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Toskana

Einzigartige Kunstschätze im sonnigen Garten Italiens

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 03.10. - 10.10.2019
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Kaum ein anderer Landstrich hat so viel Geschichte geschrieben wie die Toskana – lange Zeit der Inbegriff italienischer Lebensart. Der heitere und manchmal auch so melancholische Zauber berührt jeden, der sich ihr unvoreingenommen aussetzt.
Die Toskana ist die größte Kunstlandschaft in Italien: vier Fünftel der Kunstschätze des Landes findet man auf ihrem Gebiet. Namen wie Botticelli, Donatello, Leonardo, Michelangelo, Dante, Boccaccio, Petrarca, Machiavelli und Galileo Galilei sind den Toskanern so geläufig wie die Namen ihrer Nachbarn. Freuen Sie sich auf Pisa mit der Piazza dei Miracoli und auf das reizende mittelalterliche Lucca. In Florenz besuchen Sie die Kirche Santa Maria Novella und die Medici-Villen la Petraia und di Castello mit ihren prächtigen Gartenanlagen. In Prato erwartet Sie neben dem Dom auch Moderne Kunst in der Fondazione Pecci. Freuen Sie sich auf die Geschichte der Etrusker in Volterra und den unvergleichlichen Freskenzyklus von Piero della Francesca in Arezzo. Siena wartet mit einer der schönsten mittelalterlichen Kathedralen Italiens auf. Und natürlich darf auch eine Weinprobe im malerischen Chianti-Gebiet nicht fehlen.
Ihr Fachreiseleiter, Dr. Wolfgang Till Busse, hat vier Jahre in Florenz gelebt, über Ghirlandaio promoviert und über Vasari geforscht. Er freut sich, Ihnen seine persönlichen Kunsthighlights in der Toskana zu zeigen.


1. Tag Köln – Pisa

Flug mit Eurowings von Köln nach Pisa (andere Abflughäfen auf Anfrage).
Pisa, das man einmal das 8. Weltwunder nannte, ist gleich ein erster Höhepunkt der Reise. Bereits im Norden der Stadt wird Ihnen das deutlich: Auf der Piazza dei Miracoli, dem Platz der Wunder, erheben sich weißleuchtend der Campanile, der Dom und der berühmte "Schiefe Turm". Sie besichtigen den orientalisch anmutenden Dom mit seinem fünfschiffigen grandiosen Innenraum und den wunderbaren Camposanto. Der historische Friedhof beeindruckt mit prächtigen Fresken und Grabmälern.
Fahrt nach Montecatini Terme und Zimmerbezug für 4 Übernachtungen.

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2. Tag Lucca

Lucca ist eine charmante und lebendige Stadt, die von einer mächtigen bepflanzten Mauer aus Ziegelsteinen völlig eingeschlossen ist. Ein Spaziergang führt Sie durch die reizvolle mittelalterliche Altstadt, vorbei an Geschlechter- und Wohntürmen, stimmungsvollen Plätzen und eleganten Geschäften. Sie besuchen den Dom San Martino mit dem Grabmal der Ilaria del Carretto, einem Meisterwerk italienischer Grabmalkunst. An der Fassade der Basilica San Frediano entdecken Sie ein großes byzantinisches Mosaik auf goldenem Grund mit dem Abbild der Himmelfahrt Christi.
Die Geschichte des Palastes Controni-Pfanner ist eng mit Österreich und Bayern verbunden. Felix Pfanner, in Hoerbranz am Bodensee geboren, war ein Brauer. Seine Familie stammte aus Bayern. 1845 zog er nach Lucca, weil Herzog Carlo Ludovico von Borbone nach einem fähigen deutschen Brauer für seine Stadt suchte. Es war die erste Brauerei im Herzogtum Lucca und eine der ersten Italiens. Bezaubernd ist der barocke Garten dieses im Herzen der mittelalterlichen Stadt gelegenen Palastes.
Die herrschaftliche, 1418 erbaute und hervorragend restaurierte Villa Guinigi dient seit 1968 als Nationalmuseum und beherbergt eine Skulpturensammlung, archäologische Exponate sowie eine Pinakothek mit Werken toskanischer Maler des 13.–18. Jh.s.

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3. Tag Fiesole – Villa Demidoff – Prato

Fiesole, oberhalb von Florenz gelegen, bezaubert mit seinen Olivenhainen und Zypressenalleen sowie durch einen unvergleich schönen Blick über die Metropole. Sie besuchen den Dom San Romolo, dessen Innenraum durch zwei Reihen antiker Säulen in drei Schiffe unterteilt ist. Sehenswert sind auch zwei schöne Skulpturen von Mino da Fiesole.
Im Norden von Florenz und Fiesole befinden sich einige Medici-Villen, die als ländlicher Wohnsitz genutzt wurden. Den größten Park (fast 30 ha) besitzt die Villa Demidoff. Beachtenswert sind die kolossale, an einem Teich kauernde, Statue des „Apennin“ von Giambologna sowie ein Brunnen und eine oktogonale Kapelle von Buontalenti.
Anschließend erreichen Sie Prato. „Alle Lumpen kommen aus Prato!" Mit diesem doppeldeutigen Sprichwort bedachten die Florentiner gerne ihre Nachbarn. Die Prateser kauften nicht nur seit dem Mittelalter Lumpen aus aller Welt und verarbeiteten sie zu neuen Geweben, sondern sie zogen durch den florierenden Handel auch allerlei buntes Volk an.
Den Dom von Prato ziert eine wunderbare Außenkanzel mit Kopien der tanzenden Putten von Donatello und Michelozzo. Im Innern entzücken die wohl schönsten Fresken von Filippo Lippi, darunter das „Gastmahl des Herodes“.
Freuen Sie sich im Anschluss auf spannende Begegnungen mit Moderner Kunst in der Fondazione Pecci, die 2016 einen spektakulären Erweiterungsbau erhielt. In der Sammlung des Wollproduzenten Enrico Pecci finden sich, neben Werken von Sol LeWitt und Anish Kapoor, auch viele italienische Künstler.

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4. Tag Florenz

Keine andere Stadt hat so viele bedeutende Künstler hervorgebracht wie Florenz und weist eine solche Fülle von Palästen, Kirchen, Klöstern, Kunstwerken und Museen auf.
Exemplarisch besuchen Sie die Kirche Santa Maria Novella mit ihrer reichen Freskenmalerei aus der Zeit der Renaissance. Einzigartig ist die harmonische Einheit von Gewölbe und Stützpfeilern. Die Fassade zählt zu den Schlüsselwerken neuerer Architektur. Während Ihres Stadtrundgangs kommen Sie vorbei am imposanten Dom Santa Maria del Fiore mit dem markanten Glockenturm von Giotto.
Im Florentiner Vorort Castello erwarten Sie zwei beeindruckende Medici-Villen. Die Villa la Petraia entstand aus einem Kastell und wurde 1575 durch Buontalenti für Ferdinando de’ Medici umgebaut. Die Innenausstattung entstammt der Zeit Vittorio Emanueles II. Herrlich ist auch die Gartenanlage von Niccolò Tribolo.
Ganz in der Nähe liegt die Villa di Castello, deren berühmten Park mit Grotten, Labyrinthen und Wasserspielen Sie besichtigen. Auch dieser wurde von Tribolo entworfen und ab 1550 von Buontalenti weitergestaltet. Die Villa ist heute Sitz der Accademia della Crusca, die über die Bewahrung der italienischen Sprache wacht.

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5. Tag Volterra

Man kann nicht in die Toskana fahren, ohne nach den Etruskern zu fragen. Volterra, das Sie heute besuchen, gibt Ihnen die Antworten. Die Stadt, die von der mächtigen Medici-Festung beherrscht wird, gehörte einst als „Velathri" zum Zwölferbund der Städte Etruriens. Reste der etruskischen Stadtmauer, der vorzüglich erhaltene „Arco Etrusco" und die Sammlung von Funden aus jener Epoche im Museo Guarnacci zeugen von ihrer Glanzzeit.
Heute wird Volterra jedoch von seinen mittelalterlichen Bauten und Palästen geprägt und vom weißen Gold Volterras: dem Alabaster. Über allem liegt das Surren der Schleifmaschinen, Läden und Galerien sind angefüllt mit Kunstwerken aus dem mineralischen Gips. Sie erkunden die von ehrwürdigen Palästen umgebene Piazza dei Priori und den Dom (Außenbesichtigung, da in Restauration). Sie besuchen das zur Zeit von Kaiser Augustus erbaute Teatro Romano und die Pinacoteca mit sakralen Kunstwerken von toskanischen Meistern aus dem 14. bis 17. Jh.
Gegen Abend erreichen Sie nun Ihr zweites Standorthotel.
Zimmerbezug für 3 Übernachtungen in herrlicher Panoramalage bei Volterra.

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6. Tag Arezzo

Ihr heutiges Ziel ist Arezzo. In der Kirche San Francesco sehen Sie die restaurierten Fresken von Piero della Francesca. Der Freskenzyklus über die Geschichte des Hl. Kreuzes gilt als eines der Hauptwerke der Kunstgeschichte. Danach spazieren Sie über die Piazza Grande, die von Häusern und Palästen aus dem Mittelalter und der Renaissance gesäumt wird. Sehenswert ist die grazile Fassade der Kirche Santa Maria della Pieve, die im Stil der Pisaner Romanik gestaltet wurde.
Über die Piazza Grande erreichen Sie den Dom San Donato mit einer neugotischen Westfassade und herrlich strahlenden Glasfenstern. Unter den zahlreichen Kunstwerken im Innern ist ein wunderbares Fresko der Hl. Magdalena von Piero della Francesca.
Im Anschluss statten Sie der Casa Vasari einen Besuch ab. Giorgio Vasari, Architekt und Hofmaler der Medici, bewohnte das reich mit Gemälden und Wandmalereien ausgestatteten „piano nobile“.

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7. Tag Siena

Siena ist ein weiterer Höhepunkt dieser Reise. Keine andere Stadt hat so konsequent ihr gotisch-mittelalterliches Gepräge bewahrt wie Siena. Da steht man auf dem muschelförmigen Campo und stellt sich den "Palio" vor (das 800 Jahre alte, in historischen Kostümen aufgeführte Pferderennen), das jedes Jahr neu auflebt. Hier versteht man, dass dieser Platz der Nabel der Welt für die Sieneser ist. Sie besuchen den Palazzo Pubblico, das elegante gotische Rathaus, das im 13./14. Jh. errichtet wurde.
Der romanisch-gotische Dom Santa Maria zählt mit seiner prächtigen Ausstattung zu den schönsten mittelalterlichen Kathedralen Italiens. Innerhalb der Kirche ließ der spätere Papst Pius III. die Libreria Piccolomini einrichten, um darin seine Sammlung wertvoller Handschriften aufzubewahren. Herrlich sind auch die gut erhaltenen Fresken von Pinturicchio.
In der gotischen Klosterkirche San Domenico sind ein schön skulptiertes Marmortabernakel und Fresken von Sodoma zu bewundern. Und Sie statten dem Haus der Caterina da Siena einen Besuch ab. Sie ist, neben dem Hl. Franziskus, Schutzpatronin Italiens. Im Untergeschoss ist ihr Wohnraum zu sehen, im Oratorio del Crocifisso das Kreuz, vor dem sie 1375 ihre Stigmata empfing.
Freuen Sie sich am Nachmittag auf eine Weinprobe im Chianti-Gebiet, bei der Sie typische Weine der Region verkosten können.

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8. Tag Pisa – Köln

Heute heißt es, mit einem vielleicht wehmütigen Blick, Abschied nehmen von der zauberhaften Toskana. Transfer zum Flughafen Pisa und Rückflug nach Köln.

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Bildnachweis:

Villa la Petraia CCVY2.0 Jacopo Marcovaldi-at-flickr
Pisa CCBY B a m s h a d-at-flickr
Lucca CCBY2.0 stefanjurca-at-flickr
Prato Pecci Monumentum CCBYND2.0 Ivan Marianelli-at-flickr
Sta. Maria del Fiore CCBYSA-baswallet-at-flickr
Volterra CCBY2.0 laura.foto-at-flickr
Toskana CCBY2.0 rbertoli74-at-flickr
Siena Dom CCBYND2.0 SdosRemedios-at-flickr
Altstadt von Siena© kubais – Fotolia

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Dr. Wolfgang Till Busse, Kunsthistoriker
  • Pisa mit Dom und Camposanto
  • Lucca mit Dom, Basilica San Frediano, Palazzo Pfanner und Villa Giunigi
  • Florenz - Hochburg der Künste
  • Bezauberndes Fiesole
  • Medici-Villen Demidoff, Petraia und Castello
  • Prato mit Moderner Kunst in der Fondazione Pecci
  • Volterra mit Museo Guarnacci, Teatro Romano und Pinacoteca
  • Arezzo mit den wunderbaren Fresken von Piero della Francesca und der Casa Vasari
  • Siena mit Dom, Libreria Piccolomini, Rathaus und dem Haus der Caterina da Siena

Villa la Petraia CCVY2.0 Jacopo Marcovaldi-at-flickr
Pisa CCBY B a m s h a d-at-flickr
Lucca CCBY2.0 stefanjurca-at-flickr
Prato Pecci Monumentum CCBYND2.0 Ivan Marianelli-at-flickr

Reiseverlauf

  1. Köln – Pisa
  2. Lucca
  3. Fiesole – Villa Demidoff – Prato
  4. Florenz
  5. Volterra
  6. Arezzo
  7. Siena
  8. Pisa – Köln


Sta. Maria del Fiore CCBYSA-baswallet-at-flickr
Volterra CCBY2.0 laura.foto-at-flickr
Toskana CCBY2.0 rbertoli74-at-flickr
Siena Dom CCBYND2.0 SdosRemedios-at-flickr
Altstadt von Siena© kubais – Fotolia

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Dr. Wolfgang Till Busse, Kunsthistoriker

Nach seinem Studium in Siena, Köln und Oxford war Dr. Wolfgang Till Busse viele Jahre als Redakteur eines deutschen Kunstbuchverlages tätig. Er arbeitet redaktionell für große Galerien in Köln und verfasste einen Architekturguide über die Domstadt am Rhein. Darüber hinaus ist er als Museumspädagoge und Gästeführer u. a. im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz Museum in Köln tätig und lehrt Kunstgeschichte in Köln und Vermont (USA). Spezialisiert auf italienische Renaissance und das Mittelalter, schlägt sein Herz für die zeitgenössische deutsche Kunst.

Termine

  • 03.10.2019 – 10.10.2019

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