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Österreich - Ungarn

Gemeinsames Erbe - Auf den Spuren der Habsburger

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 25.06. - 30.06.2020
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1000 Jahre währte die kulturelle und historische Einheit entlang der österreichisch-ungarischen Grenze. Erst nach dem 1. Weltkrieg und als Folge des Friedensvertrages von Trianon fand diese ein Ende. Durch die Umbrüche des 2. Weltkrieges und dem daraus resultierenden „Eisernen Vorhang“ wurde die aufgrund ihrer Geschichte und Kultur zusammen gehörende ungarische Region von Köszeg, Sopron und Fertöd von der österreichischen Seite mit Eisenstadt und Rust für weitere Jahrzehnte getrennt. Heute präsentiert sich die reizvolle Grenzregion wieder gemeinsam mit ihren Sehenswürdigkeiten, die Sie von zwei guten 4-Sterne-Hotels aus erkunden, darunter ein Schlosshotel aus dem 17. Jh.
Freuen Sie sich auf imposante Burgen, wie Forchenstein, Güssing und Lockenhaus, und auf Szombathely mit dem Dom und einem wunderbaren Bischofspalast. Sie besuchen das bezaubernde Eisenstadt, das ganz im Zeichen Haydns und der Esterházys steht. Ein Abstecher führt zur Biedermeier-Stadt Baden bei Wien. Ein Orgelkonzert und eine Bootsfahrt auf dem Neusiedler See runden das Programm ab.
Erleben Sie eine ganz besondere Reise mit der ehemaligen Kölner Dombaumeisterin!


1. Tag Köln – Wien – Szombathely

Linienflug mit Austrian Airlines von Köln nach Wien (andere Abflughäfen auf Anfrage). Nach der Ankunft werden Sie von Ihrer örtlichen Reiseleitung begrüßt.
Auf dem Weg zu Ihrem ersten Hotel besuchen Sie Burg Forchenstein, die auf einer Höhe von 500 m auf einem herausragenden Felsen thront. Besonders interessant ist die Schatzkammer mit wertvollen Ausstellungsstücken aus Edelmetallen, Elfenbein und Porzellan, aber auch wertvollen Objekten zur ungarischen Geschichte.
Im Anschluss fahren Sie über die ungarische Grenze nach Szombathely zu Ihrem neuen 4-Sterne-Boutiquehotel für die ersten 3 Nächte.

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2. Tag Szombathely – Ják – Güssing

Die Stadt Szombathely war bereits zur Römerzeit und auch im Mittelalter ein führendes regionales Handelszentrum an der Bernsteinstraße. Der Heilige Martin, der als römischer Soldat an einem bitterkalten Winterabend seinen Mantel in zwei Hälften schnitt und eine Hälfte einem Bettler schenkte, wurde 316 n. Chr. in Szombathely, dem damals römischen Savaria geboren. Er bekehrte sich zum christlichen Glauben, wurde Bischof von Tours in Frankreich und gründete zahlreiche Klöster.
Bei einer Besichtigung des Bischofspalastes sehen Sie einen Festsaal, der zu den schönsten Barocksälen Ungarns zählt und eines der Meisterwerke des österreichischen Architekten Melchior Hefele (1716–1794) darstellt.
Im Dom Maria Geburt, an dem Hefele bis zu seinem Tod gearbeitet hat, wurden die barocken Altäre rekonstruiert. Im Erdgeschoß sind in der Sala Terrena Fresken von Dorffmeister zu sehen, die römische Ruinen zeigen. 1999 hat der Dom eine neue Orgel erhalten. Lauschen Sie den Klängen bei einem kleinen Konzert!
Ein Ausflug führt Sie nach Ják. Die Stiftskirche zählt zu den schönsten Beispielen der romanischen Baukunst in Ungarn. Der Bau der Kirche begann 1220 und wurde erst 1256 vollendet. Die letzte große Renovierung wurde zwischen 1869 und 1904 von dem Baumeister Frigyes Schulek vorgenommen, der die Fischerbastei in Budapest erbaute.
Weiterfahrt nach Güssing. Der Ort wird von seiner 1157 als Wehranlage errichteten Burg mit einem weitläufigen Burghof überragt. Sie gilt als die älteste des Burgenlandes und gibt Zeugnis von der Historie der ungarischen Magnatenfamilie Batthyány. Nach einer Burgbesichtigung sehen Sie die Klosterkirche des Franziskanerklosters im Ort Güssing. In der Krypta besuchen Sie die Batthyány-Gruft, nach der Wiener Kapuzinergruft, die zweitgrößte Familiengruft Österreichs.

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3. Tag Köszeg – Lockenhaus – Mariasdorf

Die malerische Burgstadt Köszeg liegt nur 3 km von der Grenze zu Österreich entfernt. Sie hatte im Laufe der Geschichte immer wieder schwerste Kriegswirren zu überstehen. 1532 kam der Vormarsch der Türken auf Wien hier zum Stillstand. Mit nur 50 Mann leistete Burghauptmann Miklós Jurisics dem 55 000 Mann starken osmanischen Heer 25 Tage lang Widerstand bis die Türken abzogen.
Die Burg wurde von Matthias Corvinius 1482 erobert, und um einen Renaissance-Westflügel erweitert. 1532 wurde sie durch die Türken zerstört und von Jurisics wieder aufgebaut. Nach Renovierungsarbeiten wurde die Burg 2012 wieder neu der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Durch das Heldentor erreichen Sie die Altstadt mit dem schön gestalteten Jurisics-Platz mit einer Reihe schöner Bauten, wie dem reich verzierten Sgraffito-Haus und dem Generalshaus, das mit einer zweibogigen Loggia geschmückt ist (Außenbesichtigung). Die sehenswerte Kirche St. Jakob wurde 1403–1407 in spätbarockem Stil erbaut und 1758 barockisiert.
Auf österreichischer Seite erwartet Sie in Lockenhaus die letzte echte Ritterburg des Burgenlandes. Sie wurde einst von Tempelrittern bewohnt. Interessant sind auch der Rittersaal und die Burgkapelle.
Rückfahrt nach Szombathely über Mariasdorf mit einer schönen spätgotischen Kirche.

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4. Tag Sopron – Fertöd

Die reizvolle Kleinstadt Sopron besitzt einen alten vom Mittelalter und Barock geprägten Stadtkern, der die Jahrhunderte fast unversehrt überdauerte. Bei einem Rundgang sehen Sie das Wahrzeichen der Stadt, den Feuerturm, dessen Fundament aus der Antike stammt, auf dem barocken Hauptplatz. Zu den schönsten Palais dieses Platzes zählt das Storno-Haus, das Sie auch besichtigen. Die Familie Storno kaufte dieses Gebäude 1872, in dem Franz Liszt 1881 ein Konzert gegeben hat.
Die schöne gotische Marienkirche mit barocker Innenausstattung wird im Volksmund „Ziegenkirche“ genannt. Die dreischiffige Hallenkirche wurde zwischen 1280 und 1491 für Franziskanermönche erbaut. Im 17. Jh. wurden hier zwei Königinnen gekrönt und 1625 Kaiser Ferdinand II. zum ungarischen König. Zudem wurden in der Kirche mehrere Reichstage abgehalten.
Weiterfahrt nach Fertőd zu einer der schönsten und größten Schlösseranlagen Ungarns, dem Schloss Esterházy. Die elegant verspielte Schlossanlage im typischen „Habsburg-Ocker“ entstand im 18. Jh. und begeistert seine Besucher u. a. mit Pavillons und einem Garten aus dem 18. Jh. Fürst Nikolaus Esterházy unterhielt in ständiges Orchester am Hofe, dessen Hofkapellmeister kein Geringerer als Joseph Haydn war. Das wertvollste Zimmer im Schloss ist die Bibliothek, die über 22 000 Bücher birgt.
Ganz in der Nähe befindet sich Ihr Hotel für die letzten beiden Übernachtungen. Genießen Sie die einmalige Atmosphäre eines herrschaftlichen Schlosshotels aus dem 17. Jh.!

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5. Tag Eisenstadt – Rust

Freuen Sie sich heute auf Eisenstadt, die reizvoll gelegene Residenzstadt der Esterházys und charmante Metropole des Burgenlandes. Das wichtigste Bauwerk ist das Schloss Esterházy mit dem prächtigen, über 3 Stockwerke reichenden, Haydnsaal. Hier wurden viele Werke des Komponisten uraufgeführt.
In der Altstadt besuchen Sie das Haydn-Haus. In dem einstigen Wohnhaus des Komponisten werden Schriften, Portraits und Originalinstrumente gezeigt.
Weiter geht es nach Rust am Neusiedler See. Der Ort ist Sitz der österreichischen Weinakademie. Zu sehen sind zahlreiche gut erhaltene Renaissance- und Barockbauten. Die gesamte Altstadt wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Entspannen Sie bei einer Bootsfahrt über den einzigen Steppensee Mitteleuropas, der nur 1,0 bis 1,80 m tief ist.

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6. Tag Stift Heiligenkreuz – Baden – Deutschland

Der letzte Tag Ihrer Reise ist angebrochen. Durch den üppig grünen, vielbesungenen Wienerwald fahren Sie zum Stift Heiligenkreuz, der zweitältesten Zisterzienserabtei Österreichs. Das Kloster besteht ohne Unterbrechung bereits seit seiner Gründung. Der Hl. Leopold gründete es 1133 auf Anraten seines Sohnes Otto von Freising, des späteren Bischofs von Freising. Im Stift leben heute 96 Mönche, und es beherbergt zudem auch eine Hochschule päpstlichen Rechtes. Papst Benedikt XVI. bezeichnete das Kloster bei seinem Besuch 2007 als „Ort der Kraft“.
Nicht weit entfernt liegt die zauberhafte Stadt Baden mit ihrer wunderschönen Bäderarchitektur. Sie haben hier etwas Freizeit. Bummeln Sie durch die Stadt, erfreuen Sie sich an der schönen Biedermeier-Architektur oder genießen Sie den gepflegten Kurpark mit seiner Sommerarena im Jugendstil.
Transfer zum Flughafen Wien. Rückflug nach Köln.

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Bildnachweis:

Schloss_Esterhazy_Fertöd_CCBY_indigotimbre-at-flickr
Szombathely_Bischofspalast_Püspöki_Palota_CCBYSA3.0-KovacsDaniel-at-Wikimedia.commons
Jak_Stiftskirche_Portal © Conti-Reisen
Burg_Güssing_CC0_Csaba_Nagy-at-pixabay
Köszeg_CC0_Zoltán_Takács-at-pixabay
Burg_Lockenhaus_CC0_Christian_Vlasich-at-pixabay
Sopron_Hauptplatz_CC0_Leslie_Eckert-at-pixabay
Eisenstadt_Schlosspark_CC0_Schwoaze-at-pixabay
Neusiedler_See_CCBY4.0-art-&-sociaty-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachleitung: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.
  • Stilvolle Unterbringung in einem 4-Sterne-Boutiquehotel in Szombathely und einem Schlosshotel aus dem 17. Jh. im Raum Fertöd
  • Imposante Burgen in Forchenstein, Güssing und Lockenhaus
  • Malerische Burgstadt Köszeg
  • Szombathely mit dem wunderbaren Bischofspalast und einem Orgelkonzert im Dom
  • Sopron mit der „Ziegenkirche“
  • Die Esterházy-Schlösser in Fertöd und Eisenstadt
  • Bootsfahrt auf dem Neusiedler See
  • Die Biedermeier-Stadt Baden bei Wien

Schloss_Esterhazy_Fertöd_CCBY_indigotimbre-at-flickr
Szombathely_Bischofspalast_Püspöki_Palota_CCBYSA3.0-KovacsDaniel-at-Wikimedia.commons
Jak_Stiftskirche_Portal © Conti-Reisen
Burg_Güssing_CC0_Csaba_Nagy-at-pixabay

Reiseverlauf

  1. Köln – Wien – Szombathely
  2. Szombathely – Ják – Güssing
  3. Köszeg – Lockenhaus – Mariasdorf
  4. Sopron – Fertöd
  5. Eisenstadt – Rust
  6. Stift Heiligenkreuz – Baden – Deutschland


Köszeg_CC0_Zoltán_Takács-at-pixabay
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Sopron_Hauptplatz_CC0_Leslie_Eckert-at-pixabay
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Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Fachleitung: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.

Nach einem Architekturstudium in Stuttgart, Vertiefung in Denkmalpflege, folgte ein Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Stuttgart, Wien, Bonn und Kiel, mit einem Forschungsjahr in Straßburg und der Promotion über das Straßburger Münster. Prof. Dr. Barbara Schock-Werner ist Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung und war von 1999 bis 2012 Dombaumeisterin zu Köln. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu den Bereichen mittelalterliche Architektur und Bauorganisation.

Termine

  • 25.06.2020 – 30.06.2020

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