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Reisefinder - Friaul – Julisch-Venetien - A_FRIZDVW22

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Friaul – Julisch-Venetien

Zauberhafte Kulturregion zwischen Berge und Meer

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 10.10. - 16.10.2022
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Mehr als nur ein Hauch des alten Habsburg liegt noch heute über dem Landstrich zwischen Grado und Triest. Bis 1918 wehten an der oberen Adria die Farben der Donaumonarchie und Triest war im 19. Jh. Österreichs Tor zur Welt: reich, prächtig und geprägt von einem kosmo-politischen Kaufmannsgeist. Ganz in der Nähe ließ Erzherzog Maximilian sein Traumschloss Miramare bauen, und hoch über der Steilküste des Karst‘ dichtete Rainer Maria Rilke in Duino seine ersten Elegien.
Vom ersten Standorthotel im Herzen von Triest aus entdecken Sie den Charme der alten Kaufmannsstadt. Sie besuchen die Kathedrale San Giusto und das Freilichtmuseum Orto Lapidario. Ein Schiffsausflug führt in das malerische Hafenstädtchen Muggia. Nach dem Besuch der Ausgrabungen der römischen Stadt Aquileia spazieren Sie durch das historische Seebad Grado.
Zweiter Standort Ihrer Reise ist das venezianisch geprägte Udine. Einen interessanten Einblick in das Kulturerbe der Langobarden bietet der Besuch von Cividale del Friuli. Nicht fehlen dürfen die Verkostung des berühmten Schinkens in San Daniele sowie der hervorragenden Weine des Friauls.


1. Tag Köln – Triest

Deutschlandweite inidivduelle Bahnanreise mit Rail & Fly zum Flughafen Frankfurt. Anschließend Flug nach Triest (andere Abflughäfen oder Zubringer auf Anfrage).
Nach der Ankunft fahren Sie entlang der Adriaküste zu dem malerisch auf einem Felsvorsprung gelegenen schneeweißen Schloss Miramare, das „Liebesnest“ von Maximilian von Habsburg und Charlotte von Belgien. Mitte des 19. Jh.s entdeckten der junge Erzherzog, der Bruder von Kaiser Franz Joseph, und seine Frau ihre Liebe zur Triestiner Riviera. Maximilian überwachte die schwierigen und enorm kostspieligen Bauarbeiten persönlich. Zur Anlage gehören ein kleiner Hafen und ein weitläufiger Park. Genießen Sie bei einem Spaziergang durch den Garten die harmonische Verbindung aus Natur und Kunst und den herrlichen Blick auf das Meer und das nahe Triest!
Weiterfahrt nach Triest und Zimmerbezug für 2 Übernachtungen in Ihrem zentral gelegenen Stadthotel. Bei einem gemeinsamen Abendessen stimmen Sie sich auf die bevorstehenden Tage ein. Es bietet sich die Gelegenheit zu einem Spaziergang zur Molo Audace. Von dem historischen Hafenkai bietet sich der wohl schönste Blick auf die Silhouette der Stadt.

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2. Tag Die Schätze Triests

Gemeinsam erkunden Sie am Vormittag das historische Zentrum von Triest. In der ehemaligen Hafenstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie befinden sich viele Prachtbauten aus dem 19. Jh. und ebenso schöne Garten- und Parkanlagen. Auch heute noch spürt man den Einfluss der unterschiedlichsten Kulturen mehr als in jeder anderen italienischen Stadt: griechische Abenteurer, österreichische Beamte, jüdische Händler, slowenische Bauern – sie alle machten aus Triest eine kosmopolitische Metropole, die heute Hauptstadt der Region Friaul ist.
Ausgehend von der eleganten Piazza dell’Unità d’Italia spazieren Sie zum Freilichtmuseum Orto Lapidario, das sich der Archäologie der Region widmet. Es birgt, neben römischen Architekturfragmenten, auch das Scheingrab für Johann Joachim Winckelmann. Der Mitbegründer der wissenschaftlichen Archäologie und Wegbereiter des Klassizismus wurde im Jahr 1768 in Triest ermordet.
Anschließend besichtigen Sie die wunderschön auf einem Hügel gelegene Kathedrale San Giusto. Das Gotteshaus entstand im 14. Jh. durch eine Verschmelzung von zwei romanischen Basiliken und besteht aus fünf Kirchenschiffen. Die Apsis und Wände der Kirche sind mit eindrucksvollen Mosaiken geschmückt.
Ganz in der Nähe befindet sich das Castello di San Giusto mit einem kleinen Schlossmuseum, in dem Sie eine interessante Antikensammlung erwartet. Genießen Sie auch den herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer!
Am Nachmittag fahren Sie mit dem Linienschiff zur kleinen Hafenstadt Muggia, der einzigen Gemeinde auf der Halbinsel Istrien, die bis heute zu Italien gehört. Bummeln Sie ein wenig durch die malerischen Gassen, genießen Sie einen Kaffee in einem der zahlreichen Bars und erleben Sie das typische italienische Flair.
Rückfahrt mit dem Linienschiff und Spaziergang zurück zum Hotel. Mit einem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag aus.

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3. Tag Grado und das römische Aquileia

Vorbei an Monfalcone fahren Sie in das historische Seebad Grado, dessen Altstadt malerisch auf einer mit dem Festland verbundenen Laguneninsel liegt. Bei einem gemeinsamen Spaziergang besuchen den Dom Santa Eufemia mit einem wertvoll vergoldeten Silberretabel und sehenswerten geometrischen Fußbodenmosaiken sowie die frühchristliche Basilika Santa Maria delle Grazie aus dem 6. Jh., deren Architektur an syrische Vorbilder erinnert.
Nach einer individuellen Mittagspause erwartet Sie mit dem Besuch von Aquileia ein weiterer Höhepunkt Ihrer Reise. Die Ausgrabungen der einstigen Hauptstadt der römischen Region Venetia et Histria gehören zu den wichtigsten archäologischen Stätten Norditaliens und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders interessant ist die frühchristliche Anlage im Bereich des Doms mit einem einzigartigen Mosaikfußboden aus dem 4. Jh. Es gilt als das bedeutendste frühchristliche Mosaikkunstwerk Europas! Das angegliederte Archäologische Nationalmuseum beherbergt reiche Sammlungen von Grabungsfunden, darunter Portraits des Tiberius und des jungen Kaisers Augustus.
Weiterfahrt nach Udine und Zimmerbezug im traditionsreichen Hotel Ambassador Palace, Standort für die verbleibenden 4 Übernachtungen. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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4. Tag Bezauberndes Udine

Die schmucke Universitätsstadt gibt sich „venezianisch“: Die Piazza della Libertà im Herzen der Stadt beeindruckt mit prächtigen Gebäuden, darunter der Kommunalpalast Loggia di Lionello, der nach dem Vorbild des Dogenpalastes in Venedig erbaut wurde (Außenbesichtigung). Mit ihren Bauwerken aus der Gotik und der Renaissance, den stillen Plätzen und den von Arkaden gesäumten Gassen versprüht Udine einen ganz besonderen Charme.
Bei der Besichtigung des gotischen Doms Santa Maria Annunziata entdecken Sie zwei eindrucksvolle Altarbilder von Giovanni Battista Tiepolo. Keine andere Stadt nach Venedig verfügt über eine so große Anzahl von wichtigen Werken des großen Meisters aus dem 18. Jh.
Im Palast der Erzbischöfe von Udine ist das Diözesanmuseum untergebracht. Freuen Sie sich auch hier auf wunderschöne und lebhaft anmutende Fresken von Tiepolo! Interessant ist auch ein Saal mit den „grotesken“ Fresken von Giovanni da Udine.
Nach der Mittagspause widmen Sie sich dem Besuch der Casa Cavazzini, dem neuen Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Das mitten im historischen Stadtkern gelegene Museum hat die Kunst- und Kulturszene der Stadt ganz neu belebt.
Am Nachmittag bleibt Ihnen noch etwas Zeit für individuelle Unternehmungen. Ein Tipp: In Udine lässt es sich hervorragend einkaufen!

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5. Tag Cividale del Friuli und die köstlichen Weine des Collio

Der heutige Ausflug führt Sie zunächst nach Cividale del Friuli. Die von Julius Cäsar als „Forum Iulii“ gegründete Siedlung gab der Provinz Friaul (ital. Friuli) ihren heutigen Namen. Eine kulturelle Blüte erlebte die Stadt als Sitz des ersten langobardischen Herzogtums in Italien. Die vom 6. – 8. Jh. geschaffenen Kunstwerke zählen seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Bei einem Rundgang durch die Gassen des weitgehend mittelalterlich geprägten Stadtkerns blicken Sie auf die Fassaden historischer Paläste und besuchen das kleine Dommuseum (Museo Cristiano) mit bedeutenden Kunstwerken aus der Zeit der Langobarden. Besonders wertvoll sind der Ratchis-Altar und das Taufbecken des Callixtus. Ein kurzer Spaziergang führt weiter zum berühmten Tempietto Langobardo mit seinen ebenso zauber- wie rätselhaften Skulpturen. Genießen Sie den herrlichen Panoramablick auf den Natisone, der zwischen steilen Uferwänden dahinfließt.
Am Nachmittag erwartet Sie ein Ausflug in die Region Collio, einer der schönsten Landstriche des Friauls und zugleich eines der besten und bekanntesten Weinanbaugebiete des Landes. Schon Kaiser Franz Joseph wusste die edlen Tropfen aus Cormòns zu schätzen und ließ sie von hier direkt an seinen Hof nach Wien liefern. Noch heute durchweht die kleine Stadt am Fuße des Monte Quarin ein Hauch der Habsburger Monarchie.
Zum Abschluss des Tages werden Sie auf einem traditionsreichen Weingut zu einem Imbiss mit regionalen Produkten erwartet. Freuen Sie sich auf eine Auswahl der köstlichen Weine, Salami, Käse, Brot und „Frittata con erbe“, ein Omelette mit frischen Kräutern.
Rückfahrt nach Udine und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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6. Tag Spilimbergo und San Daniele

Lassen Sie sich heute von Spilimbergo, einem der schönsten Orte des Friauls bezaubern! Sie spazieren durch den malerischen Borgho Vecchio, dem Altstadtkern, zu dem nahegelegenen Schloss mit dem wunderschön mit Fresken von Bellunello bemalten Palazzo Dipinto (Außenbesichtigung).
Danach besichtigen Sie den romanisch-gotischen Dom Santa Maria Maggiore mit einem imposanten Innenraum mit Spitzbogenarkaden und Fresken aus dem 14. Jh. sowie einer historischen Orgel, deren Gehäuse im Jahr 1525 von Pordenone bemalt wurde.
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Scuola Mosaicisti del Friuli. Die berühmte Mosaikschule wurde vor genau 100 Jahren gegründet und setzt eine Tradition fort, die sich bis ins 17. Jh. zurückverfolgen lässt. Bis heute besuchen Schüler aus aller Welt das Institut und erlernen die alten Handwerkstechniken. Lassen Sie sich bei einer Führung von den filigranen Arbeiten der Mosaikkünstler begeistern!
Eine kurze Fahrt führt weiter nach San Daniele del Friuli. Die Kleinstadt ist weit über die Grenzen Italiens hinaus berühmt für ihren feinen, luftgetrockneten Schinken. Bei der Besichtigung einer Schinkenfabrik erfahren Sie interessante Details über den Herstellungs- und Reifeprozess dieser regionalen Spezialität. Anschließend können Sie sich bei einer Verkostung vom Geschmack des Schinkens überzeugen. Ein gutes Glas Wein, Brot und Grissini runden den kulinarischen Genuss ab.
Die kleine spätgotische Kirche Sant’Antonio Abate beherbergt einen der größten Schätze der Renaissancemalerei im Friaul: die farbenfrohen Fresken von Pellegrino da San Daniele. Sie zeigen u. a. Bilder der Kreuzigung, der Propheten und der Evangelisten.
Mit einem gemeinsamen Abendessen in Ihrem Hotel in Udine klingt der Tag aus. Genießen Sie ein letztes Mal die gute Küche der Region!

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7. Tag Palmanova – Schloss Duino – Heimreise

Am Vormittag fahren Sie in die Festungsstadt Palmanova. Die von der Regierung der Seerepublik Venedig am Ende des 16. Jh.s erbaute Festung ist ein Meisterwerk der Militärbaukunst und verwirklicht gleichzeitig das Idealbild einer Renaissance-Stadt. Im Zentrum des sternförmigen Grundrisses befindet sich die sechseckige Piazza Grande, die vom Dom und weiteren repräsentativen Gebäuden gesäumt ist.
Vorbei an Monfalcone erreichen Sie Schloss Duino, das malerisch auf steilen Klippen oberhalb des gleichnamigen Hafenstädtchens liegt. Das Castel Nuovo (Neues Schloss) wurde nach einer Zerstörung im Jahre 1916 komplett wiederaufgebaut und befindet sich heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis. Neben Mark Twain, Johann Strauss und Kaiserin Sissi war hier auch der Dichter Rainer Maria Rilke zu Gast, den der Ort und die faszinierende Landschaft zu seinen berühmten „Duineser Elegien“ inspirierte. Nach der Besichtigung des Schlosses bietet sich die Gelegenheit zu einem Spaziergang durch den idyllischen Park und auf dem Rilke-Weg. Genießen Sie zum Abschluss Ihrer Reise noch einmal die herrlichen Ausblicke über die Adriaküste!
Anschließend Transfer zum Flughafen von Triest und Rückflug nach Frankfurt. Von dort individuelle Bahnreise mit Rail & Fly zurück zu Ihren Ausgangsorten.

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Bildnachweis:

Schloss Miramare CC0-at-pixabay
Blick vom Schloss Miramare CC0 at-pixabay
Piazza dell’Unità d‘Italia CCBYSA4.0 Joergsam at-wikimedia.commons
Muggia CCBY3.0 Zyance at-wikimedia.commons
Grado CCBYSA2.0 nagerw at-flickr
Mosaik in Aquileia CCBY3.0 Wolfgang Sauber at-wikimedia.commons
Piazza della Libertà CCBYSA ho visto nina volare at-flickr
Cormòns im Collio CCBYSA2.0 stefano Merli at-flickr
Palazzo Dipinto CCBYSA2.0 ho visto nina volare at-flickr
San-Daniele-Schinken CCBYSA2.0 Dorothy61n1 at-wikimedia.commons
Palmanova CCBYSA2.0 ho visto nina volare at-flickr
Schloss Duino CC0 at-pixabay

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin
  • Ausgesuchte 4-Sterne-Hotels im Zentrum von Triest und Udine
  • Das herrlich an der Adriaküste gelegene Schloss Miramare
  • Entdeckungen in der weltoffenen Hafenstadt Triest
  • Das antike und frühchritliche Erbe der Region in Aquileia
  • Meisterwerke Tiepolos im venezianisch geprägten Udine
  • Weinverkostung auf einem typischen Weingut im Collio-Gebiet
  • Langobardische Kulturschätze in Cividale del Friuli
  • Kulinarische Gaumenfreuden: Der berühmte Schinken von San Daniele
  • Auf den Spuren Rilkes im Schloss Duino

Schloss Miramare CC0-at-pixabay
Blick vom Schloss Miramare CC0 at-pixabay
Piazza dell’Unità d‘Italia CCBYSA4.0 Joergsam at-wikimedia.commons
Muggia CCBY3.0 Zyance at-wikimedia.commons
Grado CCBYSA2.0 nagerw at-flickr
Mosaik in Aquileia CCBY3.0 Wolfgang Sauber at-wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Köln – Triest
  2. Die Schätze Triests
  3. Grado und das römische Aquileia
  4. Bezauberndes Udine
  5. Cividale del Friuli und die köstlichen Weine des Collio
  6. Spilimbergo und San Daniele
  7. Palmanova – Schloss Duino – Heimreise


Piazza della Libertà CCBYSA ho visto nina volare at-flickr
Cormòns im Collio CCBYSA2.0 stefano Merli at-flickr
Palazzo Dipinto CCBYSA2.0 ho visto nina volare at-flickr
San-Daniele-Schinken CCBYSA2.0 Dorothy61n1 at-wikimedia.commons
Palmanova CCBYSA2.0 ho visto nina volare at-flickr
Schloss Duino CC0 at-pixabay

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Fachreiseleitung: Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin

Dr. Elisabeth Peters studierte Kunstgeschichte, klassische Archäologie und französische Literatur in Bonn und Berlin. Seitdem ist sie freiberuflich im Bereich der Kunstinventarisierung für verschiedene deutsche Bistümer tätig. Die moderne Sakralkunst entwickelte sich zu ihrem Forschungsschwerpunkt. Gewissermaßen als Ausgleich zu dieser einsamen Inventarisierungstätigkeit in stillen Kirchen liebt sie als Reiseleiterin den Austausch über Kunst, wenn sie Menschen vor allem nach Italien und Frankreich begleitet.

Termine

  • 10.10.2022 – 16.10.2022

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