Potential: malerische Hochgebirgslandschaften wechseln sich ab mit wundervollen Küstenstreifen und obwohl das Gebiet niemals als ein Machtzentrum in die Geschichte eingegangen ist, sondern immer fremdbestimmt war, blicken die Basilikata und Kalabrien auf eine vielfältige Geschichte zurück und besitzen schier unermessliche Kunstschätze.
Die Beeinflussung Italiens durch Griechenland in der Antike und der Byzantiner im Mittelalter ist archäologisch hervorragend dokumentiert: grandiose Normannendome warten darauf, entdeckt zu werden, Staufer und das Haus Anjou prägten in ihrer Regentschaft die Region. Danach litt das Land während der Herrschaft Spaniens unter jahrhundertelangem Stillstand.
Kommen Sie mit in ein Land, das während der Diktatur im 20. Jh. Hauptverbannungsgebiet war, das wie kaum ein anderes in Italien unverbrauchte Natur anzubieten hat, und das – zu Unrecht – heute zum Teil immer noch als „wild und unzivilisiert“ beschrieben wird.


1. Tag Frankfurt – München – Pizzo

Am Vormittag individuelle Anreise zum Flughafen Frankfurt. Von vielen deutschen Städten gibt es bequeme Bahnverbindungen. Gerne beraten wir Sie über passende Anreisemöglichkeiten. Flug von Frankfurt über München nach Lamezia Terme (andere Abflughäfen auf Anfrage).
Begrüßung durch Dr. Christoph Höllger am Flughafen und Fahrt südwärts in das auf einem steilen Klippengebirge liegende kalabrische Pizzo.
Auf einem Bergrücken beziehen Sie Ihr 4-Sterne-Hotel mit herrlichem Blick über den Golf von Sant’Eufemia für die nächsten 3 Übernachtungen. Das ehemalige Landhaus bietet Ihnen einen Außenpool und einen mediterranen Garten. Im Restaurant werden regionale Gerichte serviert.
Stimmen Sie sich bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel auf die kommenden Reisetage ein.

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2. Tag Ausflug an die Straße von Messina

Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Ausflug nach Reggio di Calabria, die Hauptstadt der sonnenverwöhnten Stiefelregion Italiens.
Sie besuchen das Archäologische Nationalmuseum mit den berühmten „Kriegern von Riace". Die beiden griechischen Bronzestatuen wurden 1972 an der ionischen Küste gefunden und beeindrucken durch ihre handwerkliche und künstlerische Perfektion.
Auf einem Rundgang erkunden Sie die freundliche Stadt, die sehr oft unter den zahlreichen Erdbeben in dem Gebiet zwischen Kalabrien und Sizilien gelitten hat. Wunderbar ist auch der Blick auf die Küste Siziliens und den Ätna von der mit herrlichen Palmen und Magnolien geschmückten Promenade.
Nachmittags machen Sie noch einen Abstecher in das Seebad Scilla am Ausgang der Straße von Messina. Der Sage nach befand sich hier das Seeungeheuer Skylla aus der Odyssee.
Bevor Sie ins Hotel zurückkehren, spazieren Sie noch durch die verwinkelten Gassen von Pizzo, dessen Burg aus der Anjou-Zeit das Zentrum überragt (Außenbesichtigung). Die belebte Piazza della Repubblica öffnet sich wie ein Balkon hoch über dem Meer, der richtige Ort, um das berühmte Eis des Ortes zu genießen – angeblich wurde hier der „Tartufo“ erfunden. Mit etwas Glück können Sie von dort auch einen Blick auf die Vulkaninsel Stromboli genießen.
Rückfahrt ins Hotel und gemeinsames Abendessen.

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3. Tag Tropea und Cosenza

Tropea liegt an der Küste des tyrrhenischen Meeres gleich nördlich des Capo Vaticano. Auf dem Rundgang entpuppt es sich als eine der hübschesten und heitersten Gemeinden Kalabriens und wartet mit einer nahezu unbekannten Normannenkirche auf. Vom Aussichtspunkt bei der Stadtpiazza sehen Sie Kirche Santa Maria dell’Isola liegen. Die Benediktinerkirche ist das Wahrzeichen Tropeas und thront auf einem Sandsteinfelsen unterhalb der Altstadt über dem Meer.
Ein echter Gegenpol ist die Besichtigung der Stadt Cosenza, die nichts von der Leichtigkeit der Küste besitzt und wo Ihnen auf Schritt und Tritt die Tragik von Goten und Staufern begegnet. Eingebettet in eine Hügellandschaft ist Cosenza mit seiner ursprünglichen Altstadt das kulturelle Herz Kalabriens.
Sie besichtigen den Dom Santa Maria Assunata, Grablege von Heinrich (VII.) und Isabella von Aragon. Ihr Grab ist das Hauptwerk im Dom und wurde offenbar von Künstlern aus dem Umfeld Friedrichs II. geschaffen.
Falls geöffnet sehen Sie im benachbarten Diözesanmuseum eine berühmte Staurothek, die Kaiser Friedrich II. anlässlich der Weihe des Doms gestiftet hat. Es ist ein einzigartiges Kunstwerk, verziert mit Bergkristall und Gold.
Durch enge Gassen von herber Schönheit erreichen Sie die Kirche San Francesco. In einer Seitenkapelle, die der hl. Katharina geweiht ist, traf sich früher eine der vielen Laienbruderschaften Cosenzas.
Mit vielen neuen Eindrücken kehren Sie ins Hotel zurück, wo Sie zum Abendessen erwartet werden.

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4. Tag Durch den Nationalpark Aspromonte

Auf dem „Spann des italienischen Stiefels“ liegt das südlichste Hochgebirge der Apennin-Halbinsel. Der Aspromonte erreicht Höhen von beinahe 2000 m. Auf landschaftlich schöner Strecke überqueren Sie das Gebirge und gelangen nach Gerace. Der Ort wurde im Mittelalter hoch über dem Meer angelegt, weil sie Menschen Schutz vor den Piratenüberfällen an der Küste suchten von der Küste auf die Höhen der Berge verlegt wurde. Was blieb ist ein wundervoll erhaltener mittelalterlicher Stadtkern.
In dem heute verträumten kleinen Nest, errichteten im 11. Jh. die Normannen den damals größten Dom Italiens, der auch heute noch das größte Gotteshaus Kalabriens ist. Sie besichtigen die Kathedrale Santa Maria Assunta, unter der sich eine noch viel ältere Krypta befindet, die offenbar auf eine frühmittelalterliche Höhlenkirche zurückgeht.
Unterhalb von Gerace liegt an der Küste des Ionischen Meeres die alte griechische Polis Lokri. Hier besuchen Sie das eindrucksvolle archäologische Nationalmuseum, welches die beeindruckenden Funde der ehemaligen altgriechischen Stadt bewahrt (Erwartete Wiedereröffnung im Herbst 2022). Das Museum befindet sich mitten in der archäologischen Zone die vor 80 Jahren für eine Sensation in der Fachwelt sorgte, weil hier einmalig außerhalb Griechenlands ein Tempel in ionischem Baustil nachgewiesen werden konnte. Ein kurzer Rundgang orientiert Sie über die Stadtanlage.
Weiterfahrt nach Siderno und Zimmerbezug für 1 Übernachtung. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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5. Tag Entlang der ionischen Küste

Heute fahren Sie an der Küste entlang nach Norden und erreichen zunächst Stilo. Hoch über der Kleinstadt im Küstengebirge ist die schönste Kreuzkuppelkirche in Italien aus byzantinischer Zeit. Sie, die Cattolica von Stilo, folgt dem architektonischen Prinzip der byzantinischen Zentralkirche, die traditionell meist in den Kirchen- und Moscheebauten des östlichen Mittelmeeres wiederzufinden ist. Lichtmystik und Intimität atmen hier noch die Stimmung der mittelalterlichen Geisteswelt.
Bald gelangen Sie zum archäologischen Park von Borgia. Hier steht die gewaltige Kirchenruine der Roceletta, wohl eine der geheimnisvollsten Kirchenruinen des Mittelalters. Sie werden rätseln, aus welchem Grund dieser mächtige Bau errichtet wurde. Außerdem entdecken Sie einige Überreste der antiken Stadt Skilletion. Nach der Niederlage gegen Hannibal wurde die Siedlung römische Kolonie. Sie sehen u. a. Reste des Theaters und der Thermen.
Nächstes Ziel ist die auf dem einsamen Capo Colonna stehende einzige erhaltene Säule eines riesigen antiken Heratempels. Er war Hauptheiligtum der antiken Stadt Kroton, die im 4 Jh. v. Chr. zu einer lokalen Großmacht wurde.
Die moderne Nachfolgestadt Crotone gefällt durch das lebendige Treiben einer typischen süditalienischen Marktstadt rund um den Hauptplatz!
Sie beziehen Ihre Zimmer für 1 Übernachtung in einer ausgesuchten Hotelanlage in Crotone. Den privaten Strand erreichen Sie nach Querung einer Straße.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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6. Tag Von Kalabrien in die Basilikata

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Rossano, einer der ältesten Bischofssitze in Kalabrien. Im Diözesanmuseum wird einer der größten Schätze frühmittelalterlicher Buchmalerei aufbewahrt: der Codex Purpureus. Dieses farbig illustrierte griechische Evangeliar wurde vermutlich vor rund 1500 Jahren in Syrien geschrieben und während der Flucht vor arabischen Stämmen nach Kalabrien gebracht. Seit 2015 zählt das Werk zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie werden fasziniert sein von einer der ältesten Bibelhandschriften der Welt!
Rossano bietet Ihnen mit San Marco auch noch eine weitere byzantinische Kreuzkuppelkirche; sie liegt versteckt in der Altstadt. Viele hundert Meter über Stadt befindet sich einsam im Wald des Silagebirges die weithin unbekannte Kirche Santa Maria di Patire, die auf ein Basilianerkloster zurückgeht. Sie besitzt einen seltenen Mosaikfußboden.
Wieder folgen Sie der Küste des Ionischen Meeres, passieren das antike Sybaris und erreichen die Basilikata, eine der unbekanntesten Regionen Italiens.
Hier sehen Sie in Metapont die sehr bedeutenden archäologischen Reste einer weiteren griechischen Polis. Der Sage nach wurde Sie von Epeios gegründet, dem Erbauer des Trojanischen Pferdes. Das dazugehörige Museum ist berühmt für seine Goldfunde und stellt interessante Objekte aus der Zeit der Griechen in Italien aus.
Weiterfahrt nach Matera und Check-in in einem zentral gelegenen Hotel für die verbleibenden 2 Übernachtungen. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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7. Tag Entdeckungen in Matera

Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Rundgang durch die Altstadt, die von den Einheimischen als „Sassi“ bezeichnet wird. Matera ist weltweit einzigartig und wurde ins UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen: Es befindet sich auf felsigem Terrain und ist berühmt für seine Höhlensiedlungen. Über Jahrhunderte gruben und schlugen die Bewohner ihre Behausungen, Ställe, Lagerräume, Kanalisation, Kirchen und Klöster aus dem Fels. Im Verlauf des Rundgangs besichtigen Sie je nach Öffnung auch einige der Höhlenkirchen und -wohnungen. Außerdem sehen Sie die oberhalb der Altstadt liegende Kathedrale aus dem 13. Jh. Die im apulisch-normannischen Stil errichtete Kirche thront an der höchsten Stelle über der Stadt.
Anschließend besichtigen Sie das Nationalmuseum von Matera im Palazzo Lanfranchi, das eine interessante Mischung an Exponaten zu Archäologie, Kunst und Volkskunst für Sie bereithält. Das tägliche Leben vergangener Jahrhunderte und das Zusammenspiel zwischen Aristokraten und Bauern werden hier exemplarisch beleuchtet.
Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung und Sie haben Zeit die einzigartige Stadt Matera auf eigene Faust zu erkunden.
Am Abend Abschiedsessen in einem ausgesuchten Restaurant in der Altstadt.

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8. Tag Heimreise

Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Bus auf die andere Seite der Schlucht von Matera. Hier nehmen Sie Abschied von den „Sassi“ bei einem Blick auf das grandiose Panorama.
Anschließend Weiterfahrt zum Flughafen von Brindisi. Von hier fliegen Sie mit Swiss über Zürich zurück nach Frankfurt. Im Anschluss treten Sie Ihre weitere individuelle Heimreise ein. Gerne beraten wir Sie zu einer fakultativen, deutschlandweiten Weiterreise zu Ihrem Heimatbahnhof mit der Deutschen Bahn.

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Bildnachweis:

Matera CC0 at-Pixabay
Pizzo CCBY Piervincenzo Madeo at-flickr
Kastell in Reggio di Calabria CCBY Alfie Ianni at-flickr
Santa Maria dell’Isola in Tropea CC0 at-Pixabay
Gerace CC0 at-Wikimedia.Commons
Cattolica di Stilo CCBYSA Montek at-wikimedia.commons
Cap Colona CC0 at-Wikimedia.Commons
Codex purpureus CCBYSA Grauhederl at-Wikimedia.Commons
Matera CC0 at-Unsplash
Matera CCBY Martin de Lusenet at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleiter: Dr. Christoph Höllger, Historiker
  • Ausgesuchte Vier- bzw. Fünf-Sterne Hotels in Kalabrien und der Basilikata
  • Pizzo, die Heimat des verführerischen Gelato Tartufo
  • Die Krieger von Riace in Reggio di e Calabria und der pittoreske Blick auf den Etna
  • Heiteres Tropea und geschichtsträchtiges Cosenza mit der berühmten Staurothek
  • Landschaftlich großartiger Nationalpark Aspromonte
  • Der im 11. Jh. größte Dom Italiens in Gerace und die griechische Polis Lokri
  • Die malerische Kirche Cattolica di Stilo
  • Die Ruinen des Heratempels am Capo Colonna bei Crotone
  • Einmaliger Codex Purpureus, das 1500 Jahre alte, farbige Evangeliar
  • Eindrucksvolle Höhlensiedlungen und -kirchen in Matera

Matera CC0 at-Pixabay
Pizzo CCBY Piervincenzo Madeo at-flickr
Kastell in Reggio di Calabria CCBY Alfie Ianni at-flickr
Santa Maria dell’Isola in Tropea CC0 at-Pixabay
Gerace CC0 at-Wikimedia.Commons

Reiseverlauf

  1. Frankfurt – München – Pizzo
  2. Ausflug an die Straße von Messina
  3. Tropea und Cosenza
  4. Durch den Nationalpark Aspromonte
  5. Entlang der ionischen Küste
  6. Von Kalabrien in die Basilikata
  7. Entdeckungen in Matera
  8. Heimreise


Cattolica di Stilo CCBYSA Montek at-wikimedia.commons
Cap Colona CC0 at-Wikimedia.Commons
Codex purpureus CCBYSA Grauhederl at-Wikimedia.Commons
Matera CC0 at-Unsplash
Matera CCBY Martin de Lusenet at-flickr

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Fachleitung

Dr. Christoph Höllger, Historiker

Termine

  • 03.10.2022 – 10.10.2022

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