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Reisefinder - Marseille
Eine Hafenmetropole erfindet sich neu - A_MRSZDV_19

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Eine Hafenmetropole erfindet sich neu - A_MRSZDV_19

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Marseille
Eine Hafenmetropole erfindet sich neu

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 20.06. - 23.06.2019
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2.600 Jahre Geschichte, Kulturerbe und Lebensfreude machen die zweitgrößte Stadt Frankreichs zu einem authentischen Reiseziel. Die Hafenstadt Marseille gilt als Tor zur Provence und hat sich mit über 100 Stadtvierteln zum Teil einen noch dörflichen Charakter bewahrt. Dennoch präsentiert sich die Stadt, die 2013 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Europäische Hauptstadt des Sports war, einladend, jung und selbstbewusst.
Sie hat sich vor allem in den letzten fünf Jahren von einer Stadt mit Charakter und bewegter Geschichte zu einer hippen Metropole entwickelt. Besonders an der Hafenkante lässt sich das „neue“ Marseille hautnah erleben.
In Ergänzung dazu besuchen Sie einen Tag die ehemalige provenzalische Hauptstadt Aix-en-Provence.
Birgit Lambert, Kunsthistorikern am Kölner Dombauarchiv, begleitet Sie auf dieser Reise mit viel Frankreich-Fachwissen!


1. Tag Frankfurt – Marseille

Am frühen Morgen Fahrt mit dem Lufthansa-Zug ab Köln nach Frankfurt. Flug mit Lufthansa von Frankfurt an die Côte d’Azur nach Marseille.
Nach Ihrer Ankunft machen Sie sich – zusammen mit Ihrem lokalen Reiseführer – auf zu einer ausgiebigen Orientierungsfahrt durch die älteste Stadt Frankreichs. Bereits auf der Fahrt Richtung Innenstadt fällt ein Komplex direkt ins Auge: der 147 m hohe Gebäudeturm der französischen Reederei CMA CGM am Quai d’Arenc. Er wurde von der bekannten irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid 2011 entworfen und ist definitiv einen zweiten Blick, bzw. einen Fotostopp wert.
Entlang des Fracht- und Kreuzfahrt-Hafen sowie der großen Kaianlagen gelangen Sie zu Ihrem ersten Halt: dem Palais du Pharo. Er prägt das Stadtbild von Marseille. Der mystische Palast war Residenz Napoleons III., ist von einer weiten Parkanlage umgeben und bietet einen wunderbaren Ausblick auf den Alten Hafen Vieux Port und das offene Meer. Nach dem Tod des Kaisers, der den Palast niemals bewohnte, schenkte seine Frau Kaiserin Eugénie ihn der Stadt. Anfang des 20. Jh. wurde er zu einer Medizinschule umfunktioniert und dient heute als großes Kongresszentrum (Außenbesichtigung).
Nur wenige Kilometer entfernt bietet sich eine weitere fantastische Sicht auf die Stadt. Hier steht – auf dem höchsten Punkt Marseilles, dem 154 m hohen Berg La Garde, die Basilika Notre-Dame-de-la-Garde. 80 Treppenstufen führen zur Basilika hinauf – doch die Mühe lohnt! Von Einheimischen auch „La Bonne Mère“ (die gute Mutter) genannt ist die monumentale Madonnenstatue aus vergoldeter Bronze auf dem Kirchturm Wahrzeichen der Stadt und Wächterin über Seeleute, Fischer und Marseiller.
Fast 100 Jahre später wurde der Gebäudekomplex erbaut, den Sie während Ihrer Rundfahrt als nächstes entdecken werden: La Cité Radieuse des Schweizer Architekten Charles-Edouard Jeanneret, besser bekannt unter dem Namen Le Corbusier. Der berühmte Architekt hat bereits Anfang der 50er Jahre seine Spuren in Marseille hinterlassen. Die farbenfrohe Cité Radieuse (Strahlende Stadt) ist 165 m lang, 24 m breit und 56 m hoch und beherbergt u.a. über 300 Wohnungen, Läden, eine Schule, ein Hotel und eine Dachterrasse. Seit Juli 2016 steht es neben weiteren Kulturdenkmälern des Schweizers auf der Liste des UNESCO-Welterbes (Außenbesichtigung).
Zurück im Zentrum der Stadt erkunden Sie die historische Straße Le Canebiére. Sie wurde 1666 im Zuge der Stadterweiterung von Ludwig dem XIV. angelegt. Direkt am alten Hafen und nur wenige Meter seitlich der Canebiere gelegen, befindet sich die kleine gotische Kirche Saint-Ferréol-Les Augustins. Anfang des 19. Jh. wurde diese zur Pfarrkirche erklärt und nach späteren städtebaulichen Maßnahmen mit einer neo-barocken Fassade versehen.
Anschließend erreichen Sie Ihr Standorthotel für die nächsten 3 Übernachtungen.
Bei einem gemeinsamen Abendessen lassen Sie die ganze Bandbreite der architektonischen und historischen Begegnungen auf sich wirken. Stoßen Sie auf Ihre weiteren spannenden Tage an der Côte d’Azur an!

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2. Tag Das „neue“ Marseille – Die Altstadt und den Alten Hafen zu Fuß erkunden

Nur unweit von Ihrem Hotel entfernt liegen gleich zwei der spannendsten Ecken von Marseille: der Vieux Port und das Panier-Viertel. Zu Fuß lernen Sie heute diese beiden Stadtteile zwischen Tradition und Trend kennen.
Seit 2.600 Jahren ist der Vieux Port Kern der Stadt. In der Antike entwickelte sich Massalia (die griechische Stadt), später das römische Massilia und Masiho (im Mittelalter) an der Nordseite des Hafens. Heute ist die Umgebung des Vieux Port teilweise zur Fußgängerzone umgestaltet worden. Der britische Architekt Sir Norman Foster und der französische Landschaftsarchitekt Michel Desvigne haben 2013 die Neugestaltung über nommen. Es entstand ein schillernder Pavillon, der sich mit 46 m Länge und 22 m Breite an der Hafenmeile erstreckt. In seinem Dach spiegelt sich das quirlige Leben am Hafenbecken. So ist der Alte Hafen auch heute noch das kulturelle Herzstück und gleichzeitig ein magischer und moderner Ort der Mittelmeer-Metropole.
Auf dem Hafenkai „Quai des Belges“ im Alten Hafen findet jeden Morgen Fischmarkt statt. Der lokale Tagesfang reicht von Makrele über Seelachs, bis Rotbarsch und Seeteufel. Genau der richtige Ort, um die Hafenluft und -atmosphäre einzuatmen und den Tag mit einem zweiten Frühstückssnack (fakultativ) zu beginnen.
Vom Hafen aus passieren Sie das Diamantenhaus (Maison Diamantée), ein perfektes Beispiel für provenzalischen Manierismus. Der Bau wurde von reichen Italienern und Spaniern beauftragt und dann von einflussreichen Marseiller Familien bewohnt. Rohe, diamantenähnlich behauene Steine und die Verzierung der Treppe sind einzigartig für Marseille; bereits seit 1925 steht das Diamantenhaus unter Denkmalschutz.
Durch die steile Gasse Montée des Accoules geht es weiter in das Altstadtviertel Le Panier, wo die erste griechische Besiedelung Marseilles stattfand. Pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2013 flossen zahlreiche Gelder in eine Teilsanierung des Altstadtviertels. So hat Le Panier heute einige sehr trendige, aufpolierte Ecken, gleichzeitig aber auch noch Gegenden, die sich ihren authentischen Charme beibehalten haben. Armut und Neuerungen, Alternative und Moderne, Tradition und trendiger Zeitgeist prägen die Gegend um das schöne barocke Rathaus zugleich (Außenbesichtigung).
Die Kathedrale von Marseille ragt vor der Hafenanlage auf. Die heutige Marienkathedrale Nouvelle Major ist die Bischofskirche der römisch-katholischen Erzdiözese und wurde unter Napoleon I. im gigantischen neobyzantinischen Stil erbaut. Sie gilt als größter Kirchenbau des 19. Jh.s. Der streifenweise Wechsel von hellem und dunklem Stein ist – neben den Kuppeln und der Kombination von Rundbögen mit Dreiecksgiebeldächern – prägendes Gestaltungselement des beeindruckenden Kirchenbaus.
Zur Mittagszeit spazieren Sie zurück zur nördlichen Hafenseite. Hier reiht sich ein Restaurant an das andere. Wer mag kostet in der Mittagspause die weltberühmte Spezialität aus Marseille, die Fischsuppe Bouillabaisse, oder andere mediterrane Köstlichkeiten (fakultativ).
Eingestimmt durch maritime Gaumenfreuden, steht der Nachmittag ganz im Zeichen der Geschichte des Mittelmeerraumes: Sie besuchen das Museum der Zivilisation Europas und des Mittelmeeres (MuCEM). Das ultramoderne Gebäude ist das Schmuckstück des kulturellen Marseille. Die Formen der Fassade erlauben ein bezauberndes Wechselspiel von Licht und Schatten. Je nach Lichteinfall, Wetter und Tageszeit nimmt die Fassade eine andere Farbe an. An das MuCEM angeschlossen befindet sich das in den 70er-Jahren unter Denkmalschutz gestellte Fort Saint Jean. Die restaurierte Festung thront am Eingang des Alten Hafen und begrüßt seit Jahrhunderten jedes Schiff, das in den Hafen einläuft. Zusammen mit dem zur selben Zeit errichteten Fort Saint Nicolas und dem etwa 100 Jahre früher entstandenen Château d’If vor der Küste diente Fort Saint Jean der Befestigung des Vieux Port.
Im Anschluss an Ihre Führung haben Sie die Möglichkeit, den mediterranen Garten, Café und Restaurants um den Gebäudekomplex zu genießen (fakultativ).
Der Rest des Nachmittags sowie der Abend stehen Ihnen zum weiteren Erkunden der Stadt oder auch zum Bummeln zur freien Verfügung.
So können Sie beispielsweise die Region westlich der Kathedrale erkunden – das Viertel La Joliette. Les Voutes Marseille bzw. die Feinkost-Markthallen Halles de la Major laden in einem gemütlichen und warmen Ambiente und mit einem interessanten Konzept dazu ein, lokale Köstlichkeiten zu probieren. Die ehemaligen Speicherhallen Les Docks Village an der Schnittstelle des alten und neuen großen Hafenbeckens beherbergen ein modernes Einkaufszentrum hinter historischer Fassade (fakultativ).
Zahlreiche Tipps gibt Ihnen Ihre Fachreiseleitung vor Ort gerne.

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3. Tag Aix-en-Provence

Heute erkunden Sie das Herz der Provence: Aix. In der ehemaligen Hauptstadt der Region und schönsten Universitätsstadt Frankreichs herrscht eine lebendige Atmosphäre. Diese paart sich mit der Architektur eleganter Paläste in italienischem Barock und prächtiger Alleen. Von jeher zog die Stadt Künstler an. Ihr berühmtester Bewohner war Paul Cézanne; hier wurde er geboren, lernte malen, studierte, heiratete und fand auch seine ewige Ruhe.
Auf den Spuren des Malers beginnen Sie Ihren Aufenthalt mit einem Besuch im „Allerheiligsten“– im Atelier Cézanne. Sie bekommen einen Einblick in die Arbeitsatmosphäre des Künstlers, sehen einige seiner Modelle, letzte Stillleben sowie seine Einrichtung und Arbeitsutensilien.
Bei einem Stadtspaziergang erkunden Sie das Herz der über die Jahre zu einer kleinen Metropole gewachsenen Stadt. Sie entdecken die prächtige Platanenallee Cours Mirabeau, gesäumt von alten Patrizierhäusern und zahlreichen Cafés, sehen hübsch verzierte Brunnen, die berühmte Universität und die Kathedrale Saint Saveur mit ihrem eleganten romanischen Kreuzgang. Bronzeplatten im Boden folgen Cezannes Stätten durch die Altstadt, vorbei an dem berühmten Café des Deux Garçons, wo sich einst Künstler und Schriftsteller wie Cézanne und seine Freunde trafen. Im Anschluss bleibt Ihnen ein wenig Zeit zum Bummeln oder zum Genießen der provenzalischen Küche.
Rückfahrt nach Marseille.
Am Abend genießen Sie – mit Blick auf den Alten Hafen – ein gemeinsames Abschlussabendessen im Restaurant.

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4. Tag Palais Longchamp und Heimreise

Bevor Sie heute die Heimreise antreten, gelangen Sie über den Boulevard Longchamp zu dem stolzen Wasserschloss Palais Longchamp. Der Wasserturm-Palast gilt als einer der schönsten Architektonischen Bauwerke des zweiten Kaiserreichs in Marseille.
An einem Ort vereint die Anlage das Museum der schönen Künste, das Museum für Naturgeschichte und den früheren Zoo, den heutigen botanischen Garten von Marseille.
Kaum zu glauben, dass das kulturelle Juwel im Norden von Marseille einst aus reiner Notwendigkeit entstanden ist. Marseille leidet bereits seit dem 16. Jh. in den Sommermonaten unter großer Hitze und folglich unter Dürre und Wassermangel. Etliche Jahre später und in Folge einer Choleraepidemie entschied die Stadt im Jahr 1835, dieses Problem zu lösen. Der geniale Straßenbauingenieur de Montricher entwarf den 85 km langen Durance-Kanal – eine bauliche Herausforderung mit unterirdischen Gängen und insgesamt 18 Aquädukten. Zehn Jahre später ist die Versorgung Marseilles mit Trinkwasser gesichert. Dies sollte mit einem Monumentalbau – auf dem Plateau Longchamp – gebührend gewürdigt werden. Seit 1869 ist das Palais Longchamp als solches ein beliebtes Ausflugsziel der Marseillais.
Sie besuchen den schönen botanischen Garten. Zum Abschluss besichtigen Sie das Museum der Schönen Künste. Es beherbergt Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen aus dem 16.–19. Jh.
Mit zahlreichen bunten Eindrücken im Gepäck treten Sie die Heimreise an.
Bustransfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt. Mit dem Lufthansa-Zug erreichen Sie am Abend wieder Köln.

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Bildnachweis:

Marseille CCBY Magali M-at-flickr
Palais du Pharo CCBYSA François Schwarz-at-flickr
La Cité Radieuse CCBYSA Andrè P.Meyer-Vitali-at-flickr
Le quai des Belges CCBYSA Jean-Pierre Dalbéra-at-flickr
Cathédrale Sainte-Marie-Majeure (Nouvelle Major) CCBYSA Charliemoon-atwikipedia.commons
MuCEM CCBYSA Pierre Metivier-at-flickr
Atelier von Paul Cézanne CCBYSA Sjaak Kempe-at-flickr
Palais Longchamp CCBYSA Anjay Suresh-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Birgit Lambert, Kunsthistorikerin und Leitung des Fotoarchivs Dombauhütte
  • Erkundung des „neuen“ Marseille – Die Altstadt und den Alten Hafen
  • Basilika Notre-Dame-de-la-Gare und Marienkathedrale Nouvelle Major
  • Star-Architektur: La Cité radieuse
  • Museum der Zivilisation Europas und des Mittelmeeres (MuCEM)
  • Ausflug nach Aix-en-Provence auf den Spuren von Cézanne

Marseille CCBY Magali M-at-flickr
Palais du Pharo CCBYSA François Schwarz-at-flickr
La Cité Radieuse CCBYSA Andrè P.Meyer-Vitali-at-flickr
Le quai des Belges CCBYSA Jean-Pierre Dalbéra-at-flickr

Reiseverlauf

  1. Frankfurt – Marseille
  2. Das „neue“ Marseille – Die Altstadt und den Alten Hafen zu Fuß erkunden
  3. Aix-en-Provence
  4. Palais Longchamp und Heimreise


Cathédrale Sainte-Marie-Majeure (Nouvelle Major) CCBYSA Charliemoon-atwikipedia.commons
MuCEM CCBYSA Pierre Metivier-at-flickr
Atelier von Paul Cézanne CCBYSA Sjaak Kempe-at-flickr
Palais Longchamp CCBYSA Anjay Suresh-at-flickr

Service

Reiseverlauf
Leistungen
Termine & Preise
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Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Birgit Lambert
Kunsthistorikerin und Leitung des Fotoarchivs Dombauhütte Nach einer handwerklichen Ausbildung folgte ein Studium der Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Seit 1993 ist sie Mitarbeiterin bei der Dombauhütte Köln und dort viele Jahre für den Verlag Kölner Dom e.V. und dom-art e.V. mitverantwortlich sowie für das Fotoarchiv der Dombauhütte tätig. Bereits während des Studiums entstand für sie das Interesse, Kulturen und Landschaften unserer europäischen Nachbarländer zu entdecken. Insbesondere die berufliche und private Wertschätzung unseres französischen Partnerlandes führte sie zu einer intensiven Begegnung mit der Kunst und Kultur Frankreichs und seiner vielfältigen Landschaften.

Termine

  • 20.06.2019 – 23.06.2019

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