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Reisefinder - Straße der Romanik
Sachsen-Anhalt - A_SDRZDV

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Straße der Romanik
Sachsen-Anhalt

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 07.05. - 13.05.2019
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Auf einer Gesamtlänge von mehr als 1.200 km liegen 80 romanische Objekte in 65 Orten!
Bereisen Sie mit uns die Straße der Romanik und erleben Sie architektonische Höhepunkte aus der Zeit des Mittelalters in Sachsen-Anhalt!
Die Straße verbindet die Dome, Burgen, Klöster und Kirchen, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jh. entstanden.
Von zwei Standorten aus, Naumburg und Magdeburg, besuchen Sie die umliegenden Orte. Sie sehen unter anderem den Naumburger Dom, das ehemalige Zisterzienserkloster Pforta, fantastische Burgen und Burgruinen, wie zum Beispiel die Königspfalz Tilleda oder Burg Querfurt. Malerische, mittelalterliche Orte mit wunderschönen Häusern und idyllischen Marktplätzen liegen auf Ihrer Strecke.
Ein Besuch mit Verkostung in der Rotkäppchen-Sektkellerei rundet diese Reise ab.


1. Tag Köln – Erfurt – Naumburg

Fahrt im modernen Fernreisebus ab Köln Richtung Naumburg. Unterwegs machen Sie Halt in Erfurt (Vorübernachtung in Köln auf Anfrage).
Am Ufer der Gera gründete Bonifatius 741 das Bistum „Erphesfurt“, das im Mittelalter ein Großhandelsplatz des fränkischen Reiches war und zu den größten Städten Mitteleuropas zählte.
Sie besuchen das großartige Ensemble von Dom St. Marien und St. Severi am Domplatz. Hier wurde Luther 1507 zum Priester geweiht. Da¬nach schlendern Sie vorbei an schönen Bürgerhäusern (16. Jh.) zum Fischmarkt; hier befindet sich auch das Rathaus, ein schöner Gebäudekomplex im Stil der Neugotik.
Anschließend erreichen Sie Naumburg und beziehen Ihr Zimmer für die nächsten 4 Übernachtungen.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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2. Tag Naumburg

Heute erkunden Sie die schöne Stadt Naumburg, die vor allem durch ihren Dom St. Peter und Paul berühmt geworden ist. Der dreischiffige, spätromanische-frühgotische Kirchenbau mit Ost- und Westchor sowie vier Türmen und einem Kreuzgang steht im Nordwesten der Stadt. Der erste romanische Bau, von dem heute die Krypta im Ostchor stammt, wurde 1042 geweiht. Anfang des 13. Jh. begann man mit dem Bau des zweiten, spätromanischen Teils des Kirchenbaus sowie mit dem Westchor. Hier befinden sich auch die bedeutendsten deutschen, in Kalkstein gehauenen und lebensgroßen zwölf Stifterfiguren, die nach 1250 entstanden. Die bekanntesten Figuren sind Uta und Ekkehard an der Nordseite des Westchors sowie Regelindis und Herrmann gegenüber an der Südseite.
Außerdem sehenswert ist das Domschatzgewölbe mit wertvollen Handschriften und Urkunden sowie die Kapelle mit Glasfenstern des Malers Neo Rauch, die Szenen des idealisierten Lebens der Elisabeth zeigen.
Im Stadtteil Bad Kösen liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Pforta, in dem seit 1543 eine der ältesten Bildungseinrichtungen in Mitteldeutschland eingezogen ist: die Landesschule Pforta, ein Internatsgymnasium zur Förderung begabter Kinder und Jugendlicher. Im Jahr 2018 feiert die Schule ihr 475-jähriges Jubiläum und zählte seit ihrer Gründung fast 21.300 Schüler. Das Gelände der Schule ist am Tage frei zugänglich. Sie sehen die ehemalige Klosterkirche mit Kreuzgang und Friedhof.
In Bad Kösen besuchen Sie außerdem das Romanische Haus, eines der ältesten Profanbauwerke in Mitteldeutschland. Es ist Teil der Straße der Romanik und beherbergt seit 1955 das Heimatmuseum über die Kösener Stadtgeschichte sowie über die des Klosters Pforta.
Unweit der Stadt befinden sich oberhalb der Kösener Pforte die vielbesungenen Ruinen der Burg Saaleck und der Rudelsburg.
Die Burg Saaleck gehörte ursprünglich den Markgrafen von Meißen, wechselte aber seit ihrer Erbauung viele Male den Besitzer. Nach der Reformation diente die herrenlose Burg den Bauern der Umgebung als Steinbruch; nur die beiden Rundtürme der Höhenburg blieben erhalten.
Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen.

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3. Tag Memleben – Querfurt – Freyburg

Nordwestlich von Naumburg liegt das landschaftlich sehr reizvolle Tal der Unstrut – mit 192 km Länge der wichtigste Nebenfluss der Saale. Enge Täler wechseln sich mit weiten Flusssenken ab.
Sie besuchen den sehenswerten Ort Memleben, ehemals ottonische Kaiserpfalz. Beeindruckend ist die Ruine der Klosterkirche aus dem 13. Jh. mit ihrer sehr gut erhaltenen Krypta.
Weiter fahren Sie zur Burg Querfurt, dem Wahrzeichen des gleichnamigen Ortes. Sie besitzt eine Grundfläche von etwa 3,5 ha und ist damit die größte Burganlage in Mitteldeutschland. Außerdem zählt sie zu den ältesten und besterhaltenen mittelalterlichen Befestigungen an der Straße der Romanik.
Am Nachmittag erreichen sie das Zentrum des Weinbaus sowie der Wein- und Sektkellereien. Hier, in Freyburg, wurde 1856 die Rottkäppchen-Sektkellerei gegründet. Bevor Sie sich dem spritzig feinen Tropfen widmen, erkunden Sie Schloss Neuenburg, oberhalb des Städtchens. Die einstmals größte Höhenburganlage und eine der ältesten und wichtigsten Burgen der Landgrafen von Thüringen stammt aus dem Ende des 11. bis Anfang des 13. Jh.
In der Stadt selbst besichtigen Sie die romanische Stadtkirche St. Marien.
Zum Abschluss des Tages lernen Sie in der Sektkellerei Rotkäppchen die historischen Kelleranlagen sowie die verschiedenen Stufen der Sektherstellung kennen.
Anschließend Rückfahrt nach Naumburg und gemeinsames Abendessen im Hotel.

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4. Tag Halle – Giebichenstein – Petersberg

Sie beginnen den Tag in Halle, im Stadtteil Böllberg. Hier steht die Dorfkirche St. Nikolaus. Sie stammt aus dem 12. Jh. und gehört als einzige Kirche der Stadt Halle zur Straße der Romanik.
Danach lernen Sie die Haller Altstadt mit ihrem Marktplatz und dem berühmten Panorama der fünf Türme kennen. In der viertürmigen Marktkirche Unser Lieben Frauen, einst Wirkungsstätte Martin Luthers, wird dessen Totenmaske aufbewahrt.
Am Nachmittag erreichen Sie Schloss Giebichenstein im gleichnamigen, eingemeindeten Vorort von Halle. Teile der Oberburg sind als Ruine erhalten. In den 60er-Jahren legten umfassende Ausgrabungen die vollständigen Grundmauern der Anlage frei. Diese können heute im Freilichtmuseum bewundert werden.
Sie fahren ein wenig weiter Richtung Norden. Schon von weitem sehen Sie die dreischiffige, kreuzförmige Basilika des Klosters Petersberg, die auf dem etwa 120 m hohen Porphyrfelsen thront, der auch das Baumaterial lieferte. Die Stiftskirche wurde ab 1130 errichtet und gehörte dann etwa 400 Jahre zum Augustinerkloster. Im 16. Jh. brannte das Gotteshaus ab und verfiel nach und nach. Im 19 Jh. baute man sie originalgetreu wieder auf und schloss sie nach der Wende der Straße der Romanik an. Seit März 1999 leben Brüder und seit Oktober 2012 auch Schwestern der evangelisch-lutherischen Communität Christusbruderschaft Selbitz in der alten Stiftsanlage.
Nach dem Besuch des Ordens und der Kirche fahren Sie zurück nach Naumburg.
Gemeinsames Abendessen im Hotel.

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5. Tag Tilleda – Gernrode – Wernigerode – Magdeburg

Eine besondere Station an der Straße der Romanik, ist die Königspfalz Tilleda. Sie ist die einzige vollständig ausgegrabene Pfalz in Deutschland und gehört mit drei auf Terrassen übereinander gelagerten Burgen zu den größten Höhenburgen Europas.
In Gernrode besuchen Sie die Stiftskirche St. Cyriakus, eines der bedeutendsten ottonischen Architekturdenkmale unseres Landes. Erstmalig erwähnt wurde die Kirche im Jahr 961. Aufgrund von aufwendigen Restaurierungen befindet sich der Kirchenbau heute weitgehend wieder im Zustand des 10. Jh. Als sich die Äbtissin Elisabeth von Weida 1521 der Reformation anschloss, wurde die Kirche protestantisch und war damit eine der ersten protestantischen Kirchen weltweit. Seit 1960 steht die Kirche unter Denkmalschutz und ist Bestandteil der Straße der Romanik.
Ihr letzter Besichtigungspunkt für heute befindet sich in Wernigerode. Die Kirche St. Johannis liegt am nordwestlichen Rand der historischen Neustadt. Das wertvollste und bedeutendste Ausstattungsstück ist der vierflügelige Schnitzaltar im Chorraum (1415). Ebenfalls besonders ist die 1885 erbaute Orgel, eine der am besten erhaltenen dreimanualigen Orgeln des Orgelbauers Friedrich Ladegast. Zum Abschluss des Tages lauschen Sie einem Orgelanspiel.
Anschließend erreichen Sie Magdeburg, die alte Domstadt an der Elbe, und beziehen Ihr Hotel für die letzten beiden Übernachtungen

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6. Tag Quedlinburg – Blankenburg – Magdeburg

Dieser Tag gilt zunächst Quedlinburg. Neben der wunderschönen Altstadt beheimatet die UNESCO-Welterbestadt einige fantastische Beispiele an romani-schen Bauten. Sie besichtigen die Stiftskirche St. Servatius mit ihrem Domschatz, ein hervorragend erhaltenes Ensemble mittelalterlicher Schatzkunst aus verehrten Reliquien, kostbaren Behältnissen und einzigartigen Handschriften. Anschließend sehen Sie die Basilika St. Wiperti ein architektonisches Meisterwerk der Romanik. Die Krypta und der Kirchenbau selbst zeugen von einer wichtigen Vergangenheit als Königshof des sächsisch-ottonischen Herrscherhauses.
In Blankenburg besuchen Sie das ehemalige Zisterzienserkloster Michaelstein, ebenfalls eine Station entlang der Straße der Romanik. In der Außenwand der barocken Klosterkirche sind die sterblichen Überreste der Kaisertochter Beatrix I. († 1061) eingemauert.
Rückfahrt nach Magdeburg.
Gewaltig ist das Wahrzeichen dieser Stadt: die Dom und Grablege von Kaiser Otto dem Großen.

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7. Tag Seehausen – Braunschweig – Köln

Nach dem Auschecken aus dem Hotel machen Sie sich auf den Weg nach Seehausen.
Sie besuchen die älteste Kirche der Magdeburger Börde, St. Peter und Paul, auch St. Paulus oder Paulskirche genannt. Ihr Bau geht vermutlich auf die Jahre um 830 zurück, erstmalig Erwähnung fand sie 1148. Viele architektonische Bestandteile und auch die Verwendung von Bruchsteinen bekräftigen die romanische Herkunft des Gebäudes.
Auf Ihrem Weg zurück nach Köln legen Sie einen letzten Zwischenstopp in Braunschweig ein. Insbesondere durch Heinrich den Löwen entwickelte sich die Stadt schnell zu einer mächtigen und einflussreichen Handelsmetropole, die ab Mitte des 13. Jh. der Hanse angehörte. Sie besuchen das Wahrzeichen der Stadt, den Braunschweiger Dom. In der Welfengruft stehen Sie vor den aufgereihten Sarkophagen der Welfen – unter Ihnen auch der Sarkophag von Heinrich dem Löwen.
Über den Domplatz gehen Sie hinüber zu der restaurierten Burg Dankwarderode (Außenbesichtigung) – hier befand sich einst das politische Machtzentrum der Herzöge.
Nach einer individuellen Mittagspause beginnt Ihre Rückfahrt nach Köln.

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Bildnachweis:

Burg Querfurt an der Straße der Romanik CC0 lapping-at-flickr
Naumburger Dom CCBYSA Gitta Zahn-at-flickr
Romanisches Haus Bad Kösen CC0 Genealogist-at-wikimedia.commons
Schloss Neuenburg CC0 Mewes-at-wikimedia.commons
Stiftskirche Kloster Petersberg CCBY Margrit-at-flickr
Rekonstruiertes Zangentor der Pfalz Tilleda CCBYSA M_H.DE-at-flickr
Kloster Michaelstein CCBY Flyingkangaroo76-at-wikimedia.commons
Braunschweiger Dom CCBYSA pilot_micha-at-flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Fachleitung: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.
  • Reise mit zwei Standorthotels, 4-Sterne-Kategorie
  • architektonische Höhepunkte entlang der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt
  • Sekt-Verkostung in der Rotkäppchen-Sektkellerei

Burg Querfurt an der Straße der Romanik CC0 lapping-at-flickr
Naumburger Dom CCBYSA Gitta Zahn-at-flickr
Romanisches Haus Bad Kösen CC0 Genealogist-at-wikimedia.commons
Schloss Neuenburg CC0 Mewes-at-wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Köln – Erfurt – Naumburg
  2. Naumburg
  3. Memleben – Querfurt – Freyburg
  4. Halle – Giebichenstein – Petersberg
  5. Tilleda – Gernrode – Wernigerode – Magdeburg
  6. Quedlinburg – Blankenburg – Magdeburg
  7. Seehausen – Braunschweig – Köln


Stiftskirche Kloster Petersberg CCBY Margrit-at-flickr
Rekonstruiertes Zangentor der Pfalz Tilleda CCBYSA M_H.DE-at-flickr
Kloster Michaelstein CCBY Flyingkangaroo76-at-wikimedia.commons
Braunschweiger Dom CCBYSA pilot_micha-at-flickr

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Fachleitung

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.

Termine

  • 07.05.2019 – 13.05.2019

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