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Oberlausitz – Land der Sorben

Eine Reise zum Ausstellungsprojekt „LICHT bewegt“ von Ludger Hinse

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 07.04. - 11.04.2019
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Hier wird das „R“ gerollt, die malerischen Fachwerkhäuser reihen sich in den mittelalterlich-romantischen Städten aneinander und die Landschaften der Umgebung sind geprägt von sanften Höhenzügen und faszinierenden Felsformationen – reisen Sie mit in die Oberlausitz!
Auch historisch hat die Region im Dreiländereck mit Polen und Tschechien einiges zu bieten: Von Ihrem Standorthotel in Bautzen wandeln Sie entlang der „Via Sacra“, erleben deutsch-sorbische Traditionen und entdecken spannende sakrale Bauwerke und Kunstschätze. Ein besonderes I-Tüpfelchen ist außerdem die punktuelle Begleitung durch Ludger Hinse, einem der bekanntesten Künstler Deutschlands. Über 230 Einzelausstellungen, 12 Bücher, 11 Kataloge und 8 Filmen dokumentieren dies eindrucksvoll. So erfahren Sie exklusiv und aus erster Hand in Bautzen Details zu seinen einzigartigen Werken zum Thema „LICHT bewegt“ und deren Entstehung.


1. Tag Düsseldorf – Dresden – Bautzen

Flug mit Eurowings ab Düsseldorf nach Dresden (Andere Abflughäfen sowie Vorübernachtungen in Düsseldorf auf Anfrage).
Nach der Ankunft fahren Sie mit dem Reisebus Richtung Bautzen.
Einen ersten Zwischenstopp machen Sie in Panschwitz-Kuckau, einem Zentrum sorbischen Brauchtums. Sie besuchen das Kloster Marienstern – eine der beiden einzigen Zisterzienserinnenabteien in Sachsen.
Anschließend erreichen Sie Bautzen und beziehen Ihr Standorthotel für die nächsten 4 Übernachtungen.
Eine erste orientierende Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen im Hotel runden den Tag ab.

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2. Tag Bautzen

Heute erkunden Sie Bautzen, das Zentrum der Oberlausitz. Die über 1.000 Jahre alte Altstadt bildet mit 1.400 Baudenkmälern aus acht Jahrhunderten ein einzigartiges Architekturensemble und formt eine eindrucksvolle Silhouette aus Türmen und Ziegeldächern.
Bei einem Rundgang durch das Zentrum sehen Sie den „schiefen Turm“ von Bautzen, das alte barocke Rathaus und das Wahrzeichen der Stadt, die Alte Wasserkunst (Außenbesichtigungen). Sie kommen vorbei an liebevoll restaurierten Bürgerhäusern, die jetzt größtenteils Barock- und Rokokofassaden präsentieren.
Im Dom St. Petri, der größten und ältesten Simultankirchen in Deutschland, erwarten Sie bezaubernde Impressionen des Lichtes: Im Rahmen seiner Ausstellung werden hier ausgewählte Werke von Ludger Hinse zu sehen sein, die sich stets mit dem Thema „Licht und Glaube“ beschäftigen. Seine Kunst soll Menschen bewegen, sie anrühren und einen Raum für Begegnungen schaffen. Erfahren Sie mehr über seine Arbeit und Schaffensperiode aus erster Hand.
Außerdem besichtigen Sie in Begleitung von Ludger Hinse zwei weitere Kirchen, die sorbisch geführte Liebfrauenkirche und die evangelisch sorbische Michaeliskirche, die ebenfalls für die Ausstellungsdauer mit seinen Kunstwerken bestückt sind.
Es bleibt Zeit für eine individuelle Mittagspause.
Am Nachmittag besuchen Sie den Nikolaifriedhof auf dem sich auch die Ruine der ehemaligen St. Nikolai-Kirche befindet. Der sakrale Bau aus dem 15 Jh. wird heute komplett als Friedhof genutzt, auch die Ruine selbst ist eine Grabstätte. Vom diesem historischen, beinahe idyllischem Ort bietet sich ein schöner Ausblick auf die Altstadt von Bautzen und auf die Spree.
Der Rest des Nachmittages steht Ihnen zur freien Verfügung. Wer mag verweilt noch einmal vor dem Anblick der Licht-Kreuze oder erkundet die Stadt weiter auf eigene Faust (fakultativ).
Sie treffen sich wieder zum gemeinsamen Abendessen in einem typisch sorbischen Restaurant.

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3. Tag Entlang der Via Sacra bis Zittau

Am Vormittag geht es entlang der Via Sacra, die auf alten Handelswegen verlaufende Route im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Sie umfasst Stationen mit religions- und kunsthistorisch bedeutsamen Kulturdenkmälern in der Euroregion Neiße und ist teilweise identisch mit der historischen Via Regia und dem Jakobsweg.
Zunächst erreichen Sie Herrnhut im Landkreis Görlitz. Die Stadt ist vor allem als Gründungsort der Herrnhuter Brüdergemeine und durch die Produktion der Herrnhuter Sterne bekannt. Als Herrnhuter Sterne bezeichnet man beleuchtete Advents- oder Weihnachtssterne einer bestimmten geometrischen Bauart, die den Stern von Bethlehem symbolisiert. Sie bleiben also noch ein wenig auf den Spuren des Lichtes und besuchen die Schauwerkstatt der Sterne Manufaktur. Hier haben Sie die Gelegenheit echte Handarbeit aus nächster Nähe zu beobachten. Außerdem erfahren Sie mehr über die Entstehungsgeschichte, die Herrnhuter Brüdergemeine sowie die Entwicklung der Herrnhuter Sterne GmbH seit 1897.
Anschließend gelangen Sie nach Zittau.
Gemeinsames Mittagessen im Restaurant. Kosten Sie lokale Spezialitäten!
Gut gestärkt brechen Sie auf zu einem Spaziergang durch die Stadt.
Auf dem Kreuzfriedhof steht die Kirche zum Heiligen Kreuz, die ein beeindruckendes Textilwerk der abendländischen Überlieferung enthält. Das „Große Zittauer Fastentuch“ ist mit einer Länge von über 8 m und einer Breite von knapp 7 m das größte seiner Art in ganz Europa. Gestiftet wurde das Fastentuch 1472 vom Gewürz- und Getreidehändler Jacob Gürtler und war 200 Jahre lang in der St.-Johannis-Kirche in Gebrauch. Während der Fastenzeit trennte es den Altarraum von der Gemeinde.
Ein kleineres Exemplar (15 m²) von 1573 befindet sich im Franziskanerkloster, das Sie ebenfalls besichtigen. Rückfahrt nach Bautzen und individuelles Abendessen.

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4. Tag Entlang der Via Sacra bis nach Görlitz

Görlitz mit seinen mittelalterlichen Marktplätzen und Denkmälern war früher eine bedeutende Station an der Via Regia, einer einst wichtigen Handelsverbindung zwischen West- und Osteuropa. Einflüsse aus Böhmen und Schlesien, aus Brandenburg und Sachsen prägen daher diese Stadt. Bei einem kurzen Rundgang durch die malerische Altstadt lernen Sie die Brückenstadt mit ihrem historischen Stadtbild kennen und sehen den Kaisertrutz und den Nikolaiturm (Außenbesichtigungen).
In der spätgotischen fünfschiffigen Hallenkirche St. Peter und Paul lauschen Sie dem Klang der berühmten Sonnenorgel. Der Name der besonderen Orgel stammt von den 17 „Sonnen“, in denen die Pfeifen einer zwölffachen Pedalmixtur strahlenförmig angeordnet sind.
Zwischen Obermarkt und Untermarkt und ihren eindrucksvollen Renaissance- und Barockbauten befindet sich die gotische Dreifaltigkeitskirche aus dem 14. und 15 Jh. Die ursprüngliche Mönchskirche war eine einfache Saalkirche und entsprach damit dem Bestreben der Franziskaner, ihr Armutsgelübde auch nach außen zu symbolisieren. Später wurde die spätromanische Apsis erweitert und der Glockenturm, der auch „Mönch“ genannt wird, errichtet. Er weist eine aus dem Mittelalter beibehaltene Besonderheit auf: Seine Uhr geht bis heute stets sieben Minuten vor, womit man ursprünglich erreichen wollte, dass die Stadtwachen immer pünktlich ihren Dienst antraten.
Individuelle Mittagspause.
Anschließend fahren Sie weiter zum Kloster Marienthal, knapp 20 km südlich von Görlitz. Idyllisch liegen der farbenprächtige Barockbau und seine weitläufige Anlage im grünen Flusstal der Neiße. Die Zisterzienserinnenabtei wurde 1234 als erste der beiden Zisterzienserklöster in Sachsen gegründet. Es ist außerdem das älteste Frauenkloster des Ordens in Deutschland, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht.
In der gemütlichen Klosterschenke können Sie köstliche Backwaren aus der klostereigenen Backstube verköstigen (fakultativ).
Nach dem Besuch fahren Sie zurück nach Bautzen.
Gemeinsames Abschlussabendessen in einem Restaurant in der Stadt.

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5. Tag Kamenz – Dresden – Düsseldorf

Nach dem Frühstück und auschecken aus dem Hotel geht es in die Lessingstadt Kamenz. Hier wurde 1729 Gotthold Ephraim Lessing geboren, der große Dichter der Aufklärung. Bereits im Mittelalter gelangte die Stadt, dank ihrer Position an der Via Regia, zu Reichtum und Unabhängigkeit. Die klassizistische Innenstadt symbolisiert noch heute den bürgerlichen Stolz der Kamenzer. Am Marktplatz erhebt sich majestätisch über den roten Ziegeldächern das Rathaus, das nach einem Stadtbrand im Jahre 1842 nach Plänen Schinkels im Stil der italienischen Renaissance wieder aufgebaut wurde (Außenbesichtigung).
Ihr Weg führt Sie anschließend zurück nach Dresden. Bevor Sie den Heimflug antreten, erwartet Sie ein Rundgang durch „Elbflorenz“, wie die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches Sachsen genannt wird. Unter August dem Starken entstand im 18. Jh. eine der schönsten Barockstädte Europas. Am bekanntesten sind der Zwinger, das Albertinum (Außenbesichtigungen) sowie die Stallhofarkaden und die Brühlsche Terrasse.
Sie besuchen die Frauenkirche, das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt, welches wieder die Silhouette Dresdens krönt. Sie wurde 1792 von Georg Bähr erbaut und galt bereits zu dieser Zeit als ein Wunder der Architektur. Kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges wurde dieser großartige Bau zerstört. Die Ruine blieb als Mahnmal gegen den Krieg stehen. 1994 begann man dann mit dem Wiederaufbau, der 2005, dank der weltweiten Spenden von Millionen Menschen, abgeschlossen werden konnte. Heute gilt die Frauenkirche als Symbol für Frieden und Völkerverständigung.
Nach einem letzten Bummel durch die Stadt heißt es Abschied nehmen. Von Dresden fliegen Sie am Abend zurück nach Düsseldorf.

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Bildnachweis:

Bautzen CCBY kgbdd-at-flic
Licht-Kreuz von Ludger Hinse © Conti-Reisen
Nikolaikirche CCBYSA Stephan M. Höhne-at-wikimedia.commons
Görlitz © Andrea Seemann – Fotolia
Kloster Marienthal CCBY AugustusTours-at-flickr
Marktplatz mit Rathaus Kamenz CCBYSA PaulTat-wikimedia.commons
Dresden Frauenkirche CCBYSAswusch-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachreiseleitung: Max Wolters, Historiker und Museumskurator
  • Flug ab/bis Düsseldorf nach Dresden
  • Punktuelle künstlerische Begleitung: Ludger Hinse
  • Standorthotel in Bautzen, 4-Sterne-Kategorie
  • Ausstellungsbesuch mit einzigartigen Werken zum Thema „Licht und Glaube“
  • Interessante architektonische Höhepunkte entlang der Via Sacra
  • Sorbische Geschichte und Spezialitäten

Bautzen CCBY kgbdd-at-flic
Licht-Kreuz von Ludger Hinse © Conti-Reisen
Nikolaikirche CCBYSA Stephan M. Höhne-at-wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Düsseldorf – Dresden – Bautzen
  2. Bautzen
  3. Entlang der Via Sacra bis Zittau
  4. Entlang der Via Sacra bis nach Görlitz
  5. Kamenz – Dresden – Düsseldorf


Görlitz © Andrea Seemann – Fotolia
Kloster Marienthal CCBY AugustusTours-at-flickr
Marktplatz mit Rathaus Kamenz CCBYSA PaulTat-wikimedia.commons
Dresden Frauenkirche CCBYSAswusch-at-flickr

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Reisebedingungen

Reisebeschreibung


Fachleitung

Max Wolters, Historiker und Museumskurator

Nach dem Studium von Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte, Geologie und Religionsethnologie ist Max Wolters seit fast 25 Jahren für das Kölner Naturmuseum „Haus des Waldes“ tätig. Die dort gepflegte Kombination von Kultur und Naturgeschichte vermittelt er auch bei seinen Studienreisen. Seine kunsthistorischen Schwerpunkte liegen bei der Architektur des Mittelalters und der Malerei in West- und Mitteleuropa.

Termine

  • 07.04.2019 – 11.04.2019

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