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Reisefinder - Sächsische Hallenkirchen - A_SHKZDV

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Sächsische Hallenkirchen

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 21.06. - 27.06.2019
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Diese Reise führt Sie durch das schöne Sachsen und seine reiche Kirchenwelt. Charakteristisch für die zahlreichen spätgotischen Hallenkirchen sind ihre großen, weiten dreischiffigen Räume, die durch figurierte Gewölbe abgeschlossen werden. Phantasievolles Maßwerk füllt die Fensteröffnungen, und durch beeindruckende Steinarbeiten versuchten die Architekten der Spätzeit ihre Meisterschaft zu beweisen.
Von Altenberg und Annaberg-Buchholz aus erkunden Sie die umliegenden Städte. Zu den großen, berühmten Kirchen in Annaberg, Schneeberg und Pirna gehören heute auch die jenseits der Grenze, in Tschechien, stehenden: in Osek, Litomerice und Most.
Orgelmusik und Schlossbesuche runden das Programm ab.


1. Tag Köln – Dresden – Altenberg

Flug mit Eurowings von Köln nach Dresden (andere Abflughäfen auf Anfrage).
Vom Flughafen geht es im modernen Fernreisebus weiter bis nach Dippoldiswalde.
Sie besuchen die Stadtkirche St. Marien und Laurentius. Zunächst wurde die Marienkirche als romanische Basilika errichtet, von der nur noch die unteren Stockwerke des Turms mit dem Hauptportal der Kirche erhalten sind. Um 1500, nach den Zerstörungen in den Hussitenkriegen, wurde sie als gotische Hallenkirche wieder aufgebaut.
Weiterfahrt nach Altenberg-Schellerhau und Hotelbezug für 3 Übernachtungen.

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2. Tag Pirna und Schloss Weesenstein

Pirna hat mit seinem Marktplatz eines der bemerkenswertesten sächsischen städtebaulichen Ensembles, in welchem ursprüngliche Renaissancestrukturen mit barocken Elementen verschmelzen. Noch heute erleben Sie das Panorama des Marktplatzes fast ebenso, wie ihn Mitte des 18. Jh. Canaletto in seinen weltberühmten Stadtansichten gemalt hat. Die Stadtkirche St. Marien, eine dreischiffige Hallenkirche mit trutzigem 60 m hohem Turm, prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Sie wurde 1502–1546 durch Peter Ulrich errichtet. Der weite und freie Raum wird von achteckigen Pfeilern geteilt und durch ein reiches Sternengewölbe überspannt, das im Chor in Schlingrippen überführt wird.
Ein Besuch der Kirche St Heinrich schließt sich an. Um 1300 gründeten Dominikanermönche von ihrem Leipziger Mutterkloster aus eine Niederlassung in Pirna. Der ursprünglich langgestreckte flachgedeckte Saalbau wurde im 14. Jh. zu einer zweischiffigen Hallenkirche umgebaut.
Am Nachmittag fahren Sie zum Schloss Weesenstein. Um 1318 erstmals urkundlich erwähnt, wandelte sich die Anlage von einer wehrhaften Feste zum repräsentativen Landadelssitz. Im 19. Jh. war das Schloss in Privatbesitz von König Johann von Sachsen. Einen architektonischen und künstlerischen Höhepunkt bildet die barocke Schlosskapelle des Baumeisters Johann-George Schmidt, Schüler und Nachfolger des Erbauers der Dresdner Frauenkirche, George Bähr.
Hier lauschen Sie einem Orgelanspiel.
Anschließend fahren Sie zurück nach Altenberg.

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3. Tag Osek (CZ) – Litomerice (CZ) – Most – Lauenstein

Fahrt über die tschechische Grenze nach Osek. Das hiesige Zisterzienserkloster ist eine große barocke Anlage in deren Mitte eine 1207–1220 errichtete romanische Kirche steht, die im 18. Jh. barockisiert wurde. Die Anlage wurde in den letzten Jahren wiederhergestellt und birgt sehenswerte Bauten und Kunstwerke aus vielen Jahrhunderten. Sie besichtigen das Kloster und den Kapitelsaal.
In Litomerice kommen Sie zum 1,8 ha großen, leicht unregelmäßig rechteckigen Rathausplatz. Zu dessen Seiten reihen sich die architektonisch bedeutsamsten Bauwerke der Stadt aneinander: Rathaus, Kelchhaus sowie der Stadtturm – das älteste Gebäude der Stadt.
Weithin sichtbar thront die Kathedrale St. Stephan auf dem Domhügel. Die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Leitmeritz findet bereits im 11. Jh. Erwähnung. Der heutige frühbarocke Bau stammt aus den 1660er Jahren. Die Ausstattung der Erbauungszeit im schwarz-goldenen Ohrmuschelstil ist beinahe vollständig erhalten und wurde nur durch wenige jüngere Stücke ergänzt. Seit Mai 1958 ist die Kathedrale als ein Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt.
Weiterfahrt nach Most. Der nordböhmische Ort verschwand in den 70er Jahren wegen der Kohleförderung so gut wie vollständig. Von der ursprünglichen Stadt erhalten ist einzig die „versetzte“ Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt. Das Schmuckstück der Gotik wurde aufgrund seines außergewöhnlichen architektonischen Werts 1975 auf Gleisen um ca. 850 m verschoben. Die spektakuläre Aktion war mit hohem Aufwand verbunden: ohne seine Fundamente wurde der Kirchenbau auf eine bogenförmige Schienenbahn gebracht. Dadurch weicht ihre Ausrichtung am neuen Standort von der ursprünglichen Lage um etwa 90 Grad ab. Der Innenraum bewahrt eine Sammlung der Gotik und Renaissancekunst des nordwestlichen Böhmens.
Zum Abschluss des Tages erreichen Sie Lauenstein in der Nähe von Altenberg.
In der Stadtkirche St. Marien und Laurentin können Sie einzigartige Sandsteinarbeiten der Pirnaer Bildhauerfamilien Michael Schwenke (ca. 1563–1610) und Lorentz Hörnig (ca. 1575–1624) bewundern. Sie sehen unter anderem den prachtvollen Altar, die Kanzel und den Taufstein – gemeinsam bilden sie das Hauptwerk Schwenkes.
Rückfahrt nach Altenberg und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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4. Tag Louny – Komotau – Annaberg-Buchholz

Am Ufer der Eger liegt die kleine Stadt Louny, heute ein nationales Kulturdenkmal mit interessantem historischen Zentrum, das zu zwei Dritteln von Mauern umgeben ist. Wertvollstes, weithin sichtbares Baudenkmal der Stadt ist die spätgotische dreischiffige St. Nikolaus-Kirche. Sie wurde von 1520–1538 vom berühmten königlichen Architekten Benedikt Ried aus Piesting erbaut. Im Inneren finden sich ein monumentaler Altar sowie die prächtige Kanzel von 1540.
In Komotau besuchen Sie die spätgotische Hallenkirche Maria Himmelfahrt (1518–1539).
Anschließend bleibt Zeit für eine individuelle Mittagspause.
Am Nachmittag steht Schwarzenberg auf dem Programm. Die große Kreisstadt im sächsischen Erzgebirgskreis wurde im 12. Jh. als Befestigungsanlage zum Schutz eines Handelsweges angelegt und entwickelte sich dann zum Zentrum der gleichnamigen Herrschaft, zur sogenannten „Perle des Erzgebirges“.
Per Schrägaufzug gelangen Sie in die schöne Altstadt und zur barocken St. Georgen-Kirche. Die Saalkirche wurde von 1690–1699 erbaut und ersetzte ein zu klein gewordenes Gotteshaus am unteren Markt. Wenn Sie hineingehen, schauen Sie bitte nach oben: Das Innendach ziert eine außergewöhnlich reich geschnitzte, flache Holzdecke.
Neben der St. Georgen-Kirche prägt das aus einer mittelalterlichen Wehranlage hervorgegangene Schloss das Bild der Stadt (Außenbesichtigung). Es fungiert heute als Kulturzentrum des Erzgebirgskreises und bietet Räumlichkeiten für Veranstaltungen.
Es bleibt Zeit für einen kleinen Bummel durch den Ort.
Anschließend Weiterfahrt nach Annaberg-Buchholz, größte Stadt des Landkreises und Verwaltungssitz des sächsischen Erzgebirgskreises. Die Stadt breitet sich entlang zweier Berge aus: Der Stadtteil Annaberg erstreckt sich an den Hängen des Pöhlberges, Buchholz an der gegenüberliegenden Talseite bis zum Schottenberg. Aufgrund seiner besonderen Lage hat Buchholz den Charakter einer Terrassenstadt.
Zimmerbezug für die nächsten 3 Übernachtungen.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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5. Tag Annaberg-Buchholz – Schneeberg

Die durch den Bergbau reich gewordene Gemeinde Annaberg leistete sich eine große und reich ausgestattete Pfarrkirche, die zwischen 1499 und 1525 errichtet wurde. Die spätgotische Hallenkirche gehört zu den größten und kulturgeschichtlich wertvollsten Beispielen dieser Architekturform. Ihr Schlingrippengewölbe ist eines der schönsten überhaupt. Kunstwerke von Hans Witten und Konrad Maidburg schmücken den Innenraum, der Hauptaltar stammt von Hans Daucher aus Augsburg.
Die St.-Wolfgangs-Kirche in Schneeberg wurde 1515–1540 durch Hans von Torgau und Wolff Riedinger erbaut und zählt zu den größten Hallenkirchen der Spätgotik im sächsischen Raum. Der dreischiffige und fünfachsige, ganz einheitliche Kirchenbau wird im Osten durch ein flaches Polygon abgeschlossen. Ein gleichmäßiges Sternengewölbe überspannt den Innenraum, der auch den 1539 von Lucas Cranach dem Älteren geschaffenen Flügelaltar bewahrt. Bewundern Sie eines der reifsten Werke des bedeutenden deutschen Malers, Grafikers und Buchdruckers der Renaissance.
Nach einer Stadtführung fahren Sie zurück nach Annaberg-Buchholz.
Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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6. Tag Freiberg – Marienberg – Schloss Augustusburg

Heute fahren Sie in die Universitätsstadt Freiberg. Sie sehen den historischen Stadtkern, der in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz steht. Zahlreiche der hier befindlichen Gebäude sind ausgewählte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge“. Vom Bergbau und der Hüttenindustrie geprägt, schaffte die Stadt in den letzten Jahrzehnten den Strukturwandel zum Hochtechnologiestandort im Bereich der Halbleiterfertigung und der Solartechnik. Damit gehört Freiberg zum „Silicon Saxony“.
Sie besuchen den Dom St. Marien, eine spätgotische Hallenkirche. Zu den Höhepunkten des Kirchenbaus gehören die Silbermannorgel und die Goldene Pforte (Portal). Sie lauschen einem Orgelanspiel und besichtigen danach den Kreuzgang.
Im Anschluss nehmen Sie an einer Stadtführung teil und sehen auch die spätromanische Basilika und Stadtkirche St. Petri (Außenbesichtigung), die sich am höchsten Punkt der Freiberger Innenstadt, am Petriplatz, befindet.
Individuelle Mittagspause.
Danach fahren Sie nach Marienberg. Mittelpunkt der 1521 für den Silberbergbau gegründeten Stadt ist der Markt mit seinem Standbild des Stadtgründers Herzog Heinrich dem Frommen. Sie besuchen die spätgotische Hallenkirche St. Marien mit ihrer umfangreichen Ausstattung von zum Teil hohem künstlerischem Wert. Sie sehen unter anderem den reich verzierten Altar und die manieristischen Malereien von Kilian Fabritius, kurfürstlicher Hofmaler in Dresden.
Den Tag beschließen Sie mit einem Besuch des Jagdschlosses Augustusburg. Kunstliebhaber geraten beim Altarbild der Schlosskirche von Lucas Cranach dem Jüngeren ins Schwärmen, das seinen Bestimmungsort nie verlassen hat.
Rückfahrt nach Annaberg-Buchholz und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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7. Tag Meißen – Dresden – Köln

Nach dem Auschecken aus dem Hotel fahren Sie nach Meißen. Berühmt ist die Stadt für die Herstellung des Meißner Porzellans, das als erstes europäisches Porzellan seit 1708 gefertigt wird.
Weithin sichtbar ragen auf dem Burgberg der Dom, das ehemalige Bischofsschloss und die Albrechtsburg über die Stadt und die Elbe.
Sie besuchen die Höhenburg, eines der bekanntesten spätgotischen Architekturdenkmäler, die als der erste Schlossbau Deutschlands gilt. Sie wurde von Arnold von Westfalen – einem der bedeutendsten Baukünstler des ausgehenden Mittelalters – als Wohn- und Regierungssitz geschaffen. Besonders schön sind die repräsentative Wendeltreppe an der Hofseite und die Reliefs im Obergeschoss (1524). Im Rahmen einer Erneuerung um 1870, wurden viele Wände und Decken der Innenräume ausgemalt.
Nach der individuellen Mittagspause Fahrt zurück zum Dresdener Flughafen und Rückflug nach Köln.

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Bildnachweis:

Freiberger Dom - Goldene Pforte CCBYSA Praca własna-at-wikimeida.commons
Pirna Marienkirche CCBYSA Jörg Blobelt-at-wikimedia.commons
Schloss Weesenstein CCBYSA lens-flare.de-at-flickr
Markplatz Litomerice CCBYSA Allan Grey-at-flickr
Kirche St. Marien in Most CCBYSA Hadonos-at-wikimedia.commons
Stadtkirche St Marien und Laurentin CCBY Jens Jäpel-at-wikimedia.commons
Barockes Stadtwappen Schwarzenbergs in der St. Georgen-Kirche CCBYSA Devilsanddust-at-wikimedia.commons
St. Annenkirche Annaberg-Buchholz CCBYSA Martpan-at-wikimedia.commons
Schloss Augustusburg CCBYSA Harke-at-wikimedia.commons
Albrechtsburg Meißen CCBYSA Ladislaus Hoffner-at-wikimedia.commons

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.
  • Flug bis/ab Dresden
  • 2 Standorthotels der 3- und 4-Sterne-Landeskategorie
  • Die reiche Kirchenwelt in Sachsen und Tschechien
  • Orgelmusik und Schlossbesuche

Freiberger Dom - Goldene Pforte CCBYSA Praca własna-at-wikimeida.commons
Pirna Marienkirche CCBYSA Jörg Blobelt-at-wikimedia.commons
Schloss Weesenstein CCBYSA lens-flare.de-at-flickr
Markplatz Litomerice CCBYSA Allan Grey-at-flickr
Kirche St. Marien in Most CCBYSA Hadonos-at-wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Köln – Dresden – Altenberg
  2. Pirna und Schloss Weesenstein
  3. Osek (CZ) – Litomerice (CZ) – Most – Lauenstein
  4. Louny – Komotau – Annaberg-Buchholz
  5. Annaberg-Buchholz – Schneeberg
  6. Freiberg – Marienberg – Schloss Augustusburg
  7. Meißen – Dresden – Köln


Stadtkirche St Marien und Laurentin  CCBY Jens Jäpel-at-wikimedia.commons
Barockes Stadtwappen Schwarzenbergs in der St. Georgen-Kirche CCBYSA Devilsanddust-at-wikimedia.commons
St. Annenkirche Annaberg-Buchholz CCBYSA Martpan-at-wikimedia.commons
Schloss Augustusburg CCBYSA Harke-at-wikimedia.commons
Albrechtsburg Meißen CCBYSA Ladislaus Hoffner-at-wikimedia.commons

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Fachleitung: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.

Nach einem Architekturstudium in Stuttgart, Vertiefung in Denkmalpflege, folgte ein Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Stuttgart, Wien, Bonn und Kiel, mit einem Forschungsjahr in Straßburg und der Promotion über das Straßburger Münster. Prof. Dr. Barbara Schock-Werner ist Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung und war von 1999 bis 2012 Dombaumeisterin zu Köln. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu den Bereichen mittelalterliche Architektur und Bauorganisation.

Termine

  • 21.06.2019 – 27.06.2019

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