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Reisefinder - Reizvolles Lothringen - A_LOTHLG

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Reizvolles Lothringen

Schätze einer selten besuchten Region



Reisetermin: 14.08. - 21.08.2022
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Seit dem Mittelalter war Lothringen, das „Zwischenreich“, Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Vielleicht ist in diesem Brennpunkt gerade deswegen eine so faszinierende Kulturlandschaft entstanden.
Von der ältesten Kirche Frankreichs, über die gotische Kathedrale von Metz und den spätgotischen Skulpturen mit rheinischem und burgundischem Einfluss, bis hin zu den prachtvollen Barockschlössern sind alle Epochen vertreten. Ein weiterer Glanzpunkt Lothringens ist der Jugendstil mit der Schule von Nancy. Eine starke Gewerbetradition, besonders in der Glasbläserei, machte Lothringen bereits früh zum Exportland für Luxusgüter.
Hinzu kommt die abwechslungsreiche Landschaft. Das Mittelgebirge der Vogesen mit seinen waldreichen Tälern und das milde Hügelland im Westen werden effektvoll eingerahmt von den sanften Flusstälern von Meuse, Sarre und Moselle, oder eben von Maas, Saar und Mosel, die schon den Römern besonders wichtige Verkehrswege waren.


1. Tag Mannheim – Saint-Avold – Nancy

Am Vormittag individuelle Anreise nach Mannheim. Von vielen deutschen Städten gibt es bequeme Bahnverbindungen, gerne beraten wir Sie über passende Anreisemöglichkeiten. Um 14 Uhr erwarten Sie Ihr Reiseleiter und ein komfortabler Reisebus am Hauptbahnhof von Mannheim zur Abreise nach Frankreich.
Durch die Pfalz, vorbei an Kaiserslautern und Saarbrücken fahren Sie nach Saint-Avold. Die kleine Stadt liegt direkt hinter der deutsch-französischen Grenze und blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 6. Jh. reicht. Mit der Stiftskirche Saint-Nabor besuchen Sie ein für Lothringen seltenes Beispiel gewichtiger Renaissancearchitektur.
Am Abend erreichen Sie mit der lothringischen Stadt Nancy den ersten Standort Ihrer Reise. Ihr Hotel liegt in der historischen Altstadt und nur wenige Schritte von den bekanntesten Sehenswürdigkeiten entfernt. Zimmerbezug für 4 Übernachtungen.
Mit einem gemeinsamen Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant klingt der Tag aus.

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2. Tag Hauptstadt von Herzögen und Königen

Mit ihren barocken Palästen gehört Nancy zu den elegantesten Städten Frankreichs. Geprägt wurde das Gesicht der Stadt im 18. Jh., als sie zur Residenz des entthronten polnischen Königs Stanislaus Leszczynski wurde. Das städtebauliche Ensemble rund um die nach ihm benannte Place Stanislas ist eine der schönsten klassizistischen Platzanlagen Europas und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Auf einem gemeinsamen Stadtrundgang spazieren Sie über die Place Stanislas und sehen mit dem Rathaus und der Oper zwei beeindruckende Prachtbauten (Außenbesichtigungen). Anschließend besuchen Sie die barocke Kathedrale. Der Kirchenbau mit seiner imposanten Fassade stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jh.s.
Nach einer individuellen Mittagspause widmen Sie sich der mittelalterlichen Altstadt. Kernstück ist der ehemaligen Herzogspalast, der bedeutendste spätgotische Profanbau in Lothringen. Eine bemerkenswerte Pförtnerloge mit einer Reiterstatue des Herzogs Anton schmückt die Fassade des Gebäudes und erinnert an den Eingang von Schloss Blois (Außenbesichtigung).
Sehenswert ist außerdem die ehemalige Franziskanerkirche Saint-François-des-Cordeliers, die aus dem Ende des 15. Jh.s stammt und einige Grabstätten der Herzöge von Lothringen beherbergt. Besonders eindrucksvoll ist das Renaissance-Grabmal für Philippa von Geldern. Im 17. Jh. wurde eine Seitenkapelle im Stil des italienischen Barocks angebaut, die der Medici-Kapelle in Florenz nachempfunden ist.
Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant.

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3. Tag Die südlichen Vogesen

Der südliche Teil der Vogesen trägt an manchen Stellen bereits Hochgebirgscharakter. Hier, im teils noch wilden und schlecht erschlossenen Teil des Gebirges, befindet sich auch das lothringische Bäderdreieck. Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist die Stadt Épinal, die im Moseltal liegt und seit Jahrhunderten für ihre volkskundlichen Bilderbogen bekannt ist. Einen interessanten und kurzweiligen Einblick in diese Kunstform bietet die Imagerie d’Épinal, die in den Räumen der im Jahr 1796 von Jean-Charles Pellerin gegründeten Manufaktur untergebracht ist.Mit der Basilika Saint-Maurice besichtigen Sie ein fabelhaftes Ensemble aller Jahrhunderte seit dem Mittelalter. Für die ältesten Teile der Kirche wurde der rosafarbene Sandstein der Vogesen verwendet.
Auf einer landschaftlich reizvollen Fahrt durchs Gebirge erreichen Sie am Nachmittag Saint-Dié-des-Vosges. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Kathedrale, die für ihre romanischen Kapitelle berühmt ist. Der unvollendet gebliebene spätgotische Kreuzgang bildet eine Verbindung zu der benachbarten Liebfrauenkirche Notre-Dame-de-Galilée. Der romanische Kirchenbau beeindruckt mit Ausgewogenheit und schlichter Eleganz.
Nach der Rückfahrt nach Nancy bietet sich die Gelegenheit zu einem individuellen Abendessen.

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4. Tag Die Schule von Nancy

Am Vormittag unternehmen Sie einen kurzen Ausflug nach Saint-Nicolas-de-Port und besichtigen die spätgotische Wallfahrtkirche Saint-Nicolas. Die prachtvolle Basilika im Flamboyantstil entstand in der Blütezeit der Herzöge von Lothringen in der 1. Hälfte des 16. Jh.s.
Zurück in Nancy widmen Sie den Rest des Tages dem Jugendstil, der in Frankreich an der Wende vom 19. zum 20. Jh. seinen Höhepunkt erlebte. Die neue Bewegung förderte die Verbindung zwischen Kunst, Gewerbe und Industrie und schöpfte ihre Inspiration aus der Pflanzenwelt und der Natur.
Zum Auftakt führt ein gemeinsamer Spaziergang zur Villa Majorelle. Das ehemalige Wohngebäude gilt als herausragendes Beispiel für die Architektur des Jugendstils in Frankreich und wurde nach einer umfangreichen Renovierung im Jahr 2020 wiedereröffnet.
Danach besuchen Sie das Musée de l’École de Nancy, das eine der umfangreichsten Sammlungen des Jugendstils beherbergt. Das einzigartige Museum ist in der früheren Villa des Mäzens und Sammlers Eugène Corbin untergebracht und bietet einen Einblick in die Atmosphäre um das Jahr 1900. Lassen Sie sich von den teils aberwitzigen Interieurs und Möbel, die hier entworfen wurden, begeistern!
Im Musée des Beaux Arts sehen Sie zum Abschluss des Tages eine der weltweit besten Sammlungen von kunsthandwerklichem Glas. Die Collection Daum bietet einen umfassenden Einblick über die Entwicklung der Glasmanufaktur in Lothringen seit ihren Ursprüngen bis hin zu aktuellen Kreationen.
Zum Abschied von Nancy speisen Sie heute Abend in einem Jugendstilrestaurant. Freuen Sie sich auf das stilvoll elegante Ambiente der Brasserie Excelsior!

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5. Tag Glas, das Gold Lothringens

Die kunstvolle Glasproduktion war im quarzreichen Lothringen bereits seit der Römerzeit ein wichtiger Wirtschaftszweig. Besonders in den Nordvogesen entstanden seit dem 15. Jh. zahlreiche Glashütten, die ihre Blüte im 19. Jh. erlebten.
Erstes Ziel Ihrer heutigen Etappe ist das Städtchen Sarrebourg, das am Oberlauf der Saar liegt. In der romanischen Chapelle des Cordeliers, der ehemaligen Kapelle eines Franziskanerklosters, besichtigen Sie ein großartiges Buntglasfenster, dessen Motiv Marc Chagall entworfen hat. Das Friedensfenster hat eine Höhe von 12 m bei einer Breite von 7,50 m.
Im Naturpark Nördliche Vogesen liegt Wingen-sur-Moder, wo Sie das Musée Lalique besuchen. In einer Sammlung von über 650 Exponaten wird hier die Geschichte der Karriere von René Lalique und seinen Nachfolgern erzählt und die Techniken gezeigt, mit denen er die unverwechselbaren Effekte im Glas erzielt hat.
Von dort fahren Sie weiter in das naheliegende Dorf Saint-Louis-lès-Bitche, das seit 1586 die weltweit älteste königliche Glasmanufaktur beheimatet. In Erinnerung an König Ludwig IX. erhielt die Glashütte den Namenszusatz „Saint-Louis“. Im Musée La Grande Place erfahren Sie viel Wissenswertes über Kristallherstellung. Schließlich war die Manufaktur das erste Unternehmen auf europäischem Festland, dem 1781 die Herstellung von Bleikristall gelang.
Mit Metz erreichen Sie am Abend den zweiten Standort Ihrer Reise. Sie wohnen in einem komfortablen Hotel im Zentrum der Stadt, das in den Gebäuden einer historischen Militärfestung untergebracht ist.
Zum Abendessen werden Sie in einem ausgesuchten Restaurant erwartet.

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6. Tag Metz, Stadt der Bürger und Bischöfe

Die lothringische Stadt an der Mosel blickt auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Metz war eine wichtige Römerstadt und ein Zentrum merowingischer Kultur. Später wurden die Stadt und ihr Bischof Reichsstand.
Ganz in der Nähe Ihres Hotels befindet sich die Templerkapelle, die an den geheimnisumwitterten Ritterorden erinnert. Das spätromanische Kirchlein aus dem 12. Jh. ist der letzte Rest der einstigen Komturei.
Nur wenige Schritte weiter besuchen Sie die Kirche Saint-Pierre-aux-Nonnais. Das in seinen Ursprüngen aus dem im 4. Jh. stammende Gebäude war zunächst Teil römischer Thermen und gilt als ältestes noch existierendes Gotteshaus Frankreichs.
Bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum von Metz besichtigen Sie die gotische Kathedrale Saint-Etienne, deren Silhouette die Stadt weithin sichtbar beherrscht. Mehr als 6500 qm Glasmalereien erhellen das Innere der Kirche! Darunter befinden sich auch beeindruckende moderne Fenster, die von Jacques Villon und Marc Chagall entworfen wurden. Nach Möglichkeit sehen Sie auch die Krypta.
Über die lebhafte Place Saint-Jacques mit ihren einladenden Bistrots und Cafés bummeln Sie weiter zur Place Saint-Louis. Mit seinen Arkadengängen vermittelt der weite Platz eine südländische Atmosphäre und zeugt vom Reichtum der Stadt im späten Mittelalter.
Nach einer individuellen Mittagspause besuchen Sie den faszinierenden Museumskomplex Musées de la Cour d’Or. Die umfangreichen Sammlungen nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch die mehr als 2000-jährige Geschichte der Stadt.
Anschließend bleibt Zeit für individuelle Unternehmungen und zu einem individuellen Abendessen. Zahlreiche Bistros und Restaurants laden zu einem Besuch ein.

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7. Tag Das Herzogtum Bar

Das Herzogtum Bar liegt bereits an der Grenze zur Champagne und es war einst der westlichste Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist die alte Hauptstadt Bar-le-Duc. In der von der Renaissance geprägten Oberstadt besichtigen Sie die Hofkirche Saint-Étienne. Zu den bedeutendsten Werken sakraler Bildhauerkunst gehören die Werke von Ligier Richier, darunter auch einige ungewöhnliche Grabmäler.
Auf landschaftlich reizvoller Strecke fahren Sie weiter nach Saint-Mihiel. Die Stadt am Ufer der Maas entstand aus einer mittelalterlichen Benediktinerabtei und erlebte ihre Blütezeit im 16. Jh., als sich hier Tuchmacher und Goldschmiede ansiedelten. Bei einem Spaziergang besuchen Sie die ehemalige Abteikirche Saint-Michel und die spätgotische Hallenkirche Saint-Étienne. Auch hier entdecken Sie wieder ein kostbares Werk von Ligier Richier, der in Saint-Mihiel eine berühmte Bildhauerschule betrieb.
Am Nachmittag führt ein Rundgang durch die an der Mosel liegende Stadt Pont-à-Mousson. Das Zentrum bildet die dreieckige Place Duroc, an der Sie das „Haus der Sieben Todsünden“ und weitere interessante Gebäude mit Laubengängen entdecken.
Auf der Rückfahrt halten Sie beim römischen Aquädukt von Jouy-aux-Arches. Die antike Wasserleitung versorgte einst die Stadt Metz.
Am Abend klingt Ihr Aufenthalt in Lothringen mit einem gemeinsamen Abschiedsabendessen in einer stilvollen Jugendstil-Brasserie aus. Genießen Sie noch einmal französische Gastlichkeit und lassen Sie die vielen Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren.

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8. Tag Das Centre Pompidou Metz und Heimreise

Nach einem gemütlichen Frühstück widmen Sie sich der modernen Kunst und besuchen das 2010 eröffnete Centre Pompidou Metz. dessen richtungsweisende Architektur vor einigen Jahren für Furore sorgte.
Entworfen wurde die erste Dépendance des bekannten Centre Georges Pompidou Paris von dem französisch-japanischen Architektenduo Jean de Gastines und Shigeru Ban. Unter einem geschwungenen, weiß erstrahlenden Dach bietet das Museum ausreichend Platz für drei verschiedene Galerien. Die wechselnden Ausstellungen widmen sich moderner und zeitgenössischer Kunst.
Anschließend beginnt die Rückreise nach Deutschland. Zwischen 15 und 16 Uhr erreichen Sie wieder Mannheim. Von dort individuelle Weiterfahrt zu Ihren Heimatorten.

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Bildnachweis:

Place Stanislas in Nancy CC0 at-pixabay
Stiftskirche Saint-Nabor CCBYSA4.0 Jean-Marc Pascolo at-wikimedia.commons
Herzogspalast CCBYSA3.0 Patrick Nouhailler’s at-wikimedia.commons
Bilderbogen aus Épinal CCBY3.0 Thomas Bresson at-wikimedia.commons
Kathedrale Saint-Dié CCBYSA3.0 Florian Pépellin at-wikimedia.commons
Villa Majorelle CC0 at-pixabay
Musée de l’École de Nancy CCBY Jean-Pierre Dalbéra at-flickr
Kühlerfigur von Lalique CCBY2.0 Ingrid Taylar at-wikimedia.commons
Kathedrale von Metz CCBY Pierre Selim Huard at wikimedia.commons
Musées de la Cour d’Or CCBYSA2.0 Patrick at wikimedia.commons
Grablegung von Ligier Richier CCBY3.0 Vassil at-wikimedia.commons
Centre Pompidou Metz CCBY dalbera at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Christoph Höllger, Historiker
  • Ausgesuchte Vier-Sterne-Hotels im Zentrum von Nancy und Metz
  • Nancy, die elegante Hauptstadt der Könige und Herzöge
  • Beeindruckende Glaskunst in den Vogesen
  • Kunstvolle Höhepunkte des Jugendstils
  • Die Kathedrale von Metz: ein Meisterwerk gotischer Architektur
  • Bildhauerkunst der Renaissance im Herzogtum Bar
  • Centre Pompidou Metz, Mekka zeitgenössischer Kunst
  • Zwei Abendessen in stilvollen Jugendstil-Brasserieen

Place Stanislas in Nancy CC0 at-pixabay
Stiftskirche Saint-Nabor CCBYSA4.0 Jean-Marc Pascolo at-wikimedia.commons
Herzogspalast CCBYSA3.0 Patrick Nouhailler’s at-wikimedia.commons
Bilderbogen aus Épinal CCBY3.0 Thomas Bresson at-wikimedia.commons
Kathedrale Saint-Dié CCBYSA3.0 Florian Pépellin at-wikimedia.commons
Villa Majorelle CC0 at-pixabay

Reiseverlauf

  1. Mannheim – Saint-Avold – Nancy
  2. Hauptstadt von Herzögen und Königen
  3. Die südlichen Vogesen
  4. Die Schule von Nancy
  5. Glas, das Gold Lothringens
  6. Metz, Stadt der Bürger und Bischöfe
  7. Das Herzogtum Bar
  8. Das Centre Pompidou Metz und Heimreise


Musée de l’École de Nancy CCBY Jean-Pierre Dalbéra at-flickr
Kühlerfigur von Lalique CCBY2.0 Ingrid Taylar at-wikimedia.commons
Kathedrale von Metz CCBY Pierre Selim Huard at wikimedia.commons
Musées de la Cour d’Or CCBYSA2.0 Patrick at wikimedia.commons
Grablegung von Ligier Richier CCBY3.0 Vassil at-wikimedia.commons
Centre Pompidou Metz CCBY dalbera at-flickr

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Fachleitung

Dr. Christoph Höllger, Historiker

Termine

  • 14.08.2022 – 21.08.2022

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