Tel. 0221-801952-0 | Mo. - Fr. 9:00 - 17:00 Uhr | Kontakt

Reisefinder - Rumänien - A_RUMJAN_19

Conti-Reisen / Reisefinder / Studienreisen / Europa / Rumänien / Rumänien - A_RUMJAN_19

Reisen-finden Erweiterte Suche VolltextsucheReisekalender


Rumänien

Kirchenburgen und Moldauklöster in Siebenbürgen

In Kooperation mit der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen



Reisetermin: 17.05. - 26.05.2019
Jetzt anmelden

Das Land zwischen Karpaten, Donau und Schwarzem Meer fasziniert den Reisenden durch die Vielfalt der Völker und Kulturen, nahezu unberührte Gebirgslandschaften und fruchtbare grüne Täler. Die orthodoxen Klöster von Moldau und Walachei mit ihrer ungewöhnlichen Außenbemalung gelten als wichtiges Erbe und kunsthistorische Höhepunkte des christlichen Europa.

Freuen Sie sich auf dicht bewaldete, wildromantische Karpatenhöhen, mächtige Kirchenburgen und mittelalterliche Städte in Siebenbürgen und die berühmten bemalten Klöster der Bukowina, ehemals österreichisches Kronland.
Erkunden Sie ein Land, das sich im Spagat zwischen Althergebrachtem und der Moderne befindet.


1. Tag Köln – Wien – Sibiu (Hermannstadt)

Flug mit Austrian Airlines ab Köln über Wien nach Sibiu (andere Abflughäfen auf Anfrage).
Zimmerbezug für 3 Übernachtungen und Abendessen.

nach oben

2. Tag Die Kirchenburgen rund um Sibiu

Sie fahren durch eine wunderschöne Landschaft nach Cisnadiora (Michelsberg).
Obwohl die Kirchenburg im 15. Jh. der Kirchgemeinde Heltau zugeordnet wurde, blieb den Michelsbergern gestattet, sich im Verteidigungsfalle auf die Kirchenburg zurückzuziehen. Daraus entwickelte sich ein Brauch, der sich bis ins 19. Jh. durchsetzte: Jeder junge Mann musste in der Nacht vor der Hochzeit einen runden Stein den Berg hinaufschaffen. Dieser wurde dann auf der Befestigungsmauer gelagert, um im Verteidigungsfall auf den Feind herabgerollt zu werden.
Über einen Treppenaufgang erreichen Sie das 70 m hohe Plateau auf dem die schlichte, romanische Basilika steht.
Am Fuße der Südkarpaten liegt Cisnadie (Heltau). Der Ort wurde 104 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt und von den Siebenbürger Sachsen gegründet und bewohnt. Sie besichtigen die Kirchenburg aus dem 13. Jh. Im Innenraum lässt sich der Altar von Veit Stoß dem Jüngeren, mit einer ausdrucksstarken Darstellung der Maria mit dem Kind, bewundern.
Im Anschluss erreichen Sie Cristian (Großau). Die Kirchenburg des Ortes wurde 1498 durch den Baumeister Andreas Lapicida errichtet. Ende des 15. Jh. wurde sie zur dreischiffigen Hallenkirche umgebaut.
Rückfahrt nach Sibiu.

nach oben

3. Tag Sibiu (Hermannstadt)

Sie erleben eine der schönsten Städte Siebenbürgens und gleichzeitig eine der wichtigsten deutschen Gründungen. Im 14. Jh. ernannte der Papst diese Stadt zum „Schutzwall aller Christen“. Noch heute ist sie der Sitz der siebenbürgischen-sächsischen Landeskirche. 2007 war Sibiu Kulturhauptstadt Europas, was den Bekanntheitsgrad sehr steigerte. Bei der ausführlichen Besichtigung der mittelalterlichen Altstadt sehen Sie den Großen und Kleinen Ring, die Lügenbrücke und die evangelische Stadtpfarrkirche. Freuen Sie sich auf ein exklusives Orgelkonzert durch die deutschsprachige, örtliche Organistin.
Die orthodoxe Kathedrale von Sibiu erinnert etwas an die Hagia Sophia in Istanbul. Ihre größte Kuppel hat einen Durchmesser von 15 m. Sie ist heute Sitz des orthodoxen Metropoliten von Siebenbürgen (Außenbesichtigung).
Am Nachmittag besuchen Sie das „Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt“ (DFDH). Das Forum ist eine der mehr als 120 Forums-Filialen im Land und ist bis heute eine der mitgliederstärksten Basisorganisationen. Es bietet einen Raum, Entwürfe und Ideen zu diskutieren und das Potenzial der Gemeinschaft zu fördern.
Abendessen in einem gemütlichen Altstadtrestaurant mit typischen Gerichten Siebenbürgens.

nach oben

4. Tag Siebenbürgen

Nach dem Frühstück fahren Sie durch das Kokeltal. Die Große und die Kleine Kokel sind zwei Flüsse, an denen die Siebenbürger Sachsen viele Ortschaften gegründet haben. Sie starten mit der Besichtigung der Kirchenburg aus Valea Viilor (Wurmloch), eine der mächtigsten Wehranlagen in diesem Teil Siebenbürgens.
Weiterfahrt nach Biertan (Birthälm). In dem typischen Bauerndorf Siebenbürgens besuchen Sie die wehrhafte Kirchenburg (UNESCO-Weltkulturerbe), die als schönste Rumäniens gilt. In einem scheinbar vergessenen Turm sind unbearbeitete Originalfresken sichtbar. Schauen Sie sich die Türme einmal etwas genauer an und entdecken Sie einzelne Gesichter. Eine Besonderheit und einer der Schätze der Burg ist die mechanisch aufwendige Sakristeitür mit 19 Riegeln, die auf der Weltausstellung 1889 in Paris vorgestellt wurde und große Beachtung fand.
Malmkrog ist eines der wenigen Dörfer in Siebenbürgen, in denen es sowohl ein ungarisches Adelsschloss als auch eine sächsische Kirchenburg gibt.
Anschließend kommen Sie nach Sighisoara (Schäßburg), das liebevoll als das „Nürnberg“ von Rumänien bezeichnet wird.
Zimmerbezug für 1 Übernachtung in Sighisoara.

nach oben

5. Tag Sighisoara (Schäßburg) – Targu Mures (Neumarkt) – Bistrita (Bistritz)

Sie machen sich auf zu einem Spaziergang durch die Gassen von Schäßburg, der einer Reise zurück ins Mittelalter gleicht. Hier erwartet Sie ein Rundgang durch die mittelalterliche Burg. Sie kommen vorbei am Stundturm (Außenbesichtigung), einem der neun Wehrtürme des ehemaligen Befestigungssystems, und an der Bergkirche. Auf dem Weg zum Turm sehen Sie ein Denkmal, mit dem die Stadt Hermann Oberth ehrt. Eine Attraktion ist auch das Haus, in dem der walachische Fürst Vlad Dracul, Vater von Vlad Tepes (Vlad der Pfähler) gewohnt hat, heute ein bekanntes Restaurant.
Weiterfahrt nach Targu Mures (Neumarkt) und Rundgang durch die schöne Altstadt. Sie besichtigen den beeindruckenden Kulturpalast im Sezessionsstil und sehen die orthodoxe Kathedrale, die katholische Kirche und die schön restaurierten Bürgerhäuser (Außenbesichtigungen).
Anschließend erreichen Sie Bistrita (Bistritz), das einstige Zentrum der Sachsen in Nordsiebenbürgen. Das Bild der Stadt wird geprägt von der hohen evangelischen Kirche aus dem 14. Jh.
Am ehemaligen Kornmarkt lassen sich hübsche alte Bürgerhäuser mit auffälligen Laubengängen bewundern.
Abendessen und 1 Übernachtung in Bistrita.

nach oben

6. Tag Tihuta Pass – Kloster Moldovita

Fahrt durch die wunderschöne Landschaft der Ostkarpaten bis zur Passhöhe Tihuta.
Es sind vier Klöster und eine Dorfkirche, die von der UNESCO für die Einzigartigkeit der Außenwandmalereien ausgezeichnet wurden. Eins davon werden Sie heute noch besichtigen: das Kloster Moldovita.
Über das kleine Bukowina-Dörfchen Vatra Dornei erreichen Sie das „leuchtende Juwel“ im Tal des Flusses Moldovita. Geschützt wird es von dicken, 5 m hohen Außenmauern, inmitten eines kleinen Blumengartens. Die Außenfresken des Klosters strahlen in Blau, Rot und Gelb. Sie stammen von Toma Zugravul und zeigen „Die Belagerung Konstantinopels“ im Jahre 629 n. Chr. Im Kircheninneren sind die Fresken dem orthodoxen Kirchenjahr gewidmet und zeigen die ersten sechs Monate des Kirchenkalenders. Das zweite Halbjahr ist im hinteren Raum des Klosters, dem Grabraum, abgebildet.
Weiterfahrt zum Hotel in der Bukowina.
1 Übernachtung.

nach oben

7. Tag Faszination Moldaukloster

Heute stehen zwei weitere der faszinierenden Moldauklöster auf dem Programm: Kloster Sucevita und Voronet. Obwohl jedes dieser Klöster in seiner Art einzigartig ist, sind alle doch einer Epoche zuzuordnen. Um 1530 entstanden, haben die Fresken bis heute nichts von ihrer leuchtenden Schönheit verloren und zeigen nicht nur sakrale, sondern auch weltliche und politische Motive.
Die bezaubernde Anlage des Klosters Sucevita, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2010, wurde 1582–1601 von der reichen Bojaren- und Herrscherfamilie Movila erbaut. Es ist ein harmonischer Kirchenbau mit grazilem Turm. Bemalt wurde das Kloster von Ion Zugravul und seinem Burder Sfronie – die original erhaltenen Außenfresken liefern sich ein Farb- und Kontrastduell mit dem Grün des Rasens und der Blätterpracht der umgebenen Bäume. Da die Malereien erst relativ spät entstanden, sind sie auch die am besten erhaltenen aller Moldau-Klöster.
Sie kommen zum berühmtesten und kostbarsten der rumänisch-orthodoxen Klöster, dem Kloster Voronet, das auch als „Sixtinische Kapelle des Ostens“ betitelt wird. Das leuchtende Blau der Außenfresken haben die mittelalterlichen Meister aus dem Mineral Azurit. Seine Leuchtkraft erhielt es durch seinen schwarzen Untergrund aus Holzkohle sowie einem organischen Beigemisch aus Kalk und Kuhmilchkäse. Die Malereien ziehen sich wie ein kunstvoll gestalteter Teppich über die Außenwände des Klosters und stellen das Jüngste Gericht mit Jesus Christus in einem Lichterkranz dar – es ist das bekannteste und größte Fresko der Moldau-Klöster.
Ein besonderes Highlight ist auch das Muzuel Oului – das Eiermuseum. Hier finden Sie Kunst – keinen Kitsch! Die Besitzer des Ateliers und des Museums Frau Prof. Letitia Orsivischi Heiser hat in den letzten 16 Jahren über 3.000 dekorierte Eier aus der ganzen Welt zusammengetragen und zeigt diese nun in über 22 Vitrinen. Bei einer kleinen Vorführung der Wachsmaltechnik mit den traditionellen Bukowina-Motiven und Symbolen lernen Sie diese Kunst näher kennen.
1 Übernachtung in Piatra Neamt.

nach oben

8. Tag Piatra Neamt – Lacul Rosu – Harman (Honigberg) – Prejmer (Tartlau) – Brasov (Kronstadt)

Piatra Neamt, besser bekannt als Kreuzburg an der Bistri, liegt inmitten von bewaldeten Bergen am Rande der Ostkarpaten. Nach dem Bau des Fürstenhofs, der von Stefan cel Mare errichtet wurde, entwickelte sich der Ort zu einem berühmten Kunstgewerbe- und Wirtschaftszentrum. Um den Fürstenhof herum gruppieren sich der gotische Glockenturm, die ehemalige Fürstenkirche sowie zwei Museen (Außenbesichtigungen).
Durch ein zauberhaftes Tal windet sich die Nationalstraße 12C den 1256 m hohen Pasul Pangarati hinauf. Sie erreichen den Lacul Rosu, den Roten See. Er bietet einen bizarren Anblick, denn aus seinem Wasser ragen Baumstämme und Äste nackter Nadelbäume, auf denen sich Vögel gerne niederlassen.
In Harman (Honigberg) sehen Sie eine typisch siebenbürgische Kirchenburg mit Zugbrücke und Ringmauern.
Weiterfahrt nach Prejmer (Tartlau) und Besuch der besterhaltenen Kirchenburg Siebenbürgens. Die mächtige Befestigungsmauer und über 200 Wohn-kammern im Inneren zeugen von der einstigen Bedeutung dieser Anlage.
Weiterfahrt nach Brasov (Kronstadt) und Zimmerbezug für 2 Übernachtungen.

nach oben

9. Tag Brasov (Kronstadt) – Rasnov (Rosenau)

Brasov (Kronstadt), das auf den Deutschen Ritterorden zurückgeht, ist eines der wichtigen politischen und kulturellen Zentren Rumäniens. Mit seinen zum Teil sehr aufwendig restaurierten alten Bürgerhäusern und farbigen Werbeflächen zeigt Kronstadt auch das moderne Gesicht des heutigen Transsilvaniens. Sie erkunden die Altstadt und besichtigen u. a. die Schwarze Kirche, deren Mauern seit einem Brand im 17. Jh. lange rußgeschwärzt waren. Sie beherbergt die Orgel des Meisters Buchholz mit über 4.000 Pfeifen und ist damit die größte Orgel Südosteuropas.
Nach einer individuellen Mittagspause besuchen Sie die beeindruckende Bauernburg von Rasnov (Rosenau). Die Kirchenburg überragt auf einem steilen Berg die Wiesen und Gärten der Region.
Rückfahrt zum Hotel.

nach oben

10. Tag Carta (Kerz) – Sibiu – Wien – Köln

Heute heißt es Abschied nehmen. Sie fahren zurück nach Sibiu.
Auf dem Weg machen Sie einen letzten Halt im Ort Carta (Kerz). Den Namen verdankt der Ort dem Kloster Kerz, einem Zisterzienserkloster, das 1202 gegründet und 1474 unter Matthias Corvinus aufgelöst wurde.
Heute liegt das einstige Kloster als Ruine dar. Nur noch die Außenmauern sowie der Chor, der heute der evangelischen Gemeinde als Kirche dient sind noch erhalten. Der interessante Kirchen-Torso lässt die Baukunst des Ordens erahnen.
Nach dem Besuch erreichen Sie den Flughafen von Sibiu. Rückflug über Wien nach Köln.

nach oben


Bildnachweis:

Kirchenburg © Prof.Thiele
Hermannstadt Sibiu CCBYSA Andrei-Daniel Nicolae-at-flickr
Biertan CCBYSA Andrei Dan Suciu-at-commons.wikimedia
Targu Mures CCBYSA Oswald Engelhardt-at-wikimedia.commons
Bukowina CCBYSA papaishu-at-flickr
Kloster Sucevita CCBY Jeldu-at-flickr
Kloster Voronet CCBYSA NIcolas Vollmer-at-flickr
Muzuel Oului CCBYSA burlan marius-at-flickr
Harman CCBYSA KLMircea-at-flickr
Rasnov CCBY CameliaTWU-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

nach oben