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Flandern

Berühmte belgische Kunststädte

In Kooperation mit den Freunden des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig



Reisetermin: 12.06. - 16.06.2019
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Besuchen Sie Flandern, eine der drei Regionen des Königreichs Belgien. Von Ihrem Standorthotel in Brügge, Belgiens Kunst- und Kulturzentrum, sehen und entdecken Sie historische Bauwerke, wie die Heilig-Blut-Basilika, die Liebfrauenkirche und das Brügger Rathaus. In Gent steht unter anderem die Besichtigung St.-Bavo-Kathedrale mit dem weltberühmten, kostbaren „Genter Altar“ von Jan van Eyk auf dem Programm. Antwerpen lädt Sie ein zu einem Streifzug auf den Spuren Rubens‘, der hier lebte und arbeitete. Sie bewundern seine Kunst und die Werkstatt im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers.


1. Tag Köln – Leuven – Brügge

Fahrt im modernen Reisebus von Köln in die belgische Stadt Leuven (Vorübernachtung in Köln auf Anfrage).
Die kleine Hafenstadt am Fluss Dijle wurde erstmals 884 als normannisches Lager erwähnt. Im 6. und 7. Jh. erlangte sie große Bedeutung als Zentrum des Handels der Tuchproduktion, was sich in späteren Jahrhunderten allerdings wieder verlor. Viele gotische Gebäude sowie die Strahlringplanung der Stadt stammen aus dem Mittelalter. Sie besuchen das Rathaus am Grote Markt, das eindrucksvollste Gebäude der Stadt. Es gilt als eines der schönsten Bauwerke der Spätgotik in Europa und ist eines der berühmtesten Rathäuser der Welt.
Links neben dem Rathaus steht der Tafelrond, der ursprünglich als Versammlungshaus der Gilden der Rhetoriker und Schützen, später auch als Festsaal diente. Im 19. Jh. wurde das Bauwerk durch einen neuen, neoklassizistischen Bau ersetzt. Nach dem ersten Weltkrieg beschloss man allerdings das Ursprungsgebäude wieder aufzubauen (Außenbesichtigung).
Direkt gegenüber befindet sich die gotische St. Pieterskirche aus dem 15. Jh. Ihr Bau wurde, wie auch der des Rathauses und des Tafelronds, von Sulpitius van Vorst begonnen und nach dessen Tod von Matheus de Layens fortgeführt. Trotzdem ist die Kirche bis heute unvollendet geblieben. In der Schatzkammer der Kirche sehen Sie neben zahlreichen anderen Gemälden und Standbildern, das Triptychon „Der Abendmahlsaltar“, ein Hauptwerk von Dierick Bouts, und das Gemälde „Das Martyrium des heiligen Erasmus“.
Nach einer individuellen Mittagspause besuchen Sie den Großen Beginenhof (UNESCO-Weltkulturerbe). Das ehemalige Frauenkloster ist auf einer Fläche von 3 ha angelegt und einer der größten noch bestehenden Beginenhöfe in Flandern. In seinen Blütezeiten im 13. Jh. und später im 16. Jh. lebten hier bis zu 360 Beginen. In den 1960er Jahren erklärte sich die katholische Universität Leuven dazu bereit, die damals heruntergekommene Anlage zu restaurieren, um dort Studenten und Gastprofessoren unterzubringen. Der typische Stadtbeginenhof erschließt sich über zahlreiche kleine Straßen und Plätze sowie drei Brücken über die Dijle, die den Hof durchfließt.
Nach der Besichtigung fahren Sie weiter nach Brügge, wo Sie Ihr Standorthotel für die nächsten 4 Übernachtungen beziehen.
Gemeinsames Abendessen im Restaurant.

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2. Tag Brügge

Der heutige Tag ist ganz Brügge gewidmet. Durch ihren eindrucksvollen kunsthistorischen und kulturellen Besitz erwarb die Stadt europäischen Ruhm als Kunst- und Kulturzentrum. Sie entdecken sehenswerte historische Bauwerke, wie unter anderem die Heilig-Blut-Basilika im Zentrum der Stadt. Hier wird die von den Katholiken als eine der bedeutendsten Reliquien Europas verehrte „Ampulle mit dem Blut Christi“ aufbewahrt.
Die Liebfrauenkirche gehört stilistisch zur frühesten Backsteinarchitektur in Flandern. Der Beginn ihrer Baugeschichte reicht bis in das frühe 13. Jh. zurück. In der Kirche befinden sich unter anderem die Grabmäler von Maria von Burgund und ihrem Vater Karl dem Kühnen.
Weiter kommen Sie zum Brügger Stadhuis (Rathaus) aus dem Jahr 1376. Von hier aus wird die Stadt seit über 600 Jahren verwaltet. Sehenswert ist der gotische Saal, der mit seinen Wandmalereien aus der Zeit um 1900 und dem polychromen Gewölbe ein herrliches Kunstwerk abgibt.
Nachmittags besuchen Sie das Groeninge-Museum, in dem eine reiche und interessante Übersicht über sechs Jahrhunderte flämischer, holländischer und belgischer Malerei geboten wird. Höhepunkte sind u. a. die weltberühmte Sammlung der flämischen Primitiven, Werke von diversen Renaissance- und Barockmeistern, Spitzenwerke des flämischen Expressionismus und ein wechselndes Angebot aus der Sammlung Moderner Kunst nach 1940/45.

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3. Tag Antwerpen

Die Stadt ist vor allem durch seine großen Künstler wie Rubens, van Dyck, Jordaens, Bruegel und Platin, aber auch durch tausend Jahre Architektur, fünf Jahrhunderte Musik und Kunsthandwerk sowie seinen großen Hafen geprägt. Hier werden Diamanten gehandelt und Modetrends kreiert. Ein Stadtrundgang führt Sie zunächst zum Grote Markt und entlang der barocken Häuser rund um den Platz. In seiner Mitte befindet sich der Brabofontein der Silvius Brabo zeigt, wie er die abgeschlagene Hand des Riesen Antigonus in die Schelde wirft. An der Westseite des Platzes befindet sich das Rathaus von 1561–1565. Am Mittelgiebel sind die Wappen der Herzöge von Brabant, Philipps II. und der Markgrafschaft Antwerpen abgebildet (Außenbesichtigung).
In unmittelbarer Nähe befindet sich die Liebfrauenkathedrale. Die Kirche ist die Domkirche des Bistums Antwerpen und gleichzeitig die größte gotische Kirche Belgiens. Sie zählt zu den Höhepunkten der brabantischen Baukunst. Ihr filigran wirkender, 123 m hoher Turm gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen Antwerpens. Im Inneren der Kathedrale sehen Sie unter anderem die „Kreuzaufrichtung“ und die „Kreuzabnahme“ von Rubens. Mehr über den Künstler erfahren Sie bei einem Besuch des Rubenshauses. Die Pläne für seinen 1610 errichteten „Palais“ mit großem Eingang zum Innenhof entwarf Rubens selbst. Das Haus sollte an einen italienischen Renaissancepalazzo erinnern und diente Rubens und seiner Familie als Wohnung und Atelier.
Sie besichtigen das Museum Plantin-Moretus. Das Museum geht auf die Druckerei des Christoph Plantin aus dem 16. Jh. zurück. Sie ist die einzige erhaltene Buchdruckerei aus der Zeit der Renaissance und des Barock und wurde 2005 als erstes Museum in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Das Museum beherbergt die älteste Druckpresse der Welt und eine typographische Schatzkammer mit zahllosen Drucklettertypen aus Metall. Darüber hinaus findet sich eine Sammlung von Druckgrafiken und eine Bibliothek mit rund 25.000 alten Buchbänden, die einen fast vollständigen Überblick über die Buchproduktion vom 16.–19. Jh. geben. Zu den wichtigsten Werken zählen die Biblia Polyglotta (1567–1572) in fünf Sprachen, Abraham Ortelius’ berühmter Atlas Theatrum Orbis Terrarum von 1579, der Thesaurus Teutoniae Linguae sowie das Kräuterbuch des Rembert Dodoens.

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4. Tag Gent

Sie kommen in die Universitätsstadt Gent. Während einer Stadtführung sehen Sie die zahlreichen gotischen Patrizierhäusern und das mittelalterliche Tuchmacherviertel. Außerdem sind hier auch viele Häuser aus der Jugendstilphase und der Art-Deco-Zeit erhalten geblieben. Sie passieren den Gravensteen, eine der gewaltigsten Wasserburgen Westeuropas, mitten in der Stadt. Sie wurde auf Befehl von Philipp von Elsass, dem damaligen Grafen von Flandern, errichtet (Außenbesichtigung).
Vom Gravensteen bis zum Rabot, ein 1489 errichtetes Schleusenhaus mit Rundtürmen, ist durch die Bebauung rund um den früheren Hof zum Walle, ein historischer Bereich entstanden. Die Umgebung des sogenannten Prinzenhofs erfüllt heute vor allem eine Wohnfunktion.
Der 95 m hohe Belfried stellt das Symbol der Unabhängigkeit der Stadt dar. Hier wurden die Privilegurkunden von Gent aufbewahrt (Außenbesichtigung). Seit 1936 ist der Turm mit seinen anliegenden Bauten denkmalgeschützt und gehört seit 1999 zusammen mit der Tuchhalle und dem „Mammelokker“ auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Individuelle Mittagspause rund um den Grote Markt.
Als Höhepunkt des heutigen Tages besichtigen Sie die St.-Bavo-Kathedrale mit dem weltberühmten, kostbaren „Genter Altar“ von Jan van Eyk. Der mächtige Bau aus Backstein und Granit wurde über mehrere Jahrhunderte errichtet und weist verschiedenen Baustile mit hochgotischen, spätgotischen und romantischen Elementen auf. Neben den Bischofsgräbern aus dem 15. und 16. Jh. beherbergt die Krypta auch den Kirchenschatz, wie unter anderem ein Evangeliar aus dem 9. Jh., und den Schrein des hl. Macarius von Hugo de la Vigne (1616). Außerdem können Sie einzigartige Gemälde bewundern, vor allem „Die Berufung des hl. Bravo“ von Peter Paul Rubens (1624) und „Jesus unter den Schriftgelehrten“ von Frans Pourbus.
Zum Abschluss des Tages besuchen Sie das Museum der Schönen Künste. Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig die flämische und belgische Malerei des 14.–20. Jh. Besonders erwähnenswert sind zwei Gemälde in der Abteilung der Alten Meister: „Christus trägt das Kreuz“ und „Hl. Hieronymus“ beides Werke von Hieronymus Bosch.
Gemeinsames Abschlussabendessen in einer Brauerei in Brügge.

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5. Tag Brügge – Gaasbeek – Köln

Heute heißt es Abschied nehmen von der schönen Stadt Brügge.
Einen letzten Zwischenstopp legen Sie in Gaasbeck ein. Sie besuchen das Kasteel Gaasbeek, das vom 13.–20. Jh. erbaut wurde. Als Teil des ehemaligen Verteidigungsgürtels von Brüssel wirkt das Gebäude von außen wehrhaft. Im Innenraum wurde ein historisierendes Dekor geschaffen, in dem originale Kunstwerke und Antiquitäten mit Nachbildungen ergänzt wurden.
Im Sommer 2019 zeigt das Schloss eine besondere Ausstellung: „Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt“. Sie sehen Schlüsselwerke flämischer und internationaler Künstler, die im Bezug zu Pieter Bruegel stehen. So erhalten Sie interessante Einblicke in das Leben und Wirken des Künstlers, der häufig als „Verkörperung der flämischen Identität“ betrachtet wird.
In Form von Kunst, Performance und Musik haben die Kuratoren Luk Lambrecht und Lieze Eeneman zehn Künstler gebeten, auf Themen aus Bruegels Oeuvre einzugehen und diese wiederzuentdecken.
Schlendern Sie auch durch den schönen Park und Museumsgarten aus der Frühbarockzeit in dem unter anderem verschiedene Obst- und Gemüsesorten wachsen. Von der doppelten Treppe bietet sich eine Panorama-Aussicht auf das Schloss.
Nach einer individuellen Mittagspause fahren Sie mit dem Bus zurück nach Köln.

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Bildnachweis:

WRM - LOGO
Gent St.-Bavos-Kathedrale CCBYSA VisitGent-at-flickr
Stadhuis Leuven CCBYSA Helena-at-flickr
Brügge - Rozenhoedkaai BBBY Stefan Klaas-at-flickr
Antwerpen Liebfrauenkathedrale CCBYSA János Korom Dr.-at-flickr
Rubenshaus und Garten CCBY elisabeth-at-flickr
Gravensteen CCBY Ana-at-flickr
Museum voor Schone Kunsten CCBYSA VVBAD-at-flickr
Turmbau zu Babel - Pieter Bruegel CCBYSA Frans Vandewalle-at-
Kasteel van Gaasbeek CCBY Visitflanders-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Wolfgang Till Busse, Kunsthistoriker
  • Standorthotel in Brügge
  • Eindrucksvolles kunsthistorisches und kulturelles Brügge
  • Die Stadt der Künstler: Antwerpen
  • St.-Bavo-Kathedrale mit Jan van Eyks weltberühmten „Genter Altar“
  • Abschlussabendessen in einer belgischen Brauerei
  • Besuch der Sonderausstellung: „Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt“

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Gent St.-Bavos-Kathedrale CCBYSA VisitGent-at-flickr
Stadhuis Leuven CCBYSA Helena-at-flickr
Brügge - Rozenhoedkaai BBBY Stefan Klaas-at-flickr
Antwerpen Liebfrauenkathedrale CCBYSA János Korom Dr.-at-flickr

Reiseverlauf

  1. Köln – Leuven – Brügge
  2. Brügge
  3. Antwerpen
  4. Gent
  5. Brügge – Gaasbeek – Köln


Rubenshaus und Garten CCBY elisabeth-at-flickr
Gravensteen CCBY Ana-at-flickr
Museum voor Schone Kunsten CCBYSA VVBAD-at-flickr
Turmbau zu Babel - Pieter Bruegel CCBYSA Frans Vandewalle-at-
Kasteel van Gaasbeek CCBY Visitflanders-at-flickr

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Fachreiseleitung: Dr. Wolfgang Till Busse, Kunsthistoriker, Köln

Nach seinem Studium in Siena, Köln und Oxford war der Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Till Busse viele Jahre als Redakteur eines deutschen Kunstbuchverlages tätig. Er arbeitet redaktionell für große Galerien in Köln und verfasste einen Architekturguide über die Domstadt am Rhein.
Darüber hinaus ist er als Museumspädagoge und Gästeführer u. a. im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz Museum in Köln tätig und lehrt Kunstgeschichte in Köln und Vermont (USA).
Spezialisiert auf italienische Renaissance und das Mittelalter, schlägt sein Herz für die zeitgenössische deutsche Kunst.

Termine

  • 12.06.2019 – 16.06.2019

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