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Reisefinder - (Kultur)wandern auf den Spuren Peter Zumthors - A_GRAZDV

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(Kultur)wandern auf den Spuren Peter Zumthors

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 31.08. - 07.09.2019
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Sie möchten die beeindruckende Landschaft der Schweizer Alpenwelt nicht nur im Vorbeifahren sehen, sondern tiefer in die Natur und Kultur in dieser Region einsteigen? Dann sind Sie auf unserer Studienreise mit leichten Wanderungen durch Graubünden genau richtig!
Erleben Sie die Mischung aus ursprünglicher Natur und moderner Architektur – unter anderem auch beeinflusst durch die Bauten des Schweizer Architekten Peter Zumthor.
Zumthor ist wohl einer der anerkanntesten zeitgenössischen Architekten weltweit, was sich nicht zuletzt in der Verleihung des Pritzker-Preis, des wohl bedeutendsten Architektur-Preises, zeigt. Auch in Köln schuf er mit dem Kolumba Kunstmuseum eine Architekturikone.
Begeben Sie sich auf die Spuren des Schweizer Architekten mit dem stellvertretenden Kölner Dombaumeister Dr. Albert Distelrath. Zumthors puristische Art des Entwurfs und den Einbezug der Natur und Umgebung hat auch Distelraths Sichtweise auf Architektur stark beeinflusst. Entdecken Sie die Bauwerke Zumthors gemeinsam mit Albert Distelrath durch die Augen eines Architektur-Profis und wandern Sie mit ihm durch eine seiner favorisierten Landschaften.
Diese Reise wird sowohl kulturell als auch landschaftlich Ihre Seele berühren.


1. Tag Köln – Zürich – Bregenz – Laax; Architektonische Einstimmung

Flug mit Eurowings von Köln nach Zürich.
Am Flughafen erwartet Sie Ihr Reisebus, mit dem Sie zunächst nach Bregenz an den Bodensee fahren. Sie besuchen das Kunsthaus Bregenz KUB, das in wechselnden Ausstellungen internationale zeitgenössische Kunst zeigt. Das Gebäude selbst wurde vom bekannten, mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Schweizer Architekten Peter Zumthor geplant und von 1990 bis 1997 errichtet.
Nach einem sich anschließenden Stadtrundgang fahren Sie weiter nach Laax.
Bezug der Unterkunft für die nächsten 5 Übernachtungen und gemeinsames Abendessen im Hotel.

keine Wanderung

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2. Tag Chur – Haldenstein; Burgen, Ruinen und Modernes

Sie fahren in die Hauptstadt des Kantons Graubünden, nach Chur. Umgeben ist die Stadt von einer idyllischen Hochebene mit zahlreichen Wanderwegen. Hier machen Sie sich auf zu Ihrer ersten Wanderung. Die Route mit Panoramablick führt Sie durch ein lichtes Wäldchen, entlang der Mündung der Plessur in den Rhein, über die Rheinbrücke bis in das Dorf Haldenstein. Am Südrand des Ortes befindet sich das Haldensteiner Schloss mit burgartigem Charakter. Seinen geschichtlichen Ursprung hat der ehemalige Sitz der Herrschaft Haldenstein in der Burg Haldenstein oberhalb des Dorfes, zu der auch die benachbarte Burg Lichtenstein gehörte. Beide Felsenburgen sind heute Ruinen.
Im Anschluss sehen Sie Zumthors Wohn- und Atelierhaus. Das Gebäude des ersten Ateliers ist ein Leitbau der neuen Bündner Architektur und des zeitgenössischen Holzbaus. Etwa zwanzig Jahre später fügte Zumthor ein zweites Atelier und Wohnhaus hinzu – eine ungezwungene, akribisch kontrollierte Meisterleistung aus einem Guss. Der Komplex ergänzt das erste Atelierhaus und umgibt den Gartenhof wie ein „U“. Die Kombination aus gewöhnlichen und edlen Materialien, glatten Betonwände und Böden aus verschiedenen Hölzern fügt sich perfekt in die Natur und die weite Landschaft ein (Außenbesichtigung).
Rückfahrt nach Laax und gemeinsames Abendessen im Hotel.

Wanderstrecke: 6,8 km ∙ 280 hm ∙ leicht

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3. Tag Chur – Rheinschlucht

Heute fahren Sie noch einmal nach Chur und schauen sich – vor einer weiteren Wanderung – das Städtchen genauer an. Chur gilt als die älteste Stadt der Schweiz. Von der hübschen, autofreien Altstadt führen verzweigte Gassen in den Hof des Bischofspalasts zur dreischiffigen Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt aus dem 13. Jh.
Auf dem Areal Ackermann besichtigen Sie die Ausgrabungen der Siedlungsgeschichte Churs. Die Schutzbauten – Museumsgebäude, Schutzhülle und architektonisches Juwel in einem – stammen ebenfalls aus der Architektenhand Zumthors (1986).
Dr. Albert Diestelrath ist mit dem Thema Schutzbauten sehr vertraut, da er selbst für das Deutsche Archäologische Institut für Ausgrabungen in der Türkei und Saudi Arabien Schutz- und Präsentationskonzepte entwickelte. Am Kölner Dom beschäftigt er sich mit diesen Fragen auch für die Domgrabung.
Nach einer individuellen Mittagspause geht es erneut in die bezaubernde Natur. Sie wandern zur Aussichtsplattform der Rheinschlucht und genießen den spektakulären Schweizer „Grand Canyon“, die Ruinaulta.

Wanderstrecke: 8,4 km ∙ 316 hm ∙ leicht

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4. Tag Disentis – Rheinquelle; Vom Oberalppass bis zum Tomasee

Der Ort Disentis wird vom mächtigen Benediktinerkloster beherrscht. Die um 720 gegründete Abtei ist eine der ältesten des Landes. Bei einer Klosterführung erhalten Sie Einblicke in die 1.400 Jahre alte Geschichte des Klosters und seiner Bewohner.
Thematisch schließt sich die Wanderung vom Oberalppass zur Rheinquelle an, denn auch die Benediktinermönche wanderten hier und genossen die Gegend. So beschrieb auch Pater Placidus A. Spescha (1752 - 1833): „…es ist eine wunderschöne Gegend und somit würdig, die Urquelle eines solchen Flusses zu sein“.
Entlang der Passstraße und über Alpweiden geht es zum Tomasee und wieder zurück zum Oberalppass.
Rückfahrt nach Laax und gemeinsames Abendessen im Restaurant.

Wanderstrecke: 8 km ∙ 468 hm ∙ mittelschwer

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5. Tag Disentis – Sumvitg; Von Wallfahrtskirche zu Wallfahrtskirche

Von Disentis, entlang des Rheins wandern Sie über Natur-Straßen, durch den Wald und über offene Weiden bis zum kleinen, verschlafenen Ort Cavardiras. Über dem Wallfahrtsort ragt die schon von weitem sichtbare Kirche, die dem Hl. Antonius geweiht ist. Einmal im Monat treffen sich hier die Pilger zum Gebet. Weiter geht es vorbei an hübschen Bauernhäusern nach Sumvitg.
Oberhalb des Dorfes steht die Caplutta Sogn Benedetg. Als 1984 die alte Kapelle durch eine Lawine zerstört wurde, beschloss das Kloster Disentis als Eigentümer, eine neue Kapelle zu errichten. Der Gewinner eines Architekturwettbewerbes war Peter Zumthor, der 1988 die neue Kapelle erbaute. Sie ist aus Holz gebaut und soll an ein Boot in Bewegung erinnern. Für die Caplutta wurde Zumthor mit zwei Preisen ausgezeichnet: 1992 mit dem „Neues Bauen in den Alpen“ und 1994 „Gute Bauten 1994“ Graubünden.
Rückfahrt nach Laax und gemeinsames Abendessen im Hotel.

Wanderstrecke: 7,3 km ∙ 171 hm ∙ leicht

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6. Tag Vals – Zervreilasee – Therme Vals; Spazieren und Entspannen

Von Laax geht es heute nach Vals, das von den walserdeutschsprechenden Einwohnern „Falsch“ ausgesprochen wird. Falsch ist an dem ursprünglichen Almendorf Vals und dem malerischen Valser Tal aber ganz und gar nichts: Im Sommer ein Wanderparadies, im Winter bezaubernde Schneelandschaft. Neben der wunderschönen Natur und dem romantischen Ortskern gibt es hier die einzige Thermalquelle Graubündens. Das 30 Grad warme eisenhaltige Wasser nutzt die 1996 neu von Zumthor gebaute Therme Vals. Der Bau aus rund 60.000 Steinplatten aus Valser Quarzit, die im nahegelegenen Steinbruch abgebaut werden, hat sich auch zu einem Eldorado für Architekturfreunde entwickelt. Puristisch thront der Komplex, zu dem auch ein Hotel gehört, in dem Sie übernachten werden, am Berg. Die Therme ist durch einen unterirdischen Gang mit dem Hotelkomplex verbunden. Bereits zwei Jahre nach ihrer Errichtung wurde die Therme unter kantonalen Denkmalschutz gestellt.
Bevor Sie im warmen Wasser die Seele baumeln lassen, erreichen Sie den aufgestauten Zervreilasee, der eingebettet zwischen dem Frunthorn (3.030 m), dem Fanellhorn (3.124 m) und dem Zervreilahorn (2.898 m) liegt und wandern entlang des türkisblauen Wassers.
Rückfahrt nach Vals. Zeit für einen Besuch des Thermalbads und ein gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant.
2 Übernachtungen in Vals.

Wanderstrecke: variabel ∙ leicht

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7. Tag Vrin – Jenaz; Orte der Magie

Sie besuchen das Dorf Vrin im Val Lumnezia („Tal des Lichts“). Nachdem der Ort über das gesamte 20. Jh. hinweg Einwohner verloren hatte, rief die Stiftung Pro Vrin in den 80er-Jahren ein Modellprojekt zur Wiederansiedlung ins Leben. Als eine Maßnahme kauften die Einwohner alles freie Bauland und entzogen den Ort damit der Spekulation. Große Weideflächen wurden zusammengelegt und der Vriner Architekt Gion A. Caminada mit dem Bau bzw. der Gestaltung und Erhaltung des intakten Dorfbildes beauftragt. Seit nunmehr 30 Jahren prägen seine Gebäude das Ortsbild. Für die sorgfältige Integration von zeitgemäßen Landwirtschaftsbauten in den altehrwürdigen Dorfkern erhielt Vrin 1998 vom Schweizerischen Heimatschutz den Wakkerpreis.
Dorfaufwärts beginnt Ihre Wanderung. Sie kommen durch hübsche Weiler und können den Blick über den imposanten Berg Péz Ault und seinen Wasserfall schweifen lassen.
Zurück in Vrin fahren Sie weiter nach Jenaz. Hier sehen Sie das Haus Luzi, das von Zumthor gestaltet wurde (Außenbesichtigung). Das Wohnhaus aus hellem Holz wurde 2002 erbaut und umfasst zwei Wohnungen, wovon eine der achtköpfigen Familie Luzi Platz bietet.
Rückfahrt nach Vals und Zeit für einen weiteren Besuch des Thermalbads.
Gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant.

Wanderstrecke: 8,5 km ∙ 340 hm ∙ mittelschwer

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8. Tag Küsnacht – Zürich – Köln; Ein letzter architektonischer und künstlerischer Abstecher

Sie verlassen Graubünden und fahren zurück nach Zürich. Gleich vier Kirchen prägen das Bild der Altstadt. Sie besuchen das Kloster Fraumünster, ehemalige Klosterkirche und Wahrzeichen der Stadt. Den Raum zieren gleich zwei Meisterwerke Chagalls: Der fünfteilige Fensterzyklus im Chor von 1970 sowie die Rosette des südlichen Chorschiffes.
Sie sind markantes kulturelles Erbe des letzten Jahrhunderts und machen das Gotteshaus zu einem achitektonischen Kleinod.
Anschließend besuchen Sie die Kunsthalle Zürich. Das Ausstellungsinstitut, das sich der Vermittlung internationaler Gegenwartskunst widmet, befindet sich in einer ehemaligen Abfüllhalle der Brauerei Löwenbräu Zürich, die von den Architekten Karrer und Fuhrimann für diese Zwecke umgebaut wurde. Zusammen mit weiteren Museen und Galerien ist das Areal ein bemerkenswertes Bespiel architektonischer Umgestaltung hin zur Entwicklung eines Zentrum für zeitgenössische Kunst.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen heißt es Abschied nehmen. Fahrt zum Flughafen Zürich und Rückflug nach Köln.

keine Wanderung

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Bildnachweis:

Caplutta Sogn Benedetg CCBYSA Mariano Mantel-at-flickr
Kunsthaus Bregenz CCBY jpmm-at-flickr
Chur CCBYSA blumblaum-at-flickr
Schutzbauten für römische Funde Chur CCBYSA fcamusd-at-flickr
Rheinschlucht CCBYSA dconvertini-at-flickr
Vals CCBYSA Mariano Mantel-at-flickr
Zervreilasee CCBYSA Adrian Michael-at-wikimedia.commons
Therme Vals CCBY William-at-flickr
Chagall-Fenster Fraumünster Zürich CCBYSA Dennis Jarvis-at-flickr
Löwenbräu Areal mit Kunsthalle Zürich © Zürich Tourismus

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr.-Ing. Albert Distelrath, Stellvertretender Kölner Dombaumeister
  • Flug Köln – Zürich – Köln
  • Malerische Natur Graubündens in Einklang mit den Bauten des Schweizer Architekten Peter Zumthors
  • Geführte Wanderungen mit unvergesslichem Panorama
  • Übernachtung und Besuch in der Therme Vals
  • Idyllische Ortschaften

Caplutta Sogn Benedetg CCBYSA Mariano Mantel-at-flickr
Kunsthaus Bregenz CCBY jpmm-at-flickr
Chur CCBYSA blumblaum-at-flickr
Schutzbauten für römische Funde Chur CCBYSA fcamusd-at-flickr
Rheinschlucht CCBYSA dconvertini-at-flickr

Reiseverlauf

  1. Köln – Zürich – Bregenz – Laax; Architektonische Einstimmung
  2. Chur – Haldenstein; Burgen, Ruinen und Modernes
  3. Chur – Rheinschlucht
  4. Disentis – Rheinquelle; Vom Oberalppass bis zum Tomasee
  5. Disentis – Sumvitg; Von Wallfahrtskirche zu Wallfahrtskirche
  6. Vals – Zervreilasee – Therme Vals; Spazieren und Entspannen
  7. Vrin – Jenaz; Orte der Magie
  8. Küsnacht – Zürich – Köln; Ein letzter architektonischer und künstlerischer Abstecher


Vals CCBYSA Mariano Mantel-at-flickr
Zervreilasee CCBYSA Adrian Michael-at-wikimedia.commons
Therme Vals CCBY William-at-flickr
Chagall-Fenster Fraumünster Zürich CCBYSA Dennis Jarvis-at-flickr
Löwenbräu Areal mit Kunsthalle Zürich © Zürich Tourismus

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Fachreiseleitung: Dr.-Ing. Albert Distelrath, Stellvertretender Kölner Dombaumeister - Mit Kultur- und Wanderreisen für den Zentral-Dombau-Verein möchte künftig Albert Distelrath die Vielschichtigkeit europäischer Kulturlandschaften den Reisenden näher bringen. Seit Abschluss des Studiums der Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Marburg und dem Architekturstudium in Wiesbaden ist Distelrath als Architekt in der Denkmalpflege tätig. Im Auftrag des Deutsche Archäologische Instituts besuchte er Ausgrabungsstätten in die Türkei und Saudi-Arabien. In diesem Zusammenhang steht auch seine Dissertation an der TU Berlin im Fachgebiet Historische Bauforschung (Ein denkmalpflegerisches Konzept für Herakleia am Latmos / Westtürkei). Lehrtätigkeit erfolgten an der TU Wien und der FH Wiesbaden. Aus der Erfahrung seiner praktischen Tätigkeit in der Baudenkmalpflege sowie seiner Forschungstätigkeit in der archäologische Denkmalpflege erschienen diverse Publikationen. Seit September 2016 ist Distelrath Stellvertretender Kölner Dombaumeister.

Termine

  • 31.08.2019 – 07.09.2019

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